Meldung

noyb will "Cookie-Banner-Wahnsinn" ein Ende setzen

noyb will sich gegen weitverbreitete, rechtswidrige Cookie-Banner wehren. Dazu hat der österreichische Datenschutz-Verein diese Praxis nun zunächst bei über 500 Webseiten-Betreibern aus ganz Europa beanstandet.
Beanstandungen von noyb enden mit formalen Beschwerden, falls Unternehmen eine Frist von einem Monat nicht nutzen, um ihre Cookie-Banner nachzubessern.
Wie noyb [1], der in Österreich ansässige Datenschutz-Verein betont, müssen Webseiten-Besucher nach der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in puncto Cookie-Banner eine einfache Ja/Nein-Option nutzen können. Um gegen das weitverbreitete Problem vorzugehen, dass die meisten Banner diese Anforderung nicht erfüllen, hat noyb (Name ist Abkürzung für "none of your business") eine Software entwickelt, die verschiedene Arten von rechtswidrigen Cookie-Bannern automatisch erkennt. Im Anschluss generiert das Programm ebenso automatisiert eine DSGVO-Beschwerde, während das juristische Team von noyb jede Website mit eigenen Augen überprüfe.

Die in den Cookie-Banner-Checks überführten Unternehmen erhalten daraufhin einen formlosen Beschwerdeentwurf per E-Mail inklusive einer Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie sie ihre Softwareeinstellungen ändern können. Wenn ein solches Unternehmen seine Einstellungen jedoch nicht innerhalb eines Monats ändert, werde die sich auch als "Europäisches Zentrum für digitale Rechte" bezeichnende Nichtregierungsorganisation (NGO) Beschwerde bei der zuständigen Behörde einbringen, die ein Bußgeld von bis zu 20 Millionen Euro verhängen können soll.

In einer ersten Beanstandungswelle hat noyb jüngst Beschwerden an 560 Websiten-Betreiber aus 33 Ländern – darunter laut Datenschützer alle EU/EWR-Mitgliedsstaaten außer Malta und Liechtenstein – übermittelt. Die betroffenen Unternehmen sollen von großen Playern wie Google oder Twitter bis hin zu lokalen Seiten mit hohen Besucherzahlen reichen. Im Laufe des Jahres 2021 will noyb bis zu 10.000 solcher Beschwerden aussenden.

Wie noyb betont, fallen, anders als bei "Abmahnungen" die gerade in Deutschland problematische Ausmaße angenommen hätten, für die betroffenen Unternehmen keine Kosten an. Stattdessen werde das Projekt durch Spenden der rund 4 000 Fördermitglieder der NGO finanziert.
8.06.2021/mh

Tipps & Tools

Mein erster Laptop [25.09.2021]

Wer im Home Office arbeitet und kleine Kinder zuhause hat, kennt die schwierige Balance zwischen Konferenzschaltung und gleichzeitig Aufmerksamkeit schenken. Eine gute Lösung scheint hier das Holz-Notebook "My First Computer" zu sein. Mit dem altersgerechten Laptop werden garantiert keine Daten gelöscht oder Tastaturen auseinandergebaut. [mehr]

Download der Woche: Power Automate Desktop [22.09.2021]

Wenn Sie im Programmieren nicht so versiert sind, zur Arbeitserleichterung aber dennoch bestimmte Abläufe wiederholen wollen, sollten sie sich das kostenfreie Microsoft-Tool "Power Automate Desktop" genauer ansehen. Es zeichnet Ihre Aktionen als sogenannte Flows auf und kann sie später für eine Automatisierung jederzeit wieder abspielen. [mehr]

Fachartikel

Windows Server 2019: Erstellen und Verwalten von Snapshots (3) [20.09.2021]

Snapshots, oder auch Prüfpunkte, sichern VMs vor Konfigurationsänderungen oder dienen als Backup. Im Idealfall lassen sich VMs damit bei Problemen in wenigen Sekunden in den ursprünglichen Zustand zurücksetzen. Produktionsprüfpunkte berücksichtigen bei dieser Art der Sicherung sogar die aktuellen Workloads. Wir zeigen, wie Sie optimal mit Prüfpunkten arbeiten und dabei serverseitige Leistungseinbrüche verhindern. Im dritten und letzten Teil der Workshopserie erklären wir, wie sie Prüfpunkte richtig löschen und was beim Sonderfall Hyper-V-Cluster zu beachten ist. [mehr]

Buchbesprechung

Windows 10 Power-Tipps

von Günter Born

Anzeigen