Fachartikel

So machen Sie Ihr Unternehmensnetzwerk fit für die Zukunft

Cloud Computing verändert den Umgang mit IT: Statt einmaliger großer Investitionen zahlen Unternehmen nur noch für tatsächlich genutzte Ressourcen. Eine Voraussetzung dafür ist eine zuverlässige Anbindung aller Unternehmensstandorte – an die Konzernzentrale und direkt an die Cloud. Der Online-Artikel beschreibt in fünf Tipps, was IT-Verantwortliche dabei beachten sollten und geht dabei auf folgende Aspekte ein: Globale Reichweite und Kapazität; Privacy, Sicherheit und Zuverlässigkeit; nahtlose Konvergenz; Cloud-Computing-Standorte sowie Wachstum und Stabilität.
Bei der globalen Standortvernetzung sollten Unternehmen auf Netzwerkanbieter setzen, die über ein großes Netz an lokalen Netzwerkpartnern verfügen.
Eine Voraussetzung bei der Auslagerung von Anwendungen oder Daten in die Cloud ist die sichere zuverlässige Anbindung aller Unternehmensstandorte überall auf der Welt – an die Konzernzentrale und direkt an die Cloud. Die damit verbundene Herausforderung für CIOs ist es, sich nicht nur auf die technischen Aspekte ihres Netzwerks zu konzentrieren, sondern auch mit Blick für die unternehmensstrategischen Auswirkungen ihrer Entscheidungen die IT fit für die Zukunft zu machen. Neben der Cloud bahnen sich nämlich zunehmend eine Reihe weiterer datenintensiver Technologien wie Big Data, Collaboration oder verteilte Arbeitsplätze ihren Weg in die Unternehmen. Mit ihnen steigen die Anforderungen an die Vernetzung weiter.

CIOs müssen deshalb heute schon dafür sorgen, dass die Netzwerke ihrer Unternehmen diesen Herausforderungen gewachsen sind. Wir geben fünf Tipps, wie CIOs für eine zukunftssichere Infrastruktur sorgen können:

Globale Reichweite und Kapazität
Für weltweit agierende Unternehmen ist die jederzeitige Erreichbarkeit sämtlicher Standorte überall auf der Welt unverzichtbar. Doch unabhängig davon, ob es zehn oder hundert Standorte sind, sie sollten alle über eine private und sichere Anbindung verfügen, damit geschäftskritische Daten nicht über das öffentliche Internet gesendet werden. Außerdem muss sichergestellt sein, dass allen Standorten ausreichend Bandbreitenkapazität zur Verfügung steht, und sie für einen weiteren Anstieg des Datenaufkommens gewappnet sind.

Am einfachsten lassen sich diese Anforderungen erfüllen, indem CIOs auf Netzwerkanbieter setzen, die einen eigenen internationalen Backbone und ein großes Netz an lokalen Netzwerkpartnern haben. Damit verfügen CIOs über einen zentralen Ansprechpartner für sämtliche Anbindungen und müssen sich nicht mit zahlreichen unterschiedlichen Dienstleistern in verschiedenen Ländern auseinandersetzen. Außerdem kann nur ein Anbieter, der den Datenverkehr weitestgehend über eigene Leitungen transportiert, Unternehmen die gewünschte Anbindungsqualität garantieren, da er direkten Einfluss auf das Routing der Datenströme von Endpunkt zu Endpunkt hat. Er ist in der Lage, das gesamte Netzwerk zu überwachen und zu steuern und kann somit oftmals Probleme bereits erkennen, bevor sie auftreten und schnell darauf reagieren.

Die Wahl eines Netzwerkdienstleisters mit einem eigenen Backbone ermöglicht Unternehmen zudem, unkompliziert und flexibel sichere Verbindungen von der Unternehmenszentrale zu den verschiedenen Standorten (Point-to-Multipoint), zwischen sämtlichen Standorten (Multipoint-to-Multipoint) oder von der Zentrale direkt zu den Rechenzentren der Cloud-Anbieter (Point-to-Point) aufzubauen. Durch die vollständige Kontrolle über die eingesetzte Hardware kann ein solcher Dienstleister darüber hinaus unkompliziert zusätzliche Übertragungskapazitäten bereitstellen und damit schnell auf veränderte Bedürfnisse seines Kunden reagieren.

Privacy, Sicherheit, Zuverlässigkeit
Derzeit bremsen noch insbesondere Bedenken bezüglich der Daten- und Netzwerksicherheit in vielen Unternehmen den entschiedenen Umstieg auf Cloud-Lösungen aus. Ein Grund für diese Bedenken ist, dass Unternehmen noch ganz überwiegend über das öffentliche Internet auf Cloud-Dienste zugreifen. Damit sind nicht nur Sicherheitsrisiken verbunden, sondern gegenüber einer direkten, privaten Verbindung auch ganz konkrete Nachteile wie etwa starke Varianz der Signallaufzeit, Paketverluste oder stark schwankende Latenz. Kurz: Bei einer solchen Anbindung haben Unternehmen weder Sicherheit bezüglich der Servicequalität noch Kontrolle darüber, welchen Weg ihre Daten zurücklegen. Die Vorteile der Cloud können sie aber erst dann voll ausschöpfen, wenn das Vertrauen in die Sicherheit ihrer Daten gewährleistet und die Performance so gut und stabil genug ist, dass sie den End-Nutzern nicht das Gefühl gibt, von der ausgelagerten Anwendung ausgebremst zu werden.

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11.02.2015/ln/Jörg Hartmann, Director Sales Central Europe bei GTT

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