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Neuer Rechner für die ISS

Forschungsprojekte im All sind nicht nur anspruchsvoll, sondern setzen auch die passende Rechenleistung voraus. Mit dem Spaceborne Computer-2 von Hewlett Packard Enterprise sollen Astronauten und Weltraumforscher an Bord der Internationalen Raumstation die Dauer von Experimenten von Monaten auf Minuten verkürzen können.
Rechenleistung im All: Der Spaceborne Computer-2 soll am 20. Februar zur ISS starten.
Die Einsatzfelder reichen von der medizinischen Bildverarbeitung und DNA-Sequenzierung bis zur Analyse von Daten aus einer Vielzahl von Sensoren und Satelliten. Der Spaceborne Computer-2 soll am 20. Februar 2021 mit der Frachtmission Cygnus NG-15 zur ISS gebracht und soll dort in den nächsten zwei bis drei Jahren für Forschungsprojekte eingesetzt werden.

Mit dem Spaceborne Computer-2 (SBC-2) entwickeln HPE [1] und die NASA das Konzept seines Vorgängers weiter. Dabei wurde getestet, ob nur mittels Software gehärtete, handelsübliche Standard-Server den Erschütterungen eines Raketenstarts ins All standhalten und unter Weltraumbedingungen wie Schwerelosigkeit und starker kosmischer Strahlung fehlerfrei funktionieren können. Das Projekt ist Teil der NASA-Mission für bemannte Raumfahrt zum Mond, Mars und darüber hinaus, wo eine zuverlässige Datenverarbeitung und Kommunikation eine entscheidende Voraussetzung ist. Der einjährige Test war erfolgreich.

Der SBC-2 bietet im Vergleich zum Vorgänger die doppelte Rechenleistung und beruht auf Edge-Computing-Systemen in Kombination mit handelsüblichen Servern. Damit können zum Beispiel Satelliten- und Kameradaten in Echtzeit ausgewertet werden. Zur Ausstattung gehören auch Grafikprozessoren (GPUs), um hochauflösende Bilder zu verarbeiten, etwa Aufnahmen von Polkappen auf der Erde oder medizinische Röntgenbilder. Damit sollen auch Projekte mit künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen umgesetzt werden. Durch die Verfügbarkeit dieser Rechenkapazitäten auf der ISS sind die Astronauten nicht auf Server auf der Erde angewiesen. Das ist ein wichtiges Kriterium für das Weltraum-Computing, da die Signalübertragung sehr lange dauern kann – zwischen Erde und Mars beispielsweise rund 20 Minuten.

HPEs Edge-Computing-Technologien werden auf der Erde typischerweise in unwirtlichen, abgelegenen Umgebungen eingesetzt, etwa Öl- und Gasraffinerien oder in Fabriken. Spaceborne Computer-2 nutzt das "HPE Edgeline Converged EL4000 Edge System", das Erschütterungen und hohen Temperaturen standhalten kann und speziell zur Analyse von großen Datenmengen verteilter Geräte und Sensoren entwickelt wurde. In Kombination mit dem Server HPE ProLiant DL360 wird auch das Höchstleistungsrechnen oder künstliche Intelligenz unterstützt.
12.02.2021/dr

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