Fachartikel

Bessere DevOps durch Continuous Testing

IT- und Software-Projekte werden immer komplexer und stellen hohe Anforderungen an unternehmensinterne Organisationsstrukturen und das Projektmanagement. Genau an dieser Stelle setzt DevOps an: Ziel des Betriebsansatzes ist die Verbesserung der Zusammenarbeit von Software-Entwicklern und IT-Abteilung sowie der damit einhergehenden Prozesse. Wie unser Artikel verdeutlicht, ist hierbei eine praxisorientierte Herangehensweise an das Thema essenziell – beispielsweise über Continuous Testing.
Ziel von DevOps ist es, die Zusammenarbeit zwischen IT- und Entwicklungs-Teams zu verbessern.
IT-Infrastrukturen in Unternehmen sind komplexe, sich ständig ändernde Gebilde, mit Auswüchsen bis ins Private der Nutzer, mit verkümmerten Enden und versteckten Einfallstoren. IT-Administratoren tun einiges, um die Systeme aktuell und sicher zu halten: vom Viele Entwicklungs-und IT-Abteilungen suchen nach Wegen, um interne Prozesse zu optimieren. Schnellere Innovationen, kürzere Einführungszeiten, mehr Entwicklungsqualität und Betriebseffizienz sowie mehr Zeit für Geschäftsziele sind hierbei wesentliche Aspekte, die DevOps für Unternehmen attraktiv machen.
DevOps als Mittel der Umstrukturierung
Laut einer von der Developer Week durchgeführten Studie sind Software-Entwicklung und IT-Betrieb in den meisten deutschen Unternehmen (54 Prozent) zwei getrennte Abteilungen. Vor allem große Unternehmen sehen sich deswegen mit der Herausforderungen konfrontiert, Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen IT- und Entwicklungs-Teams zu verbessern. Für eine bessere Kommunikation zwischen den unterschiedlichen Teams soll hier DevOps sorgen.

Im Wesentlichen versteht sich unter dieser Methode eine Veränderung der IT-Kultur, die die Beschleunigung der IT-Services durch die Einführung gemeinsamer Praktiken fokussiert. Durch die Kombination ehemals getrennter Teams soll hier das Verfolgen unterschiedlicher beziehungsweise gegenläufiger Ziele und Metriken unterbunden werden. Das Teilen von Ideen und Verbesserungsvorschlägen erzeugt effektiven Feedback-Austausch zwischen den Teams und führt Entwicklung, Testing und Betrieb wieder näher zusammen.

DevOps kann ebenfalls eingesetzt werden, um den Einsatz digitaler Technologien zu beschleunigen. Die zunehmende Programmierung und Automatisierung von Arbeitsprozessen ist gerade dann von Bedeutung, wenn Systeme in Produktion gehen oder kontinuierlich Anwendungs-Releases geliefert werden müssen. Bisher gab es hier in der Praxis oft Schwierigkeiten, da die Sichtweise auf die Systeme von Entwicklung und Betrieb von Grund auf verschieden sind. IT-Unternehmen nutzen DevOps-Praktiken vor allem, um die häufigeren Softwarefreigaben in der Softwareproduktion zu verankern und so die Time-to-Market für neue Produkte und Dienstleistungen zu beschleunigen und damit die Kundenzufriedenheit zu verbessern.

Bereits 40 Prozent der deutschen Entwickler arbeiten nach dem DevOps-Prinzip. 22 Prozent beschäftigen sich immerhin mit dem Gedanken, die Methode einzuführen. 58 Prozent der Befragten sprechen sich prinzipiell als Befürworter von DevOps aus, wie der Studie der Developer Week zu entnehmen ist. Doch nicht nur für Software-Entwickler bringt die Methode Veränderungen mit sich: Gleiches gilt für IT-Administratoren, und zwar in Bezug auf Veränderungen in den Arbeitsabläufen, aber auch bei der Zusammenarbeit mit der Entwicklungsabteilung.

Haben sich – vor allem in Großkonzernen – Entwickler und Administratoren bislang eher weniger untereinander ausgetauscht, gewinnt die übergreifende Zusammenarbeit beider Expertengruppen nunmehr an Bedeutung: Beispielsweise unterstützt DevOps Administratoren bei der Identifizierung von Ineffizienzen sowie dabei, diese in enger Abstimmung mit Software-Entwicklung und Qualitätssicherung anzugehen.

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12.10.2016/ln/Andreas Golze, Vice President Engineering & Assurance bei Cognizant Technology Solution

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