Fachartikel

IAIT-Test: Asset Management mit Aagon ACMP 5.1

Mit Version 5.1 erweitert Aagon seine Management-Software ACMP um ein Asset Management-Modul, das dazu in der Lage ist, alle Wirtschaftsgüter im Unternehmen, von Computern bis hin zu Tischen und Stühlen, zu verwalten. Dieses wendet sich konkret an die Anforderungen des Mittelstands. Wir haben uns im Testlabor angesehen, was das neue Asset Management zu leisten vermag.
Das Asset-Management-Modul hat seinen festen Platz innerhalb der ACMP-Console.
Bei Aagons ACMP handelt es sich um eine umfangreiche, leistungsstarke Client Management Suite, die aus mehreren Modulen besteht. Dazu gehört zunächst einmal eine umfassende Automatisierungsfunktion zur Softwareverteilung und –automatisierung mit den so genannten Client Commands.

Fester Bestandteil ist auch der ACMP Software Detective, der sämtliche auf den Clients installierten Programme erfasst und in einer zentralen Datenbank ablegt. Die dabei gewonnenen Informationen fließen im Betrieb in das Lizenzmanagement ein und stellen zudem die Grundlage für die automatische Softwareverteilung mit ACMP dar. Ein Modul zum Verteilen von Betriebssystemen über das Netz, ein Helpdesk mit voll integriertem Ticket Management, diverse Optionen zum Paketieren von Software und vieles mehr gehören ebenfalls zum Leistungsumfang von ACMP. Einer der Vorteile von ACMP besteht darin, dass die Anwender immer nur die Module lizenzieren müssen, die sie auch wirklich benötigen und nicht darauf angewiesen sind, immer die komplette Suite zu bezahlen.
Das Asset Management
Bei einer Management-Lösung, die bereits über eine Inventarisierungsfunktion und eine zentrale Datenbank verfügt, ergibt es Sinn, auch gleich ein Asset Management-Modul mit einzubinden. Im Betrieb sind die Benutzer mit dem neuen Modul dazu in der Lage, sämtliche Aktivposten nach Kostenstellen, Anwendern und Standorten zu sortieren, zu filtern und Abschreibungssummen, Garantiedaten und Anschaffungskosten im Blick zu behalten. Das Asset Management übernimmt folglich alle zur Dokumentation und Pflege von Wirtschaftsgütern anfallenden Aufgaben.

Die Arbeit mit dem Asset Management
Das Asset Management-Modul präsentiert sich dem Benutzer nach dem Login bei der ACMP Management Console als aufgeräumtes Arbeitsfenster mit einer Baumstruktur auf der linken Seite und dem eigentlichen Arbeitsbereich rechts. Damit wurde es nahtlos in die übrigen Managementfunktionen von ACMP integriert. Die Baumstruktur umfasst alle im Unternehmen vorhandenen Assets und die Administratoren sind mit ihrer Hilfe dazu in der Lage, Assettypen zu verwalten, hinzuzufügen und zu löschen. Aagon hat bereits einige Assettypen vordefiniert, nämlich "Computers", "Displays", "Mobile Devices" und "Printers". Da wir mit der Asset Managementfunktion im Test nicht nur die genannten Komponenten verwalten wollten, sondern alle Geräte in unserem Netz, fügten wir zunächst einmal einen neuen Assettyp namens "Infrastructure" hinzu, der Geräte wie Router, Switches, WLAN Access Points und ähnliches aufnehmen sollte.


Bild 1: Beim Hinzufügen eines Assets zu ACMP lassen sich die meisten Daten über den Reiter mit den Detailinformationen erfassen.

Dazu mussten wir zuerst den Zielordner angeben, also die Hauptebene der Baumstruktur oder einen Unterordner. Auf diese Weise lässt sich die Infrastruktur in einem Unternehmensnetz sehr genau abbilden, es ist so beispielsweise möglich, unterhalb des Typs "Computers" noch Untergruppen für Server, Desktops und Notebooks anzulegen. Abgesehen davon benötigt der neue Assettyp noch einen Namen und – optional – eine Beschreibung.

Sobald das erledigt ist, kommt die Auswahl der zu verwendenden Standardfelder an die Reihe. Aagon hat auch hier schon einiges vordefiniert, zum Beispiel Stammdaten wie "Benutzer", "Hersteller", "Verkäufer", "Dienstleister", "Standort", "Abteilung" oder auch "Kostenstelle". Auf die weiteren vordefinierten Einträge gehen wir später noch genauer ein. Für die meisten Felder, die die IT-Verantwortlichen zu ihrem Assettyp hinzufügen, lassen sich bei Bedarf Standardwerte vorgeben, die das System beim Anlegen eines neuen Eintrags automatisch einfügt. Kommt beispielsweise bei allen zum jeweiligen Assettyp gehörenden Komponenten der gleiche Dienstleister zum Einsatz, so ergibt es Sinn, diesen direkt als Default-Wert vorzugeben, so dass die Anwender ihn nicht bei jedem Datensatz neu eingeben müssen, was viel Arbeit sparen kann.

Bei Bedarf ist es auch möglich, benutzerdefinierte Felder hinzuzufügen, bei denen Formatierung und Dateityp frei definierbar sind. Zum Schluss legen die Verantwortlichen noch fest, welche Benutzer und Gruppen die zu dem gerade definierten Typen gehörenden Assets sehen dürfen.

Hinzufügen eines Assets
Nachdem wir den Assettyp "Infrastructure" definiert hatten, legten wir im nächsten Schritt ein Asset für unseren Internet Router vom Typ Lancom 1781A an. Dazu öffneten wir den Assettyp und selektierten den Befehl "Hinzufügen". Danach erhielten wir Gelegenheit, den Eintrag mit einem Namen (in unserem Fall "Lancom 1781A") und einer Beschreibung zu versehen. Darüber hinaus konnten wir die oben erwähnten Stammdatenfelder wie "Benutzer", "Standort" und ähnliches befüllen. Die Definition eines Assets geht in der Praxis aber weit über die bereits genannten Möglichkeiten hinaus und es existiert eine Vielzahl zusätzlicher Felder. Neben den Stammdaten umfassen die zu einem Asset gehörenden Informationen beispielsweise zusätzliche Daten, wie das Modell, die Seriennummer und den Status ("in Benutzung", "eingelagert", "stillgelegt", "defekt", und ähnliches – diese Einträge lassen sich zum Lifecycle-Management nutzen). An gleicher Stelle findet sich auch die Inventarnummer, die ACMP auf Wunsch nach definierten Vorgaben wir Prä- und Suffix, Zahl der Stellen und ähnlichem automatisch generieren kann.

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22.08.2016/Dr. Götz Güttich, Institut zur Analyse von IT-Komponenten (IAIT)

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