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Lizenzmanagement in Zeiten der Cloud

Die Cloud verändert vieles, auch das tradierte Management von Unternehmenslizenzen. Manche IT-Abteilungen fragen sich, ob Lizenzmanagement in Zeiten der Cloud überhaupt noch nötig ist oder ob durch die vermehrte Nutzung der Cloud vielleicht besondere Herausforderungen beim Lizenzmanagement auftreten. Wir beleuchten die wesentlichen Konzepte, die Sie beachten sollten.
Durch die vermehrte Nutzung der Cloud ergeben sich neue Herausforderungen beim Lizenzmanagement.
Da heute zumindest potenziell jeder Mitarbeiter die Möglichkeit hat, Software direkt aus der Cloud zu beziehen, ergeben sich für diejenigen, die für IT-Governance im Unternehmen verantwortlich sind, völlig neue Herausforderungen. Dazu zählt in erster Linie die Gefahr eines kompletten Wildwuchses, den Sie unterbinden müssen, um die Produktivität nicht zu schwächen. Die Lösung für dieses Problem bietet ein aktives Demand Management: Schaffen Sie damit eine unumstößliche Instanz bei der Beschaffung neuer Software. Nur so lässt sich ein Überblick über alle Software-Assets wahren und verhindern, dass es zu Compliance-Verletzungen und datenschutzrechtlichen Problemen kommt.

Ein effektives Demand Management basiert dabei auf drei Kernforderungen: Zunächst ist da die Etablierung eines zentralen Software-Einkaufs. Die Kontrolle über die Software-Installationen und die Nutzungsrechte liegen bestenfalls in einer Hand. Da die Integration neuer Add-ons oder SaaS-Lösungen in eine bestehende IT-Infrastruktur alles andere als trivial und meist sehr kostspielig ist, darf die Entscheidung, welche Software innerbetrieblich zum Einsatz kommt, keinem anarchischen Prinzip unterliegen.

Zum zweiten lautet die Empfehlung, alle Software-Anschaffungen in einem SAM-Tool zu spiegeln. Software-Assets lassen sich effizient nur mit einem SAM-Tool verwalten. Und da nicht administriert werden kann, was unbekannt ist, ergeben sich für das Demand Management folgende Aufgaben: Analyse des Softwarebestands, der Lizenzberechtigungen und des Lizenzverbrauchs, detaillierte Auflistung der Ausgaben für Cloud- und On-Premises-Lizenzen, Erweiterung der Lizenzverwaltung um eine Compliance- und Vertragsverwaltung, Konsolidierung von Verträgen und Berechtigungen.

Als dritter Punkt ist die Einführung verbindlicher Richtlinien für User und Admins zu nennen. Für ein erfolgreiches Demand Management ist es sinnvoll, gemeinsam mit der Personal- und der Rechtsabteilung verbindliche Richtlinien für den Umgang mit den IT-Assets zu entwickeln. Lizenzerwerb und -nutzung sollten integraler Bestandteil der Security-Schulungen der Mitarbeiter sein, um sie auf potenzielle Risiken und Kosten von Cloudsourcing hinzuweisen. Ebenso sollten die Administratoren in Informationsveranstaltungen verpflichtet werden, die vorgegebenen Regeln zur Lizenzbeschaffung strikt einzuhalten.
9.02.2020/Relicense/ln

Tipps & Tools

Download der Woche: Sniptool [19.02.2020]

Die meisten Screenshot-Werkzeuge sind in ihrem Umfang eingeschränkt und bieten keine oder nur wenige Funktionen zur Bildbearbeitung. Mit dem kostenlosen Programm "Sniptool" können Sie mehrere Screenshots erstellen und diese in einer Oberfläche kombinieren. Darüber hinaus lassen sich die Bilder mit Text, Pfeilen und verschiedenen Formen versehen. [mehr]

Mit 1820 Servern zum Supercomputer [18.02.2020]

52 Petaflops – also 52 Billiarden Operationen pro Sekunde – beträgt die Leistung des unlängst in Betrieb genommenen Supercomputers HPC5. Laut dem italienischen Gas- und Erdölkonzern Eni handelt es sich dabei um den derzeit schnellsten Supercomputer in privatwirtschaftlicher Hand. Der Rechner steht in einem Green Data Center des Unternehmens südlich von Mailand und nutzt vor Ort erzeugte Solarenergie zur Reduzierung der Emissionen. [mehr]

Fachartikel

Mit dem Windows Performance Toolkit Leistungsengpässe finden (2) [17.02.2020]

Mit dem Windows Performance Toolkit lassen sich Leistungsengpässe sowie Startprobleme und Verzögerungen von Anwendungen messen. Im Gegensatz zur Windows-internen Leistungsüberwachung arbeitet das Tool nicht mit Indikatoren, sondern verwendet eigene Messpunkte. Die neue Version des Werkzeugs ist für Windows Server 2012 R2 / 2016 und Windows 10 optimiert, lässt sich aber auch für ältere Windows-Server-Versionen einsetzen. Im zweiten Teil gehen wir abschließend darauf ein, wie Sie Messdateien mit WPA auswerten und Systeminformationen zu Servern anzeigen. [mehr]

Buchbesprechung

Technik der IP-Netze

von Anatol Badach und Erwin Hoffmann

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