Meldung

2023: Künstliche Intelligenz gehört zum Alltag

Künstliche Intelligenz hat längst den Weg aus den Entwicklungsabteilungen der Unternehmen herausgefunden. In so gut wie allen Bereichen findet die Technologie ihren Einsatz. Egal ob Produkte oder Prozesse – KI erkennt die Muster, zieht logische Schlüsse, trifft Entscheidungen und stellt Prognosen auf. Ein Ausblick des IT-Dienstleisters und Beratungsunternehmens Lufthansa Industry Solutions auf das KI-Jahr 2023 in fünf Thesen.
Wie geht es 2023 mit KI weiter? Lufthansa Industry Solutions hat fünf Thesen aufgestellt.
Von Nachhaltigkeit bis Fachkräftemangel: Lufthansa Industry Solutions hat fünf Thesen aufgestellt, warum 2023 ein Jahr der Künstlichen Intelligenz wird.

1. KI ist keine Zukunftsmusik, sondern Gegenwart
KI ist nicht mehr auf wenige Spezialfälle beschränkt, sondern kommt im Geschäftsleben überall zum Einsatz: sei es in der Produktion, dem Personalwesen, im Kundenservice oder bei der Steuerung der Lieferkette. Auch im alltäglichen Leben werden immer mehr Geräte und Prozesse über Embedded KI gesteuert, ohne dass der Anwender davon etwas merkt. Im Unternehmensumfeld arbeiten KI und Internet of Things (IoT) immer enger zusammen. So können beispielsweise die von einer Maschine erzeugten Daten dank KI in allen Bereichen der Wertschöpfungskette sinnvoll eingesetzt werden.

2. Große wie kleine Unternehmen können KI nutzen – ohne selbst Experten sein zu müssen
Künstliche Intelligenz ist nicht nur großen Konzernen mit breiter Technologieexpertise vorbehalten. Auch der Mittelstand kann heute auf komplexe KI-Anwendungen zurückgreifen, ohne sie selbst entwickeln zu müssen. Dies gelingt über Software-as-a-Service- (SaaS) und Low-Code-Werkzeugen, die inzwischen vielfältig verfügbar sind und einfach über Schnittstellen als Module eingebunden werden.

Statt der individuell entwickelten Spezialsoftware kommt dabei eine Standardanwendung zum Einsatz, die sich dem eigenen Zweck anpassen lässt. Kleinere Unternehmen profitieren zudem von der Entwicklung, auch aus geringeren Datenmengen oder aus einem Wust unterschiedlicher Datenquellen sowie -typen wertvolle Erkenntnisse generieren zu können.

3. Der Weg zum nachhaltigen Wirtschaften gelingt nur mit KI
Sustainability ist eines der Top-Themen für die Wirtschaft. Kunden, Investoren und Mitarbeiter erhöhen stetig den Druck, nachhaltig zu handeln. Und die Politik zwingt Unternehmen dazu, ihre Daten-, Rohstoff- und Warenströme immer im Auge zu behalten. Um nicht im "Information Overload" unterzugehen, sind die Firmen auf intelligente, maschinelle Unterstützung angewiesen. So werden mit Hilfe von KI beispielsweise Lieferketten optimiert und überprüft, Recycling-Prozesse schon in der Produkt-Designphase konzipiert oder auch effiziente Frachtrouten aufgestellt. Kurz: KI ist für den Weg in die Nachhaltigkeit unverzichtbar.

4. KI wird vom vermeintlichen Konkurrenten zum willkommenen Kollegen
Neue Technologien stoßen fast immer zuerst auf Ablehnung. In vielen Unternehmen begleitet die Belegschaft auch die Einführung von KI skeptisch. Zu groß ist die Angst vor einem Bedeutungs- oder Arbeitsplatzverlust. Aber es geht nicht darum, menschliche Arbeitskraft zu ersetzen. Stattdessen unterstützt die KI dabei, menschliche Fähigkeiten und Fertigkeiten zu verbessern. KI entlastet die Mitarbeiter von Routineaufgaben und schafft Raum für kreative Tätigkeiten. Mitarbeiter werden daher von KI profitieren und mehr Erfüllung in ihrer Arbeit finden. Und den Unternehmen hilft die Technologie ein Stück weit, ihren Fachkräftemangel zu lindern.

5. KI wird gezähmt, aber nicht kaputt reguliert
KI ist eine sehr machtvolle Technologie. Sie bietet vielfältige Möglichkeiten, die im Extremfall bis hin zur Massenüberwachung oder Manipulation reichen können. Deshalb bedarf es einer wirksamen und transparenten Regulierung, um Missbrauch zu verhindern und Berührungsängste abzubauen. So plant beispielsweise die EU in diesem Jahr mit dem AI Act, fragwürdigen KI-Anwendungen klare Grenzen zu setzen. Dass die Technologie damit zu stark ausgebremst oder beschnitten werden könnte, ist weniger wahrscheinlich. Zu groß ist der Nutzen bei ethisch verantwortungsvollem Einsatz.
17.01.2023/dr

Nachrichten

DE-CIX: Datenverkehr legt deutlich zu [16.01.2023]

Der Internetknoten-Betreiber DE-CIX verzeichnete im Jahr 2022 erneut einen deutlichen Anstieg des Datenverkehrs. Über die weltweiten Internetknoten wurden laut Messung des Betreibers im vergangenen Jahr mehr als 48 Exabyte (EByte) an Daten ausgetauscht. 2021 lag der gesamte gemessene Durchsatz noch bei 38 EByte – eine Steigerung innerhalb eines Jahres um über 25 Prozent. [mehr]

Durchsatz für die Gäste [4.01.2023]

Zyxel Networks stellt mit dem WAX630S einen Access-Point vor, mit dem Bildungseinrichtungen, Einzelhandelsgeschäfte und Hotels nun auch den neuen WiFi-6-Standard nutzen können. Mit sechs Funkstrecken (4x4:4 bei 5 GHz, 2x2:2 bei 2,4 GHz) sowie OFDMA- und MU-MIMO-Fähigkeiten verspricht der WAX630S hohe Geschwindigkeit und konstanten Datendurchsatz. [mehr]

Endlich 6 GHz [2.12.2022]

Fachartikel

Risiken und Kosten von Rechenzentren verringern [18.01.2023]

Rechenzentren werden geplant, gebaut, in Betrieb genommen und dann viele Jahre lang mehr oder minder unverändert genutzt. Doch die Anforderungen der betreibenden Unternehmen, die technologischen Möglichkeiten und die gesetzlichen Rahmenbedingungen ändern sich im Laufe der Zeit teilweise erheblich. Um hier böse Überraschungen zu verhindern, Kosten zu sparen und Risiken zu vermeiden, ist es notwendig, Defizite in Bestandsrechenzentren zu entfernen und Optimierungspotenziale zu nutzen. [mehr]

Buchbesprechung

The Security Culture Playbook

von Perry Carpenter und Kai Roer

Anzeigen