Meldung

AWS CLI richtig verwenden

Zum Austausch von Dateien bietet sich für Unternehmen Amazon S3 an. Um das Hochladen über die Konsole zu beschleunigen, eignet sich das AWS Command Line Interface. Dabei gibt es jedoch einige Dinge zu beachten, gerade wenn es um das Verwalten von S3-Buckets geht, mit denen sich wiederum beliebige Verzeichnisse synchronisieren lassen.
Der Umgang mir der AWS CLI bedarf einiger Übung, stelt jedoch insgesamt kein Hexenwerk dar.
Beim AWS CLI handelt es sich um ein Open-Source-Tool auf Basis von AWS SDK for Python (Boto3). Es stellt eine Reihe von Befehlen für die Interaktion mit AWS-Services bereit. Mit geringem Konfigurationsaufwand und über ein klassisches Terminal-Programm lassen sich damit sämtliche Funktionen der AWS Management Console nutzen und darüber hinaus mithilfe von Skripten automatisieren. Über das CLI ist der Upload von Dateien über mehrere parallele Kanäle möglich, sodass sich die gesamte Bandbreite einer Netzwerkverbindung nutzen lässt. Das Interface bietet außerdem eine Synchronisierungsfunktion für den Abgleich eines lokalen Verzeichnisses mit einem S3 Bucket.

Für den Datenaustausch verwalten Sie S3-Buckets über AWS-S3-High-Level-Befehle. Diese unterstützen häufig genutzte Vorgänge wie das Erstellen, Entfernen und Auflisten von Buckets. So erstellen Sie etwa mit dem Kommando aws s3 mb einen neuen Bucket. Dabei müssen Sie eindeutige Bucket-Namen verwenden, die DNS-kompatibel sein sollten. Sie können Kleinbuchstaben, Zahlen, Bindestriche und Punkte enthalten, aber nur mit einem Buchstaben oder einer Zahl beginnen und enden. Ein Punkt neben einem Bindestrich oder einem weiteren Punkt ist unzulässig. Der für die Dateisynchronisation relevante Befehl aws s3 sync ermöglicht folgende Quell-Zielkombinationen:

  • Lokales Dateisystem zu Amazon S3
  • Amazon S3 zu lokalem Dateisystem
  • Amazon S3 zu Amazon S3
Das folgende Beispiel synchronisiert die Inhalte des aktuellen Arbeitsverzeichnisses mit einem S3-Ordner namens "path" im S3-Bucket "my-bucket". aws s3 sync aktualisiert dabei ausgehend vom Quellverzeichnis alle Dateien, die eine andere Größe oder Änderungszeit als die gleichnamigen Dateien im Ziel haben. Die Ausgabe enthält bestimmte Vorgänge, die während der Synchronisierung ausgeführt wurden. In diesem Beispiel wird das Unterverzeichnis "MySubdirectory" mitsamt seinen Inhalten rekursiv in "s3://my-bucket/path/MySubdirectory" synchronisiert:
$ aws s3 sync . s3://my-bucket/path
upload: MySubdirectory\MyFile3.txt to s3://my-bucket/path/
 MySubdirectory/MyFile3.txt
upload: MyFile2.txt to s3://my-bucket/path/MyFile2.txt
upload: MyFile1.txt to s3://my-bucket/path/MyFile1.txt
Normalerweise werden mit aws s3 sync fehlende oder veraltete Dateien beziehungsweise Objekte zwischen Quelle und Ziel nur kopiert. Sie können aber die Option "--delete" hinzufügen, um Dateien oder Objekte, die nicht im Quellverzeichnis vorhanden sind, aus dem Ziel zu entfernen. Mehr Informationen entnehmen Sie dem Online-Benutzerhandbuch [1] für die AWS CLI.
24.02.2019/ln

Nachrichten

PoE-Messgerät verspricht erhöhte Genauigkeit [21.05.2019]

IDEAL Networks bringt ein neues Analysegerät auf den Markt, das für genaue Messungen bei der Installation, Wartung und Fehlerdiagnose an PoE-Geräten und -Datenkabeln sorgen soll. Der kürzlich vorgestellte "PoE Pro" ermittelt laut Hersteller die PoE-Klasse, -Spannung, -Leistung und den -Typ. [mehr]

Blockchain-Forschung in Dortmund [15.05.2019]

Die NRW-Landesregierung bereitet die Gründung eines europäischen Blockchain-Instituts vor. Die Technologie soll es ermöglichen, Internet-Geschäfte schnell und fälschungssicher abzuwickeln. Angesiedelt werden soll das Zentrum zur Erforschung des so genannten "Internets der Werte" am Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik in Dortmund. [mehr]

Fachartikel

Sicherheit für Multi-Cloud-Umgebungen [17.04.2019]

Die richtige Kombination von Clouddiensten sorgt nicht nur für Flexibilität, sondern auch für Redundanz bei Fehlern oder Serverausfällen. Gleichzeitig darf die Einführung einer Multi-Cloud die Sicherheit nicht beeinträchtigen. Mit modernen Security-Lösungen lassen sich Anwendungen ohne geographische oder infrastrukturelle Einschränkungen sicher auf jedes Cloudmodell übertragen. Der Fachartikel erinnert daran, dass Unternehmen die Sicherheitsfunktionen der Provider sowie die Kontrollmöglichkeiten stets prüfen müssen. [mehr]

Im Test: Cloudcraft [28.01.2019]

Buchbesprechung

IT-Sicherheit

von Prof. Dr. Claudia Eckert

Anzeigen