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Telekom schließt Vorbereitungen für Cell Broadcast ab

Bund und Länder hatten die Einführung von Cell Broadcast nach dem Hochwasser in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz beschlossen. Die Technik ergänzt künftig die bereits bestehenden Warn-Apps NINA oder Katwarn. Cell Broadcast sendet eine Textnachricht an kompatible Mobiltelefone. Die Telekom hat ihre Vorbereitungen für den Testbetrieb nun abgeschlossen.
Cell Broadcast sollte im Netz der Deutschen Telekom [1] für den ursprünglichen Warntag-Termin am 8. September fertig sein. Das Unternehmen hat in den vergangenen Tagen erfolgreich Probemeldungen an Smartphones im Bundesgebiet gesendet. Die zugrundeliegende technische Richtlinie für Cell Broadcast wurde vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) Ende Februar 2022 veröffentlicht.

Im Mai hatte die Telekom daraufhin Cell Broadcast auf ihrer Hauptversammlung vor Aktionären demonstriert. Seit Juli fanden dann lokale Tests im Raum Bonn und Nürnberg statt. Die Telekom testete das System dabei mit Smartphones verschiedener Marken, wobei die Hersteller Cell Broadcast für die jeweiligen Modelle aktivieren müssen. Üblicherweise funktioniert dies mit Software- oder Firmware-Updates. Die Telekom teilt die Erfahrungen aus den Tests mit den Herstellern und möchte bei nötigen Tests der jeweiligen Modelle unterstützen.

Cell Broadcast funktioniert wie Radio
Bund und Länder hatten die Einführung von Cell Broadcast nach dem Hochwasser in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz beschlossen. Die Technik ergänzt künftig die bereits bestehenden Warn-Apps NINA oder Katwarn. Cell Broadcast sendet eine Textnachricht an kompatible Mobiltelefone. Eine App ist dazu nicht nötig.

Das Besondere: Die Warnung erreicht jedes empfangsbereite und für die Technik geeignete Gerät in einer Funkzelle. Dies funktioniert ähnlich wie bei einem Radiosender, den alle Benutzer gleichzeitig hören. Daraus leitet sich der englische Name "Cell Broadcast" ab. Cell Broadcast ist daher besonders geeignet, die Bevölkerung sowohl bei lokalen als auch bei überregionalen Ereignissen schnell zu informieren.

In Europa nutzen gegenwärtig neben den Niederlanden weitere acht Staaten Textwarnungen, darunter die Nachbarländer Österreich und Polen. Elf EU-Mitgliedstaaten informieren die Bevölkerung über Warn-Apps. Einige EU-Länder nutzen bereits heute einen Warn-Mix aus Apps und Cell Broadcast.
7.09.2022/dr

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