Fachartikel

Seite 2 - Monitoring in der Multicloud

AIOps verschafft Einblicke in Problemzonen
Bei AIOps handelt es sich um den Ansatz, im Rahmen der IT-Operations von einer KI Gebrauch zu machen. Mithilfe von maschinellem Lernen und Algorithmen können Analysen umfangreicher Datensätze, das Monitoring und Application Performance Management (APM) von Cloudanwendungen wesentlich schneller und effizienter bewältigt werden. Darüber hinaus sind AIOps-Plattformen in der Lage, Fehler und Auslöser von Performanceschwierigkeiten innerhalb der Cloudumgebung ausfindig zu machen.

Auf diese Weise nehmen sie IT-Fachleuten viele manuell-repetitive Tätigkeiten ab. Sie verschaffen diesen somit mehr Zeit, um die Ergebnisse, die die Plattform liefert, zu deuten und mögliche Auswirkungen auf den gesamten Geschäftsbetrieb genau zu beurteilen. Sie sind außerdem imstande, Fehlerquellen aufzuspüren und sie zu beseitigen, bevor sie sich negativ auf geschäftskritische Prozesse auswirken können. Konkrete Vorteile von AIOps ergeben sich in folgenden Punkten:

  • Detaillierte Insights: Die Insights, die die AIOps-Plattform liefert, bilden sowohl für IT-Führungskräfte als auch IT-Geschäftsentscheider die Grundlage für eine schnellere und fundierte Entscheidungsfindung.
  • Verkürzte Mean Time to Recover (MTTR): Da IT-Fachleute von der schnellen Fehlererkennung und der Möglichkeit profitieren, System- und Performancewiederherstellung automatisch durchführen zu lassen, lässt sich die Zeit bis zur Problembehebung wesentlich verkürzen.
  • Proaktives Monitoring: Leistungsdaten aller genutzten Cloudanwendungen lassen sich genau überwachen und mögliche Performance- und Systemausfällen verhindern. Somit ist garantiert, dass Qualität und Performance der Cloud-Services nicht abnehmen und geschäftskritische Anwendungen problemlos zur Verfügung stehen.
Eine zentrale Steuereinheit für plattformübergreifende Verwaltung
Um die Informationen, die die IT-Administration erreichen, auf bestmöglichem Wege beurteilen und managen zu können, muss eine zentrale Steuereinheit integriert werden (beispielsweise Cloud Foundry von Pivotal Software). In diese fließen die Informationen aus allen Bereichen ein. Diese können zum Beispiel aus dem Konfigurationsmanagement oder von IT-Service-Management-Tools kommen. Unter anderem lassen sich Performance überwachen und Workloads verwalten.

Neben den Anwendungs- und Ressourcendaten ist es wichtig, diese ebenfalls mit Geschäftsdaten zu verbinden. Mithilfe dieser Informationen kann die Steuerzentrale dann genau erfassen, welche Ereignisse in der IT-Umgebung Einfluss auf geschäftskritische Prozesse beziehungsweise den gesamten Geschäftsbetrieb nehmen.

Die intelligente Steuerzentrale ist nicht nur in der Lage, auf Komplikationen zu reagieren, sondern auch Ressourcen effizient zu verteilen und – falls nötig – neue zu schaffen. Sie erkennt nämlich, wenn die Auslastungskapazitäten erreicht oder nicht vollständig genutzt werden und kann daraufhin Ressourcen automatisch beim Anbieter dazu buchen oder wieder stornieren. Besonders ist hierbei, dass die Plattform automatisch differenzieren kann, welche Ressourcen gebraucht werden und welche nicht. Diese Fähigkeit steigert die Effizienz des Verwaltungsprozesses und entlastet die IT-Mitarbeiter.

Umfassendes Monitoring und Verzicht auf Datensilos
Mithilfe von AIOps in Verbindung mit der zentralen Steuerung sind IT-Spezialisten in der Lage, Performancefragen tiefgehend auf den Grund zu gehen, bis zum eigentlichen Code, auf dem die Anwendungen aufgebaut sind. Dieses Vorgehen funktioniert unabhängig von der Art und Anzahl der Clouddienste oder anderen Komponenten wie Containern oder Microservices, auf die ein Unternehmen zurückgreift. Mit diesem Lösungsansatz gehen Unternehmen eines der größten Probleme an, mit dem die Mehrheit der IT-Führungskräfte seit langem zu kämpfen hat: Dieses Problem besteht darin, dass Monitoringtools bisher für gewöhnlich nur Aufschluss über Auswirkungen auf einzelne Teile der IT-Landschaft geben und das Unternehmen nicht in ihrer Gesamtheit berücksichtigen.

Fazit
Da die einzelnen Bestandteile der IT-Umgebung bisher in Silos untergebracht wurden, konnte eine umfassende Betrachtung und Überwachung des gesamten Betriebs nicht stattfinden. Doch um Fehlern und Performanceschwierigkeiten erfolgreich entgegentreten zu können, bedarf es genau dieser Gesamtübersicht. Die Verbindung von AIOps und einer zentralen Steuereinheit zeigt dementsprechend auf, in welcher Wechselwirkung Leistungsdaten der Multicloud-Infrastruktur und der Unternehmenserfolg zueinanderstehen.

4.12.2019/ln/Karsten Flott, Sales Engineering Manager CER bei AppDynamics

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