Fachartikel

Fünf Schritte zum Hybrid Enterprise

Die Cloud hat viele Vorteile: Ständiger Zugriff auf alle Daten, Synchronisation mobiler Geräte, Zusammenarbeit in Echtzeit. Doch es ist unmöglich, jede Anwendung in die Cloud zu stellen – noch ist das gewollt. Deshalb kann es sich für Unternehmen lohnen, in eine hybride IT-Infrastruktur zu investieren: eine Kombination aus Rechenzentren, Applikationen und Daten, die in Private und Public Clouds gehostet werden. Unser Fachbeitrag zeigt fünf Punkte, an denen sich IT-Verantwortliche bei der Umsetzung orientieren können.
Das Hybrid Enterprise verbindet das Rechenzentrum mit Daten und Applikationen, die in Public und Private Clouds gehostet werden.
Es ist unmöglich für Unternehmen, jede Anwendung in die Cloud zu migrieren – und das würde auch keiner wollen. Neben technischen Einschränkungen, Budgetgrenzen und Sicherheitsbedenken zählen auch Performance-Probleme als ausschlaggebende Gründe gegen diesen Ansatz. Die Lösung und logische Konsequenz aus diesen Bedenken ist das Konzept des Hybrid Enterprise. Dieses verbindet das Rechenzentrum mit Daten und Applikationen, die in Public und Private Clouds gehostet werden.

Insgesamt werden hybride IT-Infrastrukturen, wie die Bereitstellung von privaten Netzwerken, die mit Hilfe von hochwertigen und teuren VPN-Zugängen und Standleitungen funktionieren und mit dem Internet ergänzt werden, immer bedeutender. So fand eine Umfrage von Gartner heraus, dass 75 Prozent aller Großunternehmen davon ausgehen, bis 2015 hybride IT zu benutzen.

Um auf die nächsten technologischen Veränderungen vorbereitet zu sein, sollten Unternehmen schon heute moderne Konzepte realisieren, mit denen sie wichtige Wettbewerbsvorteile schaffen. Aus diesem Grund sind technologische Innovationen für Unternehmen nicht mehr optional, sondern eine echte Notwendigkeit. Die Netzwerkinfrastruktur bildet hier keine Ausnahme. Folglich lohnt es sich, in eine hybride IT-Infrastruktur zu investieren, da sie bedeutsame Vorteile mit sich bringt.

Wie ein Unternehmen den Weg zum Hybrid Enterprise durchführen kann, zeigen die folgenden Punkte:

1. Was würde ein Technologie-Unternehmen machen?
Ob Technologie-Unternehmen oder nicht – viele technische Trends lassen sich gezielt zur Geschäftsoptimierung einsetzen. Schnelligkeit führt zu besserer Produktivität, Big Data zu besseren Geschäftsentscheidungen und Cloud-Plattformen zu besserer Zusammenarbeit – um nur einige der Möglichkeiten aufzuzählen. Möchte man sich von der Konkurrenz abheben, können neuartige Technologien sehr hilfreich sein. Im heutigen digitalen Zeitalter muss sich jede Organisation mit ihrer digitalen Strategie auseinander setzen. Gelingt die erfolgreiche Umsetzung, kann daraus sogar ein neues Geschäftsmodell entstehen.

Ein Beispiel ist Google: gestartet als Suchmaschine, hat es sich zu einer der weltweit größten Technologiefirmen entwickelt. Erkennen Unternehmen die Anwendungsmöglichkeiten neuer Technologien, sichtbar sowie unsichtbar, halten sie den Schlüssel zum digitalen Erfolg in der Hand. Ebenso trägt das Kennen sowie Erkennen aktueller Herausforderungen der Branche und Firma zum Erfolg eines (Technologie-)Unternehmens bei.

Zudem ist natürlich nicht zu vergessen, dass Mitarbeiter das höchste Gut eines Unternehmens darstellen. Diese sollten daher immer daran denken, in jüngere Generationen zu investieren. Da deren Mitglieder mit moderner Technologie aufgewachsen sind, werden sie dem Unternehmen auch in Zukunft zum Erfolg verhelfen, da sie neue Trends schnell annehmen und umsetzen.

2. Hybrid Enterprises müssen sich an den Mitarbeitern orientieren
Technologie bietet viele Möglichkeiten in allen Bereichen eines Unternehmens. Allerdings sollten diese immer beachten, dass sie neue Trends nicht nur um ihrer selbst willen umsetzen – also neue Technologien nicht nur deswegen einsetzen, um diese zu haben, ohne am Ende zu wissen, was sie eigentlich damit erreichen wollen. Es ist stattdessen wichtig, dass eine Vision über neue Technologien entsteht, die sich an den Mitarbeitern und an dem, was sie verstehen, schätzen und beanspruchen, orientiert. Unternehmen sollten dieses Prinzip immer beachten, denn es trägt wesentlich zur Akzeptanz einer neuen Technologie durch Kunden sowie Mitarbeiter bei.

Diese Verpflichtungen werden vom Hybrid Enterprise ernst genommen, denn es arbeitet an der notwendigen Transparenz und Kontrolle über die eingesetzten Technologien. Treten Performance-Probleme auf, sollten diese gelöst werden, bevor die Mitarbeiter davon etwas wahrnehmen. Dadurch wird die Akzeptanz und Nutzung einer Applikation gesteigert. Denn: Wenn Mitarbeiter mit den IT-Lösungen eines Unternehmens unzufrieden sind, suchen sie sich Alternativen. So entsteht eine Schatten-IT, die nur Komplikationen mit sich bringt.

    Seite 1: Fokussierung auf den Mitarbeiter
    Seite 2: Umgang mit der Schatten-IT


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20.05.2015/ln/Andreas Hartl, Regional Vice President DACH bei Riverbed

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