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Ein Jahr Home Office – Licht und Schatten

Durch die Corona-Pandemie arbeiten viele Beschäftigte seit über einem Jahr weitgehend oder sogar ganz im Home Office. Cyberkriminelle hatten deshalb oft leichtes Spiel. Einer Umfrage des TÜV SÜD zufolge haben Unternehmen ihre Sicherheitsstrategien mittlerweile aber angepasst. Wenig tun können IT-Verantwortliche jedoch meist gehen eine mangelhafte Internetleistung. Gemäß einer weiteren Studie klagen über ein Drittel aller Mitarbeiter daheim über hohe Latenzen und Verbindungsprobleme.
Der Datenverkehr aus dem Büro (orange) und der aus dem Home Office (gelb) haben sich im vergangenen Jahr stark angenähert.
Fast über Nacht schickten viele Unternehmen ihre Belegschaft im ersten Lockdown zum Arbeiten nach Hause. Allerdings oft, ohne für eine sichere IT-Infrastruktur oder Mitarbeiterschulungen zur Cybersicherheit zu sorgen. Hackerbanden nutzen das, die Zahl der Phishing-E-Mails und Malware-Attacken stieg deutlich an. Heute, nach einem Jahr Home Office, scheinen viele Unternehmen ihre Hausaufgaben mit Blick auf mehr IT-Sicherheit und Schulungen erledigt zu haben – zumindest stellen sie sich selbst gute Noten dafür aus:

Laut einer repräsentativen Umfrage von TÜV SÜD [1] geben 39 Prozent der befragten Unternehmensentscheider an, alle Mitarbeiter im Home Office mit einer sicheren IT-Infrastruktur und einem VPN-Zugang ausgestattet zu haben. Bei den Mitarbeiterschulungen zum Thema Cybersicherheit zeigt sich ein ähnliches Bild. Dort, wo Home Office möglich ist und ausgeübt wird, bekundeten 29 Prozent der Befragten, das alle Mitarbeiter geschult wurden, um Phishing-Mails, Malware und CEO-Fraud zu erkennen.

Um die Stabilität und Schnelligkeit des Internetzugangs ist es offenbar nicht so gut bestellt. Eine aktuelle Online-Umfrage von DE-CIX [2] ergab, dass ein Drittel der deutschen Verbraucher mehrfach wöchentlich bis sogar täglich Verzögerungen bei der Internetnutzung daheim erlebt. Besonders betroffe seinen davon erwartungsgemäß diejenigen, die sowohl beruflich auf Home Office angewiesen sind (41 Prozent) als auch für ihre schulpflichtigen Kinder, die Möglichkeit zum Fernunterricht in Anspruch nehmen (20 Prozent).

Welche Daten dann eventuell langsamer durch die Leitungen laufen, hat wiederrum Zscaler [3] untersucht und dabei einen Blick auf die Zscaler Cloud geworfen, die täglich 150 Milliarden Transaktionen sichert. Das Datenvolumen betreffend liegt hier das E-Mailprogramm Outlook auf dem ersten Platz, mit einem Datenaufkommen von 240 TByte. Auf dem zweiten Platz folgt das Kollaborationtool von Microsoft OneDrive mit 195 TByte. Auf dem dritten Platz liegt mit Youtube (132 TByte) die erste Anwendung, die eher dem Zeitvertreib zuzuordnen ist.
23.03.2021/ln

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