Fachartikel

Im Test: CodeTwo Office 365 Migration

Für Microsoft 365 hat Redmond gerade mittelständische Unternehmen im Fokus und setzt einiges in Bewegung, um die Migration einer lokalen Exchange-Umgebung zu erleichtern. Auch von Drittherstellern gibt es Werkzeuge, die Administratoren dabei unterstützen wollen. So etwa CodeTwo Office 365 Migration, das wir uns genauer angeschaut haben. In unserer Testumgebung mit Exchange 2019 wollten wir nachvollziehen, ob der Weg zu Microsoft 365 wirklich so einfach ist wie angepriesen.
Quell- und Zielverbindungen lassen sich auch während einer Auftragserstellung einrichten und Rechte direkt nachpflegen.
Die Migration der Postfächer zu Exchange Online war in der Vergangenheit immer eine große Herausforderung. Anders als bei einem Umzug innerhalb einer Exchange-Organisation stellt der Umzug zu Exchange Online eine Migration zwischen zwei Organisationen dar, die separat verwaltet werden. Dies ist der Grund, warum eine Verschiebeaktion mit Bordmitteln nur recht kompliziert zu bewerkstelligen war. Hier kommt nun CodeTwo Office 365 Migration ins Spiel, das sich vor allem auf das reine Bewegen der Inhalte konzentriert.

Entwickelt wird die Software von CodeTwo. Das Unternehmen bietet seit über 14 Jahren verschiedene Werkzeuge im Microsoft-365- und Exchange-Umfeld. Neben Tools für Signaturen oder zur Synchronisation bietet CodeTwo auch Migrationssoftware an. Wir haben CodeTwo Office 365 Migration für diesen Beitrag in der Version 3.2.8.1 getestet. Mit dem ersten finalen Release im Jahr 2013 blickt die Anwendung bereits auf eine längere Entwicklungszeit zurück.

Das Produkt unterstützt verschiedene Szenarien, um Postfächer zu Microsoft 365 zu übertragen. So etwa finden On-Premises-Postfächer ab Exchange 2003 Unterstützung. Dabei spielt es eigentlich keine Rolle, welche Exchange-Version lokal zum Einsatz kommt. Auch ein Small Business Server kann als Ausgangsquelle dienen. Neben Migrationen von lokalen Exchange-Installationen lassen sich Postfächer zwischen verschiedenen Microsoft-365-Abonnements verschieben. Gerade bei Unternehmensübernahmen kann dies eine wichtige Option sein. Das Ende der Möglichkeiten ist dabei aber nicht erreicht und mit der E-Mail-Migration von IMAP-Servern eröffnet sich eine große Palette von Quellsystemen. So stellen Datenübernahmen von IBM Notes, Zimbra, Google Workspace, Zarafa oder Kerio Connect kein Problem dar.

Fazit
CodeTwo Office 365 Migration hat uns im Test überzeugt. Es ist ein sehr einfach zu bedienendes Tool, um zwischen lokalen Exchange-Umgebungen und Exchange Online Daten zu verschieben. Es nimmt die Komplexität aus dem Thema und bietet einen einfachen Weg in die Cloud. Öffentliche Ordner finden hierüber ebenfalls den Weg in die Cloud. Der einzige Wermutstropfen ist die fehlende Unterstützung von Archiven. Festzuhalten ist, dass auch kleinere Unternehmen einer Migration mit dem Tool wesentlich entspannter entgegensehen können und den Weg nicht scheuen müssen.

Den kompletten Test finden Sie in Ausgabe 02/2022 ab Seite 14.
31.01.2022/ln/Christian Schulenburg

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