Fachartikel

Im Test: Spike 3.70

Trotz aller modernen Kommunikationswege hat sich die E-Mail als Lastesel beim Informationsaustausch immer wieder als standhaft erwiesen. Dabei wünschen sich viele Anwender eine bessere Vernetzung in Richtung Echtzeit oder Gruppenfunktionen, ohne jedoch zu weit vom E-Mail-Postfach abwandern zu müssen. Wie das geht, zeigt Spike eindrucksvoll in unserem Test.
Spike erlaubt unter anderem die gleichzeitige Bearbeitung von Notizdokumenten.
Spike ist ein Clouddienst, der sich um eine bestehende E-Mail-Konfiguration legt und diese um eine Vielzahl von Kollaborationsfunktionen erweitert. Im Vergleich zu den vielen anderen Produkten, die wir uns im IT-Administrator angeschaut haben, ist Spike eine Besonderheit. Für Administratoren oder Systemverantwortliche gibt es recht wenig zu tun, sollte es in Ihrem Umfeld zum Einsatz kommen, denn Spike ist viel mehr eine Applikation als ein justier- und steuerbarer Service.

Der augenscheinlichste Unterschied, wenn ein Anwender mithilfe der Spike-Oberfläche auf sein Postfach zugreift, ist die gänzlich andere Darstellung und Organisation der bisherigen Kommunikation. Der Dienst macht aus den E-Mails faktisch einen Chat-Dialogverlauf, ohne dass es sich hierbei um ein neues Mailkonto handelt. Wer das erste Mal mit Spike auf sein Postfach zugreift, sieht folgerichtig die bisherigen Nachrichtenverläufe in einer Chatansicht. Spike leistet jedoch mehr als eine alternative E-Mail-Darstellung. Letztendlich geht es darum, die Zusammenarbeit zwischen Teammitgliedern, Kunden oder anderen Personen zu verbessern – und dies in einer möglichst selbsterklärenden und selbstverständlichen Art und Weise.

Bevor jedoch die dialogbasierte E-Mail, das intelligente Postfach, Videokonferenzen, Aufgabenplanung und der verbesserte Workflow – allesamt Schlagworte des Herstellers – dem Anwender zuteilwerden, gilt es, sich bei Spike anzumelden. Der Anbieter hat drei verschiedene Varianten im Portfolio, die sich in ihren Basisdiensten nur marginal voneinander unterscheiden.

Die kostenfreie Free-Edition, auf die wir hier ein Auge geworfen haben, eignet sich für Benutzer, die nur ein Postfach mit Spike nutzen möchten. Weitere Einschränkungen sind die Größenlimitierung bei zu teilenden Dokumenten und die Anzahl gleichzeitiger Personen in einem Videoanruf. Free-User können nur 1:1-Videositzungen machen, Nutzer der Pro-Edition sind maximal zu fünft und die Business-Variante erlaubt Videobesprechungen mit insgesamt zehn Personen. Die Suchfunktion von Spike in der kostenfreien Version durchsucht nur die Elemente der letzten 60 Tage, eine Einschränkung, die in den kostenpflichtigen Versionen nicht existiert.

Fazit
Für uns war die Betrachtung von Spike insgesamt eine freudige Angelegenheit. Es war spannend zu sehen, wie die Basisfunktion – das eigene Postfach – sich in wenigen Minuten zu einem deutlich moderneren Hybridsystem von E-Mail, Videotelefonie und Gruppenchat zu verwandeln wusste. Die Funktionen sind allesamt bekannt, es gibt nichts wirklich Neuartiges, aber es ist mit einer großen Portion an Pfiffigkeit angereichert worden, sodass alle Arbeitsschritte flüssiger von der Hand gehen. Dies erweist sich als äußerst praktisch, wenn Nutzer in ansonsten getrennten Kommunikationssystemen zusammenarbeiten.

Den kompletten Test finden Sie in Ausgabe 01/2023 ab Seite 24.
2.01.2023/ln/dr/Thomas Bär

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