Fachartikel

Einfache Anlagenanbindung: vom Feld zur Cloud

Anlagenbetreiber in der Fabrik- und Prozessautomation sowie in der Energie- und Wasserwirtschaft arbeiten mit Systemen, die über Jahre gewachsen sind. Sind Daten von verteilten Anlagen zentral zu sammeln und auszuwerten, stellt dies eine echte Herausforderung dar: Sichere Punkt-zu-Punkt-Verbindungen erfordern IT-Know-how und auch Cloudlösungen müssen erst einmal sicher mit der Anlage verbunden werden. Wie der Fachartikel zeigt, erweisen sich hier einfache, skalierbare Cloudplattformen bis hin zur letzten Meile als äußerst hilfreich.
Auch große Anlagen lassen sich über die Cloud von einer zentralen Stelle aus managen.
Es gibt viele Gründe für Cloudlösungen, um anspruchsvolle Aufgaben aus den Bereichen Anlagenbau und Betrieb, Industrie, Energieerzeugung und Management et cetera schnell und sicher zu meistern. Die Bandbreite reicht von der Fernüberwachung entlegener Maschinen, Automaten und Anlagen bis zum Management komplexer virtueller Kraftwerke. Weil bei einer skalierbaren Cloudlösung der Anwender nur das bezahlt, was er auch nutzt, lohnt sich eine Implementierung auch bei kleineren Lösungen und das System wächst mit den Kundenwünschen einfach mit. Zudem gehören Software-Updates, Backups und Pflege von Hardware der Vergangenheit an.

Dezentrale Anlagen im Griff
Ein typisches Anwendungsszenario finden wir in dezentralen Anlagen ganz unterschiedlicher Branchen. Servicetechniker sind hier im Regelfall nicht mehr direkt vor Ort; das erfordert es, auch bei der Anlagenbetreuung neue Wege zu beschreiten. Ein Beispiel dafür sind Blockheizkraftwerke (BHKW). Vor Ort eingesetzt aber zentral überwacht zeigen sie, welche Vorteile eine Cloudplattform hier bieten kann: Ein Betreiber von rund 100 BHKW über die Republik verteilt, nutzt die Cloudplattform von ubix, um von zentraler Stelle aus die Anlagen zu steuern. Sämtliche Alarmierungsmeldungen, die Visualisierung der Prozesse sowie die Steuerung der Anlagen sind dabei zentral zusammengefasst. Von der Leitwarte aus werden der Strom- und Wärmebedarf für verschiedene industrielle Prozesse oder Liegenschaften ermittelt und entsprechend die Kraftwerke gesteuert. Die vorausschauende Planung erlaubt die Personalstärke des Betreibers klein zu halten. Bei Bedarf kann er dann über die Cloud, zum Beispiel bei Wartungsmaßnahmen oder Störungen, lokale Servicepartner beauftragen oder diese direkt in seine Prozesse einbinden.


Bild 1: Über die Cloud gesteuert – rund 100 Blockheizkraftwerke über die Republik verteilt im Blick.

Cloud schafft Mehrwert
Das Beispiel ist typisch: Die Cloudplattform löst nicht nur ein Problem, sondern der Anwender entdeckt dabei auch, welch enormes Zusatzpotential die Lösung bietet. In diesem Fall nutzt der BHKW-Betreiber nun auch das Reporting-Modul und stellt seinen Endkunden sehr einfach und automatisch regelmäßige Berichte über Wärme- und Strombelieferung zur Verfügung. Bereits die Grundfunktionen Monitoring & Control, Trendgraphen, Dashboards, Visualisierung, Alarme & Eskalation und eben auch Reports bieten eine Fülle an neuen Möglichkeiten.

Vorgänge lassen sich weit über die technischen Prozesse hinaus verbessern, wenn sie miteinander kombiniert werden, beispielsweise automatische Abrechnungen oder die Anbindung an ERP- und CRM-Systeme. Im Beispiel aus der Energiewirtschaft werden Zählerdaten für Abrechnung und Energiecontrolling automatisch in verschiedene EDV-Systeme übertragen, etwa um Rechnungen zu erstellen, das Ortsstromnetz zu optimieren, BHKW-Laufzeiten anzupassen und vieles mehr.
Tools ganz nach Maß nutzen
Die Spitze dieses Plattform-Gedankens ist das Thema "Shareconomy". Das ist die Idee, Ressourcen zu teilen und dadurch effizienter zu nutzen. Mit Software ist solch ein Teilen einfacher möglich als mit Autos oder Übernachtungsmöglichkeiten, vorausgesetzt es gibt eine Plattform dafür. Bei der ubix-Plattform ist genau das vorgesehen. Ihre Vorzug besteht darin, dass sie nicht alle Probleme selbst löst, sondern Software von Drittanbietern integrieren kann und soll. So kann beispielsweise ein industrieller Kunde das optimale Predictive-Maintenance-Werkzeug wählen, das auf seine sehr speziellen Anforderungen optimiert wurde.

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4.07.2018/ln/Torsten Kraemer, Head of Department ubix.PROJECTS.SOLUTIONS.

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