Fachartikel

IT-Testlab: SolarWinds AppOptics

SolarWinds bietet mit AppOptics eine Cloud-basierte Lösung zum Überwachen von hybriden und cloudbasierten IT-Umgebungen. Das Software-as-a-Service-Angebot lässt sich gleichermaßen zum Monitoren von Servern, Virtuellen Maschinen und Anwendungen nutzen und kann Leistungsprobleme im Detail sichtbar machen.
AppOptics überwacht die Leistung einzelner Anwendungen und Infrastrukturkomponenten und kann zudem Cloudinfrastrukturen wie AWS und Azure im Auge behalten. Mit der Lösung werden Administratoren in die Lage versetzt, die Health und Performance der Anwendungen vor Ort und in der Cloud einschließlich der zugrundeliegenden Infrastruktur sichtbar zu machen, Performance-Metriken zu erstellen, die das Überwachen der geschäftskritischen Dienste und Applikationen automatisieren und die Downtime durch frühzeitige Warnungen und Benachrichtigungen zu minimieren.

Funktionsumfang
Abgesehen davon stellt AppOptics den Administratoren eine globale Übersicht zur Verfügung, über die sie ihre Server, Hosts, Container und serverlosen Umgebungen überwachen können. Dabei präsentiert das Tool auf Wunsch alle Informationen gemeinsam in kombinierten Dashboards.

Drill-Downs auf die zugrundeliegenden Details sind jederzeit per Klick möglich und das Werkzeug von SolarWinds lässt sich nicht nur verwenden, um aktuelle Installationen im Auge zu behalten, sondern auch Legacy-Komponenten. Abgesehen davon beherrscht sie die Überwachung von mehr als 30 AWS-Diensten und diversen Azure-Services wie Cosmos DB, Redis und ähnlichem.


Bild 1: Die Konfiguration des Systems beginnt mit dem Einbinden der Hosts.

Der Test
Für unseren Test stellte uns SolarWinds eine Lizenz für das Produkt zur Verfügung, die es uns ermöglichte, unseren SolarWinds-Account zu verwenden, um unter my.solarwinds.cloud auf die AppOptics-Funktionalität zugreifen zu können. Anschließend luden wir von der AppOptics-Website Installationsdateien für die Client-Software für die Systeme, die wir überwachen wollten, herunter. Konkret handelte es sich dabei um die Betriebssysteme Ubuntu Linux 20.4, Windows 10 2004 und Windows Server 2016 beziehungsweise 2019.

Nach der Installation der Client-Software auf den genannten Systemen verwendeten wir die Software, um über die Infrastrukturkomponenten hinaus eine Apache Webserver- und eine Docker-Installation unter Linux, sowie eine Microsoft SQL-Server-Instanz und einen IIS unter Windows zu überwachen. Zusätzlich banden wir noch eine Online-Buchungs-App, die der Hersteller als Demo-Applikation in Form eines Docker-Containers zur Verfügung stellt, mit in unsere Monitoring-Umgebung ein.
Einrichtung und Inbetriebnahme
Um das System in Betrieb zu nehmen, genügt es, zunächst einmal auf "Add Host" zu wechseln und dort die Client-Software für die neu einzubindende Plattform herunterzuladen. An Plattformen bietet SolarWinds an dieser Stelle "Amazon Linux", "Debian", "CentOS", "RHEL", "Ubuntu", "Windows" und "Kubernetes" an.

Zum Einbinden von Windows-Komponenten müssen die zuständigen Mitarbeiter zunächst einmal die Setup-Datei in Form eines MSI-Files herunterladen und diese dann auf dem Zielsystem ausführen. Während der Installation fragt die Setup-Routine dann nach einem Token, das die Anwender direkt aus der Add-Hosts-Webseite herauskopieren und in den Assistenten einfügen können. Damit wird die Installation abgeschlossen, das Setup-Programm startet die dazugehörigen Dienste und die Client-Lösung nimmt mit Hilfe des Tokens, das die jeweilige Maschine identifiziert, Kontakt zum AppOptics-Dienst in der Cloud auf. Nach wenigen Minuten erscheinen dann auch schon die ersten Messwerte im Web-Interface.

