Meldung

Für mehr Nachhaltigkeit: Organisationen fordern freien Softwarezugang

Insgesamt 38 Organisationen aus dem Umwelt-, Wirtschafts- und Technologiesektor haben einen an die EU-Gesetzgeber gerichteten offenen Brief unterzeichnet. Darin fordern sie das universale Recht, jede Software auf jedem Gerät zu installieren. Dieses Recht diene nicht zuletzt der Wiederverwendbarkeit und Langlebigkeit von ITK-Geräten.
Anlass des offenen Briefs ist die Neudefinition der Ökodesign-Kriterien für Produkte innerhalb der EU.
Laut der Free Software Foundation Europe (FSFE) werden Nutzer, die ihre ITK-Geräte länger benutzen oder ihre Hardware auf kreative Weise wiederverwenden möchten, heutzutage von einer Vielzahl von Softwarebarrieren daran gehindert: von der allgemeinen Obsoleszenz, über ein überraschendes Ende des Supports, von der Ersatzteil-Serialisierung bis zum gesperrten Bootloader. Insgesamt würden so eine Reihe von künstlichen Einschränkungen der Weiternutzung und Wiederverwendung von Hardware durch Software auferlegt, die sich weder von den Anwendern selbst noch von professionellen Drittanbietern überwinden lassen.

Wie die FSFE betont, lösen freie Softwarelizenzen im Gegensatz dazu viele dieser Problematiken auf. Das sei wiederum wichtig für ein umweltfreundliches Design elektronischer Produkte und die Nachhaltigkeit der Hardware. Das ist die Kernbotschaft eines offenen Briefes an die EU-Gesetzgeber, den die Vereinigung verfasst hat und 37 europäische Organisationen und Unternehmen mitgezeichnet haben [1]. Hintergrund der Aktion sind die aktuellen Bestrebungen der Europäischen Union, die aktuellen Ökodesign-Kriterien für Produkte innerhalb der EU neu zu definieren. Die derzeit gültigen stammen laut FSFE aus dem Jahr 2009 und enthalten keinerlei Kriterien bezüglich der Art und der Lizenzierung von Software. Ziel der Neuregulierung müsse die Verlängerung der Nutzungszeit von Hardware und Fortschritte zugunsten einer nachhaltigen Nutzung elektronischer Geräte sein.

Im Detail fordert der offene Brief, der unter anderem von mehreren großen Reparaturbündnissen und weiteren Organisationen aus dem Umwelt-, Wirtschafts- und Technologiesektor wie iFixit, Open Source Business Alliance, Wikimedie DE, Digitalcourage und die European Digital Rights Initiative mitgezeichnet wurde, das Recht auf die freie Wahl von Betriebssystemen, Software und Dienstleistungen für alle Nutzer. Er unterteilt dieses Recht dazu in die vier Kernforderungen: das universelle Recht, jede Software auf jedem Gerät zu installieren, die freie Wahl des Online-Diensteanbieters, die Genehmigung ausschließlich interoperabler und kompatibler Geräte sowie die Veröffentlichung des Quellcodes von Treibern, Tools und Schnittstellen.
3.05.2022/mh

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