Fachartikel

Seite 2 - Voraussetzungen für gelungene M2M-Kommunikation

1. Einfache Konnektivität bereitstellen
Um einen stabilen Informationsaustausch zwischen einzelnen Geräten über das Internet auch auf Unternehmensebene zu ermöglichen, ist ein stabiles WLAN-Netzwerk das A und O. Doch viele unterschätzen, wofür WLAN am Arbeitsplatz eingesetzt wird. Neben den vielen Verbindungen, die gleichzeitig bedient werden müssen, stellen auch die unzähligen Anwendungen, die bei der Arbeit auf den Clients genutzt werden, eine Belastung für das Drahtlos-Netzwerk dar. Dieser Faktor wird von Unternehmen oft ebenso unterschätzt wie die Anzahl mobiler Endgeräte, die Mitarbeiter als sogenannte "Business Consumer" von zuhause in die Arbeit mitbringen (BYOD). Durch ein Drahtlos-Netzwerk, das dem Anwender ermöglicht, sich schnell, zuverlässig und einfach mit dem Internet zu verbinden, kann ein Unternehmen mit aktuellen Entwicklungen wie eben M2M und IoT Schritt halten.

2. Konnektivität aufrechterhalten
Oftmals sind Schwierigkeiten bei der Netzwerkanbindung maßgeblich dafür verantwortlich, dass Arbeitnehmer ihre Termine nicht einhalten oder ihren Job nicht planmäßig erledigen können. Sicherzustellen, dass Mitarbeiter nicht buchstäblich den Anschluss verlieren, sondern deren mobile Konnektivität ohne Unterbrechung aufrechtgehalten wird, ist demnach von wesentlicher Bedeutung für den Erfolg eines Unternehmens. Um dem entgegenzuwirken, müssen IT-Abteilungen Access Points und Router einsetzen, die speziell dafür entwickelt wurden, derartige Engpässe auszugleichen und den WLAN-Empfang für solche Consumer-Geräte zu verbessern. Durch speziell konzipierte Antennen etwa lässt sich die Empfindlichkeit der APs erhöhen, sodass auch Übertragungen von Geräten mit niedrigerer Leistung wie Smartphones und Tablets möglich sind.
3. Geräte, Nutzer und Applikationen unterscheiden und verwalten
Bei der immer größer werdenden Anzahl unterschiedlicher Geräte und Services muss sichergestellt sein, dass Zugriffsrechte individuell geregelt werden. Eines der wichtigsten Merkmale eines modernen Enterprise-fähigen Drahtlos-Netzwerks ist demnach die Fähigkeit, Anwender und Geräte anhand von Berechtigungen zu unterscheiden, Benutzergruppen zu verwalten und Anwendungen zu priorisieren.

Denn gerade in IoT und M2M-Szenarien können unkontrollierbare Clients wie etwa smarte Glühlampen, Klimaanlagen oder Kühlschränke zu Schlupflöchern für Angreifer werden. Anstatt bei der Autorisierung der Einfachheit halber wie gewöhnlich auf herkömmliche Pre-Shared Keys (PSK), vorab verteilte Schlüssel, zu setzen, die immer gleich sind, sollten diesen Endpunkten einmalige und für jedes Gerät spezifische Anmeldeinformationen zugewiesen und damit nur begrenzte Rechte eingeräumt werden. Dies lässt sich mit Private Pre-Shared Keys (PPSK), privaten vorab verteilten Schlüsseln, erreichen und stellt eine sichere 802.1X-Implementierung dar.

Die anhand der PPSK definierten Regelsätze werden direkt am Zugang des Netzes, im Access-Point, angewandt und gelangen dadurch nicht wie sonst bis zum zentralen Controller. Zusätzlich zur erhöhten Sicherheit wird damit auch die Netzwerkinfrastruktur entlastet. Überwacht man außerdem noch die Aktivität der Endpunkte, lässt sich verhindern, dass über Zugangsschlüssel einfache "Dinge" gehackt und anschließend womöglich die gesamte Gebäudetechnik kontrolliert werden kann. Denn sollte zum Beispiel eine Glühbirne versuchen, auf Facebook zuzugreifen, wüsste ein IT-Administrator sofort, dass etwas nicht stimmt.

Fazit
Die anfangs genannten Beispiele zeigen es: Science Fiction wird zunehmend zur Realität. In der Arbeitswelt der Zukunft werden Maschinen voraussichtlich eine immer größere Rolle spielen. Das Potenzial dieser Entwicklung ist groß, denn Unternehmen haben dadurch die Chance, auch künftig wettbewerbsfähig zu bleiben und über ihre Möglichkeiten hinaus zu wachsen. Wer im Hinblick auf seine Netzwerkinfrastruktur heute schon die notwendigen Vorkehrungen trifft, kann den ersten Schritt in Richtung digitale Transformation machen.


   
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6.01.2016/ln/Martin Scheller, Director Sales Central Europe bei Aerohive Networks

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