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Januar-Patches schießen Windows Server ab

Die jüngsten Updates für Windows Server können offenbar schwerwiegende Probleme verursachen. So berichten Administratoren von laufend rebootenden Domänencontrollern, nicht mehr startenden Hyper-V-Umgebungen und unzugänglichen ReFS-Laufwerken. Lösen lassen sich die Schwierigkeiten bislang nur durch die Deinstallation der Januar-Updates.
Die jüngsten Windows-Server-Updates können Admins Kopfschmerzen bereiten.
Die kürzlich veröffentlichten Updates KB5009624 für Windows Server 2012 R2, KB5009557 für Windows Server 2019 und KB5009555 für Windows Server 2022 verursachen einem Bericht von Bleepingcomputer [1] zufolge mitunter gravierende Probleme. So würden Domänencontroller in eine Bootloop geschickt, indem die Server alle paar Minuten neu starten. Verursacher scheint der Dienst LSASS zu sein. Der zugehörige Prozess verbrauche zunächst die gesamte CPU-Leistung und werde schließlich terminiert, was zu einem automatischen Neustart des Servers führe.

Admins beklagen sich ebenfalls über ein nicht mehr startendes Hyper-V, insbesondere unter Windows Server 2012 R2. Die Ursache hierfür dürfte auch hier wohl in Security-Patches liegen, die Sicherheitslücken stopfen sollten. Zu allem Überfluss scheinen die Januar-Updates auch ReFS-Laufwerke unbrauchbar zu machen. Sie sind demnach nicht mehr zugänglich oder würden im unformatierten RAW-Format angezeigt. NTFS-Volumes scheinen hiervon nicht betroffen. Immerhin: Nach der Deinstallation der Updates scheinen die ReFS-Laufwerke wieder verfügbar zu sein. Auch die anderen Schwierigkeiten lassen sich auf diese Weise lösen, auch wenn dann die Gefahr von ausnutzbaren Sicherheitslücken entsteht.

Die Befehle für die Deinstallation der Patches lauten:

Für Windows Server 2012 R2: wusa /uninstall /kb:KB5009624
für Windows Server 2019: wusa /uninstall /kb:KB5009557
und für Windows Server 2022: wusa /uninstall /kb:KB5009555
13.01.2022/dr

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