Meldung

Münchner Stadtrat beschließt bedingte Rückkehr zu Open Source

Rund vier Jahre nach dem spektakulären Ende des LiMux-Projektes hat sich der Münchner Stadtrat für eine Rückkehr zu quelloffener Software für seine Verwaltung entschlossen – zumindest wo immer das "technisch und finanziell sinnvoll" sei.
Der Münchner Stadtrat beschloss eine zwingende Begründung für künftige proprietäre Software-Eigentwicklungen.
Münchnes 2009 begonnener öffentlichkeitswirksamer Umstieg des Großteiles der städtischen Verwaltungsrechner von proprietärer auf quelloffene Software unter dem Schlagwort LiMUX fand im Jahr 2017 ein ebensolches Ende: Die Stadt beschloss, ihre Verwaltungs-IT wieder mit proprietärer Software auszustatten. Im Sommer letzten Jahres wiederum begann eine erneute Kehrtwende via Koalitionsvertrag des damals frisch gewählten rot-grüne Stadtrats, die in dessen Vollversammlung am 5. Mai nun verabschiedet wurde. Wie es im betreffenden Beschluss [1] heißt, realisiert die Landeshauptstadt München "selbst entwickelte Software unter Berücksichtigung aller relevanten und rechtlichen Faktoren als Open Source Lösungen und beschafft priorisiert Open-Source-Lösungen, wo immer technisch und finanziell sinnvoll".

Im Rahmen des erneuten Umstiegs plant der Stadtrat auch Contribution Rules in Anlehnung an andere Open-Source-Software-Organisationen zu erstellen und für den Ansatz "Öffentlich finanzierte Software öffentlich zugänglich machen" in kommunalen Spitzenverbänden zu werben. Allerdings sieht sie trotz übereinstimmenden Gedankenguts davon ab, die Kampagne "Public Money? Public Code!" der Free Software Foundation Europe (FSFE) offiziell zu unterstützen. Denn sie sieht auf formal-gesetzlicher Basis nicht dazu in der Lage, die Voraussetzung zu erfüllen, öffentlich finanzierte Software zu veröffentlichen.
14.05.2021/mh

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