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Windows-7-Supportende meistern

Am 14. Januar 2020 war Stichtag für das Supportende von Windows 7, mit einer kostenpflichtigen Option auf Verlängerung. Sie fragen sich vielleicht, ob es eine Alternativen zum direkten Umstieg auf Windows 10 gibt. Wir zeigen Ihnen drei Szenarien, wie Sie mit dem Supportende umgehen können.
Unser Tipp zeigt Ihnen drei Wege für den Umstieg von Windows 7 auf Windows 10.
Das Supportende von Windows 7 war lange angekündigt. Jetzt ist es da, zumindest wenn Sie für weiteren Support nicht zahlen möchten, um keine Sicherheitslücken zu riskieren. Aber Achtung: Am 13. Oktober läuft auch Office 2010 aus – dann beginnt das Spiel von vorne. Es gibt aktuell drei Szenarien, wie Sie mit dem Supportende umgehen können:

Weg 1: Sie setzen weiterhin auf Windows 7 mit kostenpflichtigem Support. Sie erhalten dann bis 2023 weitere Sicherheitsupdates und sichern damit Ihre Unternehmensdaten gegen neue Angriffsvektoren. Zudem haben Sie bis dahin Zeit, einen Roll-out-Plan aufzusetzen und durchzuführen. Sie arbeiten dann weiterhin in einer stabilen Umgebung und müssen ihre selbst entwickelten oder zugekauften Add-ons für integrale Office-Bestandteile nicht anpassen. Microsoft lässt sich diese Dienstleistung allerdings einiges kosten. Sie müssen pro Lizenz und Jahr mit einem zwei bis dreistelligen Betrag rechnen. Außerdem wird Windows 7 von neuer Hardware nicht mehr unterstützt.

Weg 2: Sie steigen sofort um auf die neueste Windows-10-Version. Dabei haben Sie immer noch die Möglichkeit, eine On-Premises-Lizenz zu erwerben und die Cloudlizenz nur für einen Teil Ihrer Mitarbeiter zu nutzen. Sie haben bei diesem Weg den Vorteil, dass neueste Hardware und neueste Windows-Apps unterstützt werden. Außerdem ist das Supportende der LTSB-Variante erst Ende 2026 – so haben Sie genügend Vorbereitungszeit bis zu einem erneuten Umstieg. Allerdings bedeutet ein Upgrade einmalig einen hohen zeitlichen und damit auch finanziellen Aufwand. Zudem kann die Produktivität leiden, bis Updates auf allen Rechnern laufen und die Mitarbeiter sich in die neue Oberfläche und Funktionen eingearbeitet haben. Nicht zuletzt müssen Sie selbst entwickelte und zugekaufte Add-ons für das Upgrade auf Windows 10 anpassen. Im schlimmsten Fall arbeiten existierende Individuallösungen nicht mit der neuen Version zusammen.

Weg 3: Sie nutzen eine gebrauchte Windows-10-Lizenz von 2016/18. Eine Alternative wäre dann auch eine gebrauchte Version 2016 des Professional Desktop (Office Professional Plus, Windows Professional Upgrade und Core CAL Suite) als Volumenlizenz im Enterprise Agreement. Sie löst zugleich das anstehende Supportende von Office 2010 im Oktober 2020. Auf der Haben-Seite können Sie dann verbuchen, dass Sie bis zu 70 Prozent der Kosten gegenüber der neuesten Windows-10-Version sparen. Die Nutzung bereits ausgereifter Software trägt erheblich zur Stabilität Ihrer IT-Infrastruktur bei. Außerdem bleibt der Herstellersupport bis 2025 bestehen; genügend Zeit also für einen Roll-out zum Supportende. Nachteilig ist, dass Ihnen der Zeitaufwand, den Sie in das Upgrade auf Windows 10 stecken müssen, auch bei der gebrauchten Lizenz nicht erspart bleibt. Zudem muss hier ebenso die Integration bestehender Add-ons gewährleistet sein.

Für die Zukunft sollten Sie sich mindestens zwei Jahre vor Auslaufen einer Version eine Erinnerung setzen beziehungsweise die Benachrichtigungen über Microsoft ernstnehmen. Denn diese Zeit benötigen mittlere und große Unternehmen im Schnitt, um die Implementierung der neuen Version zu planen und durchzuführen.
13.03.2020/Relicense/ln

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