Fachartikel

Im Test: Solarwinds Network Configuration Manager 7.4.1

Kompliziert. So gestaltet sich meist das Management von komplexen, heterogenen Netzwerklandschaften, da sich die Bedienung über eine Vielzahl an unabhängigen Konsolen erstreckt. Abhilfe schaffen will hier der Network Configuration Manager von Solarwinds, indem er unabhängig vom Hersteller einen zentralen Zugang schafft und seinen Schirm über die gesamte Netzwerkinfrastruktur spannt. Wie gut das klappt, haben wir uns im Test angesehen.
Neben der Konfiguration liefert Solarwinds NCM zu jedem Gerät auch einige wesentliche Kenndaten.
Solarwinds hat sich darauf spezialisiert, für unterschiedliche und herstellerunabhängige Aufgaben Managementwerkzeuge zu entwickeln, die einen unternehmensweiten, zentralen Zugriff ermöglichen. So hatten wir in früheren Ausgaben schon Produkte wie den Virtualization Manager und den Storage Manager getestet. Diesmal haben wir uns den Network Configuration Manager (NCM) genauer angesehen. Dabei mussten wir gleich zu Anfang feststellen, dass dieses Werkzeug überaus umfangreich ist und sein Nutzen natürlich sehr davon abhängt, welche Netzwerkkomponenten jeweils zum Einsatz kommen. Nachdem unser Testnetz vergleichsweise klein war, haben wir NCM dort installiert, aber parallel dazu auch eine weitaus größere und mit den unterschiedlichsten Komponenten bestückte Solarwinds-Demoumgebung im Internet genutzt.

Auf diese Umgebung kann übrigens jeder interessierte Administrator problemlos zugreifen, ohne vorher irgendetwas einrichten zu müssen. Zu beachten ist allerdings, dass es sich hierbei um die komplette Solarwinds-Orion-Plattform handelt, in der NCM nur einen Baustein darstellt. Dabei wird auch ersichtlich, dass die ganze Lösung letztendlich von der Integration mehrerer Module enorm profitiert und der alleinige Betrieb von NCM nur einen Bruchteil der Möglichkeiten eröffnet. So sind gerade NCM und der Network Performance Monitor (NPM) so eng miteinander verknüpft, dass in Letzterem NCM standardmäßig integriert ist. Nichtsdestotrotz ist NCM in sich soweit abgeschlossen, sodass er als eigenständiges Modul problemlos genutzt werden kann.
Fazit
Wer eine größere Netzwerkumgebung zu administrieren hat und mit den Werkzeugen der Hersteller der genutzten Netzwerkkomponenten nicht zufrieden ist oder die Handhabung zu umständlich oder zu unübersichtlich findet, der sollte einen Blick auf Solarwinds' NCM werfen. Das herstellerunabhängige Tool vereint viele wichtige Funktionen, um die Verwaltung der Netzwerkgeräte zu vereinfachen und zudem die Sicherheit zu erhöhen.

Durch das automatische, regelmäßige Abspeichern der Konfigurationen lassen sich bei Ausfällen Ersatzgeräte weitaus schneller in Betrieb nehmen. Auch ermöglicht dies eine automatische Änderungsverfolgung sowie das Aufdecken von unerwünschten Änderungen. Die Nutzung von Konfigurationsvorlagen stellt auch über viele Geräte hinweg einheitliche Einstellungen sicher und erleichtert dem Administrator die Arbeit enorm. Die enthaltenen Compliance-Prüfungen weisen zudem gezielt auf Schwachstellen und Verwundbarkeiten hin.

In Hinblick auf empfehlenswerte Optimierungen haben wir nur wenig gefunden wie die nicht absolut durchgängige Sprachanpassung. Die Bedienbarkeit beeinträchtigt dies aber unserer Meinung nach nicht wesentlich. Gut gefallen hat uns die intuitive Bedienbarkeit, nicht optimal sind die  vorbereiteten Übersichtsseiten, die regelmäßig so lang sind, dass sie nicht auf einen Monitor üblicher Auflösung passen. Klar sollte sein, dass der NCM nur ein Modul innerhalb der Orion-Plattform von Solarwinds ist. Das Modul lässt sich problemlos eigenständig nutzen, die wirkliche Stärke sehen wir aber im Verbund mit den anderen Modulen der Plattform.

Den kompletten Test finden Sie in Ausgabe 08/2016 ab Seite 16.
25.07.2016/ln/Jürgen Heyer

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