Fachartikel

Hybride Clouds erfolgreich planen

"Back to the Future" ist jetzt. Der Film kam vor 30 Jahren in die Kinos und es ist kaum zu glauben, dass die Hauptfigur des Films, Marty McFly, laut der Geschichte bei seiner Reise in die Zukunft im Jahr 2015 landet. Zwar sind anders als im Film heutzutage keine fliegenden Autos auf den Straßen unterwegs, aber zumindest schon Smart Cars. Die Technologie hat sich während der vergangenen 30 Jahre erheblich weiterentwickelt und gewaltige Fortschritte gemacht. Dafür ist die Cloud ein gutes Beispiel.
Beim Gang in die Wolke sollten Sie vor allem bei hybriden Szenarien auf Zukunftsfähigkeit achten.
Dieser Beitrag schildert die Vorteile der Nutzung hybrider Clouds und veranschaulicht aktuelle Entwicklungen auf informative und unterhaltsame Weise anhand von Parallelen zum Film "Zurück in die Zukunft". Der Artikel gliedert sich in drei Teile: Zum einen legen wir die Schritte von der Planung bis hin zur Implementierung hybrider Clouds dar. Zum anderen klären wir, wie die Kontinuität der IT-Lösung abzusichern ist. Abschließend zeigen wir die Vorteile eines einheitlichen System-Managements.

Zwar ist die Cloud – besonders die hybride Cloud – in den vergangenen Jahren für zahlreiche Unternehmen zum Alltag geworden. Doch obwohl sie keine wirkliche Neuerung mehr darstellt, haben immer noch viele Unternehmen Probleme, das Potenzial der hybriden Cloud im Geschäftsbetrieb voll auszuschöpfen.

Technologien entwickelt sich schneller als je zuvor und das gilt auch für die Cloud. Deshalb sollten Werkzeuge zum Management und zur Migration von Daten für Cloud-Projekte auch möglichst flexibel für die sich ständig wandelnden Plattformen einsetzbar sein. Die Branche beschäftigt sich im Moment zum Beispiel mit dem Thema "Container in der Cloud", aber der nächste Trend kann sich jederzeit entwickeln.
Die Geschäftsleitung ist in Sachen Veränderungen normalerweise zurückhaltend, schließlich müssen Unternehmen bereits hohe Summen in die IT-Architektur investieren, und Änderungen daran haben häufig weitere Kosten und Risiken zur Folge. Theoretisch sollte die IT alle zwei bis fünf Jahre erneuert werden. Tatsächlich finden solche Projekte in vielen Fällen aber nur alle fünf bis sechs Jahr statt. Unternehmen haben die Vorteile des Hybrid Cloud-Modells zwar bereits seit geraumer Zeit erkannt, entscheiden sich aber erst jetzt langsam dazu, es tatsächlich auch zu implementieren. Die Fachabteilungen müssen meist erst einen klaren und langfristigen Return-on-Investment nachweisen, um die Genehmigung für die Anschaffung zu erhalten.

Robuste Virtualisierung dank solider Planung
Der DeLorean aus Back to the Future ermöglichte dank seiner Technologie spannende Zeitreisen. Für ein derart bemerkenswertes Stück Ingenieurskunst war sorgfältige Planung nötig. Ähnlich ist es beim Weg in die Cloud. Solange die IT eine Reihe bewährter Methoden befolgt, kann sie die Virtualisierung geschäftskritischer Daten auf Basis eines hybriden Cloud-Konzepts umsetzen. Dafür müssen die Verantwortlichen zuallererst die Technologie verstehen und sich über die geschäftlichen Ziele bewusst zu sein, die mit dieser Initiative erreicht werden sollen.

Diese geschäftlichen Ziele bilden die Grundlage. Sobald sie bestimmt sind, kann die IT mit der Planung der Migration in eine neue Cloud-Umgebung zu beginnen. Ein Beispiel für geschäftliche Ziele wäre der Wunsch, nicht länger eigene Anlagen zu betreiben, um weniger abhängig von physikalischem und Hardware-Speicher zu sein. Anschließend ist zu bestimmen, welche Performance nötig ist.

Nachdem die geschäftlichen Ziele als Grundlage feststehen, kann die IT mit der Planung beginnen, um die Migration in die neue Cloud-Umgebung erfolgreich umsetzen zu können. Die Wahl einer geeigneten, branchenführenden Virtualisierungsplattform ist hierbei entscheidend. Dabei ist besonders zu beachten, wie diese Plattform die Umgebung und die Server nutzt. Im nächsten Schritt gilt es herauszufinden, wie sich Produktions-Workloads übertragen lassen, ohne dabei die Nutzer zu behindern. Manchen Unternehmen wird an diesem Punkt bewusst, dass Virtualisierung sie überfordert und arbeiten deshalb mit einem Service-Integrator zusammen.

Als Nächstes gilt es, die ideale Mischung aus Private- und Public-Cloud bestimmen. Welche Datentypen müssen in welcher Umgebung abgelegt werden und für welchen Prozentsatz der Daten ist das überhaupt nötig? Oft ist es hilfreich, mit verschiedenen Stufen der Cloud zu arbeiten. Public-Clouds eignen sich beispielsweise für Anwendungen, die wenig heikel sind und weniger Priorität besitzen. Persönliche, sensible Daten hingegen sind auf einer Private-Cloud wesentlich besser aufgehoben. Jedes Unternehmen entscheidet darüber aber individuell und sollte auch sorgsam abschätzen, wie sich die Entscheidungen auf Compliance-Richtlinien und das Niveau der Datensicherheit auswirkt.

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30.12.2015/ln/Tim Laplante, Director of Product Strategy bei Vision Solutions

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