Meldung

Mirth Connect mit PRTG überwachen

In vielen Kliniken überwacht der Kommunikationsserver NextGen (Mirth) Connect verschiedene Verbindungen und Schnittstellen zwischen eHealth-Applikationen. Da dort sensible Daten ausgetauscht werden und eine höchstmögliche Systemverfügbarkeit vorausgesetzt wird, sollte das System seinerseits möglichst detailliert überwacht werden. Für Nutzer von PRTG gibt es eine Möglichkeit, System- und Zustandsdaten aus Mirth nach PRTG zu übermitteln und dort zu visualisieren.
Die Übersicht zeigt verschiedene Metriken des Mirth-Channels "from_Encounter (HL7 ADT)" an: empfangen, gesendet, gefiltert und gepuffert.
Dies funktioniert mittels eines PowerShell-Skripts, das in der PRTG Script World zum Download erhältlich ist [1]. Seit der Version 4.3 besitzt Mirth eine REST-API, die durch das Skript abgefragt wird. Dadurch können Sie zwei Arten von Sensoren in PRTG anlegen. Der "Mirth System Health Sensor" liefert Systemwerte wie CPU-Last, freien Arbeitsspeicher und freien Festplattenspeicher. Um einzelne Schnittstellen zu überwachen, wird mit dem Channel-Sensor jeweils die Anzahl an gesendeten und empfangenen sowie fehlerhaften und gepufferten Nachrichten pro Channel gemonitort.

Durch diese Sensoren ist es nun möglich, wichtige Parameter des Kommunikationsservers zu überwachen und somit einen zentralen und wichtigen Teil der medizinischen Infrastruktur in PRTG zu integrieren. Die Sensoren lassen sich auch mit einem Template erzeugen, was die Integration vereinfacht. Durch regelmäßiges Ausführen der Auto-Discovery können Sie automatisiert neu angelegte Channels von Mirth direkt in PRTG integrieren.

Durch die Kombination mit dem "Business Process Sensor" lassen sich dann auch komplette Prozesse überwachen. Der Sensor ermöglicht es, mehrere Sensoren in einem Prozess zusammenzufassen, wodurch Abhängigkeiten sichtbar werden. So können Sie etwa das Quellsystem KIS, den Kommunikationsserver sowie das Zielsystem, beispielsweise das RIS, in einem Prozess wie etwa "Anfrage Radiologie" abbilden.

Dadurch lässt sich ein ganzheitliches Monitoring einrichten, das die Hardware, Software und logische Abläufe beinhaltet. Somit ist der Nutzer in der Lage, mit einem Blick den Zustand des Prozesses sowie den Zustand aller beteiligten Systeme zu erfassen. Eine Beschreibung des Business Process Sensor finden Sie im PRTG Benutzerhandbuch unter Link-Code [2].
28.10.2018/Paessler/ln

Nachrichten

Direktor des Monitorings [6.02.2019]

Der 'Icinga Director' ist ab sofort in Version 1.6.0 verfügbar und kommt mit Multi-Instance-Support, Configuration Baskets und verbesserten Health Checks daher. Diese laufen jetzt in Echtzeit und zeigen Statusänderungen sofort im Director-Dashboard durch Farbwechsel an. [mehr]

Application-Delivery in Azure [18.12.2018]

A10 Networks bietet seine Cloud-native Application-Delivery-Lösung mit Harmony Controller, vThunder ADC und Lightning ADC nun auch im Microsoft Azure Marketplace an. Der Harmony Controller ermöglicht ein zentrales Management und Analyse für die A10-Anwendungsdienste, einschließlich A10 Thunder ADC und Lightning ADC, SSLi, CFW und CGN in Multi-Cloud-Umgebungen zur Anwendungskonfiguration und Policy Management. [mehr]

Fachartikel

IAIT-Test: NetMotion Mobile Operational Intelligence-Plattform [13.11.2018]

Die zunehmende Nutzung mobiler Endgeräte stellt die IT-Abteilung vor neue Herausforderungen: Die Endanwender müssen nicht nur einen zuverlässigen und sicheren Weg haben, auf die IT-Ressourcen ihres Unternehmens zuzugreifen, sondern es ist auch erforderlich, dass die Leistung des Netzes sichergestellt wird. Von genauso großer Bedeutung: Das Vorhandensein einer Visibility-Lösung, die klarstellt, welche Komponenten bei wem zum Einsatz kommen und welche Nutzungstrends sich entwickeln. Abgesehen davon werden auch umfassende Werkzeuge zum Datenmanagement und zur Kostenkontrolle immer unverzichtbarer. Diese Thematik deckt NetMotion mit seiner Mobile Operational Intelligence-Plattform ab. IAIT hat sich im Testlabor angesehen, was diese Lösung an Besonderheiten bietet. [mehr]

Buchbesprechung

IT-Sicherheit

von Prof. Dr. Claudia Eckert

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