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Grafikkarte austricksen

Wenn Sie im Unternehmen mehrere Mac minis ohne angeschlossenen Bildschirm via Fernzugriff verwenden, kann es vor allem bei der Nutzung von Grafikprogrammen zu ungewöhnlich langen Wartezeiten kommen. Sie müssen aber deshalb die Geräte nicht unbedingt austauschen oder umfangreich neu konfigurieren, wie der folgende Tipp zeigt.
Der Headless-Adapter imitiert einen angeschlossenen Bildschirm, um die GPU zu aktivieren.
Die beeinträchtigte Leistung beim Fernzugriff ist leider ein gängiges Problem, da im Headless-Betrieb die GPU deaktiviert wird und die CPU ihre Aufgaben übernimmt, was gravierende Leistungseinbußen zur Folge hat. Sie können dieses Problem jedoch einfach umgehen, indem Sie Display-Dongles von Zubehörherstellern wie fit-PC, NewerTech oder Adwits nutzen. Verfügbar sind die kleinen Helfer in Deutschland über Amazon oder eBay und sind mit einer Preisspanne zwischen 10 und 20 Euro sehr erschwinglich.

Das Dongle, das es in Ausführungen mit HDMI-, VGA-, Displayport- oder Mini-Displayport- Anschluss gibt, imitiert einen angeschlossenen Bildschirm mit meist fester Auflösung (Full-HD oder 4K) und veranlasst dadurch, dass die GPU aus dem Schlaf erwacht und ihre Arbeit wieder aufnimmt. Das Resultat: Sie können wieder auf den vollen Leistungsumfang Ihres Mac minis zurückgreifen und Ihre Anwendungen auch headless nutzen.

Der Tipp, einen Display-Dongle zu verwenden, ist übrigens nicht nur auf Mac minis beschränkt, sondern funktioniert an jedem Computer. Es sind hierzu keine Treiber zu installieren und keine weiteren Konfigurationen nötig. Die CPU übernimmt durch das Anschließen des Dongles nicht mehr die Arbeit der GPU und ist somit auch nicht mehr überfordert. Gerade beim Fernzugriff oder bei grafikintensiven Anwendungen wie Videostreaming zeigt sich die Leistung dann wieder wie gewohnt.
7.07.2019/Jamf/ln

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