Bild 2: Die Übersichtsseite des Systems mit integrierten Hosts, Plug-ins sowie Services und den
dazugehörigen Dashboards.


Da das Token zum Einsatz kommt, um die jeweiligen Rechner oder Virtuellen Maschinen (VMs) zu identifizieren, muss dieser Schritt für jedes überwachte System wiederholt werden, da AppOptics für jeden Rechner ein neues Token generiert. Unter Ubuntu läuft das Ganze ähnlich ab, das Web-Interface stellt hier aber einen Installationsbefehl zur Verfügung, der das Token bereits enthält und die Client-Software direkt auf das Zielsystem lädt, und zwar nach dem Muster sudo bash -c "$(curl -sSL https://files.solarwinds.cloud/solarwinds-snap-agent-installer.sh)" -s --token <Token>. Auch hier läuft der Installer direkt durch und startet die dazugehörigen Dienste, woraufhin die ersten Messwerte ebenfalls nach ein paar Minuten im AppOptics-Dashboard erscheinen. Unter den anderen Linux-Varianten läuft die Installation genauso ab. Das Einbinden der zu überwachenden Infrastrukturkomponenten stellt demzufolge kein Problem dar.

   Seite 1: Einrichtung und Inbetriebnahme
   Seite 2: AppOptics im Betrieb


Seite 1 von 2 Nächste Seite >>
16.10.2020/Dr. Götz Güttich, IT-Testlab Dr. Güttich

Nachrichten

Kompakte Switches [19.10.2020]

Gerade kleinere Unternehmen haben meist weder den Platz noch den Bedarf an großen 19-Zoll-Server- oder Netzwerkschränken. Mit den drei Neuzugängen "DN-80115", "DN-80117" und "DN-95331" bietet Conrad Electronic DIGITUS-Switches im 10-Zoll-Format mit je 1 HE an. [mehr]

Sicherer Zugang von zuhause [2.10.2020]

Mit dem "BR200" bringt NETGEAR seinen neuen Business Router für kleine und mittelständische Unternehmen auf den Markt. Die Neuvorstellung will über ein IPSec VPN sicheren Zugang zum Büro-Intranet bieten, was vor allem bei vermehrter Arbeit aus dem Home Office sinnvoll ist. [mehr]

Datenhungrig [29.09.2020]

Glasfaser für Cottbus [23.09.2020]

Tipps & Tools

Kontinuität in Krisenzeiten [17.09.2020]

Ob Stromausfall, Erkältungswelle oder Pandemie: Wer sich gegen Störungen seines Geschäftsbetriebs wappnen will, setzt auf Business Continuity Management. Dahinter verbergen sich Prozessdokumentationen, organisatorische Regelungen, Personalplanungen und Technologien für Notfallszenarien. Betreiber von Rechenzentren sind darin erfahren – und können dazu beitragen, Unternehmen sicher durch Krisen zu navigieren. [mehr]

USV-Technologien im Vergleich [20.08.2020]

Zuverlässige Energieversorgung ist eines der wichtigsten Wachstumskriterien in der Industrie. Bis heute ist eine unterbrechungsfreie Stromversorgung auch an extrem rauen Einsatzorten ein unentbehrlicher Bestandteil vieler Anwendungen, denn die Ausfallsicherheit von kritischen und anspruchsvollen Anlagen ist oft unbezahlbar. Der Beitrag erörtert, welche die richtige USV-Technologie für die jeweilige Anwendung ist. Dabei gehen wir unter anderem auf die Unterschiede zwischen Monoblock und einer modularen USV ein. [mehr]

Buchbesprechung

Windows 10 Pannenhilfe

von Wolfram Gieseke

Anzeigen