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Millionen-Förderung von 6G-Forschung

Der Rollout von 5G läuft gerade, vielversprechende Anwendungen warten auf Industrie, Logistik und Konsumenten. Nun fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung ein Konsortium mit 17 Partnern namens Open6GHub, das sich mit 6G-Standards und -Prozessen befasst. Dazu stellt es in den nächsten vier Jahren rund 68 Millionen Euro zur Verfügung.
Während der 5G-Rollout läuft, arbeiten Wissenschaftler an dessen Nachfolger 6G.
Jeweils rund elf Millionen Euro davon gehen an die Technische Universität Kaiserslautern (TUK) [1] und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) [2]. Es geht unter anderem um Datensicherheit, eine hochzuverlässige Datenübertragung, Netzverfügbarkeit und neuartige Rechnernetze. Mit der 6G-Technologie könnten in Zukunft etwa Biosensoren in der personalisierten Medizin, persönliche Avatare zum Schutz im Straßenverkehr oder als Unterstützung in der Arbeitswelt zum Einsatz kommen. Aber auch bei der Umsetzung der Klimaziele dürfte 6G eine Schlüsselrolle zukommen.

Das Konsortium Open6GHub hat sich unter anderem zum Ziel gesetzt, Methoden zu entwickeln, um die Widerstandsfähigkeit und die Zuverlässigkeit der 6G-Technologie zu gewährleisten. Um die Technik ressourcenschonend und energieeffizient zu betreiben, aber auch um die Wirtschaftlichkeit zu steigern, kommen Verfahren der Künstlichen Intelligenz zum Einsatz, mit denen die 6G-Netzwerke optimiert werden sollen.

Darüber hinaus werden die Forscherteams daran arbeiten, die Verfügbarkeit der Technologie überall und immer sicherzustellen. Dies soll etwa mit Hilfe von Satelliten möglich sein. Mit 6G ergeben sich zudem neue, flexible Rechnernetze, mit denen sich das Vorhaben befassen wird. Auf dem Programm stehen aber auch die Anpassung der Mobilfunkarchitektur und die Entwicklung neuer digitaler Zwillinge für die Industrie, mit denen sich reale Arbeitsprozesse virtuell widerspiegeln lassen.

Neben dem DFKI und den Arbeitsgruppen an der TUK sind 15 weitere Universitäten und Forschungseinrichtungen an dem Projekt beteiligt. Das BMBF fördert die Arbeiten im Rahmen der Fördermaßnahme "6G-Forschungs-Hubs; Plattform für zukünftige Kommunikationstechnologien und 6G", die Teil der BMBF 6G-Initiative [3] im Rahmen der Umsetzung des Zukunfts- und Konjunkturpaketes der Bundesregierung ist. Neben dem Open6GHub-Netzwerk werden noch drei weitere Forschungs-Hubs gefördert.
30.06.2021/dr

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