Fachartikel

Anwenderbericht: Eigene IT versus Cloud

Nach Meinung vieler Marktbeobachter steht der Zukunft, in der die IT "aus der Steckdose" kommt, nichts mehr im Wege. Die IT-Abteilungen mittelständischer Unternehmen stehen somit im Wettbewerb mit Cloud-Anbietern wie Microsoft, Google und Amazon. Die IT-Verantwortlichen beim WEKA-Fachverlag in Kissing sind jedoch der Überzeugung, dass eine gut aufgestellte IT-Abteilung den Cloud-Anbietern in puncto Kosten mindestens ebenbürtig und bei der Servicequalität überlegen ist. In unserem Anwenderbericht erfahren Sie, warum die eigene IT kein Auslaufmodell sein muss.
Die eigene IT muss der Cloud mit ihren Mitteln Konkurrenz machen, kann dabei aber deutlich geerdeter sein als die großen Anbieter
Klaus Holster, Director IT Services beim WEKA-Fachverlag in Kissing, sieht durch den Substanzverlust der internen IT "große Probleme auf die Unternehmen zukommen". Eine leistungsfähige IT-Abteilung müsse sich vor den Cloud-Anbietern aber nicht verstecken. Holster ist seit 2007 bei WEKA und leitet die Abteilung IT Services, die als interner IT-Dienstleister für die ganze WEKA Business Information Gruppe verantwortlich ist. In diesem Zeitraum hat er zusammen mit dem Ulmer IT-Servicepartner systemzwo seinen Bereich konsequent umgebaut: von der herkömmlichen IT-Abteilung hin zum internen Lösungsanbieter mit einem hochverfügbaren Rechenzentrum und 7 x 24 Stunden-Support für seine Kunden innerhalb der WEKA Business Information Gruppe.

Mit harmonisiertem Wissen über 300 Server verwalten
Die Entscheidungen, die dazu geführt haben, wurden alle unter dem Gesichtspunkt getroffen, die Infrastruktur, die Systeme und die Organisation so zu vereinfachen, dass sic h mit einer kleinen, motivierten Mannschaft eine standardisierte Umgebung qualitativ sehr hochwertig betreiben lässt. "Personal wird heute in Unternehmen eher als teure Ressource gesehen. Das trifft auch auf uns zu. Ich kann also nur auf eine begrenzte Mannschaft zurückgreifen." so Holster. "Dementsprechend steht uns auch nur begrenztes Potential und Know-how zur Verfügung, das in der Mannschaft bei aller Anstrengung vorhanden sein kann. Diese Spezialisten konzentrieren wir jetzt auf wenige Systeme, also zum Beispiel nicht auf drei verschiedene Virtualisierungstechnologien, die alle im Grunde dasselbe leisten, sondern auf eine einzige, sehr leistungsfähige."

Servicepartner systemzwo half dem Bereich IT-Services von WEKA, die Komplexität und Komponentenvielfalt aus den Serverräumen zu verbannen und viele wichtige Abläufe zu standardisieren. Das Wissen zum Betreiben des Systems wurde innerhalb der Abteilung harmonisiert: Weniger Mitarbeiter können nun mehr – aktuell zirka 300 virtuelle – Server im Rund-um-die-Uhr-Betrieb verwalten.

Konkurrenzfähig durch hohe Leistungsdichte und Standardisierung
Bei internen Ausschreibungen stehen Holster und sein Team mit ihrer neuen Infrastruktur mittlerweile regelmäßig in Konkurrenz zu den großen Cloud Computing-Anbietern: "Wir schlagen die Großen mit ihren eigenen Waffen. Wenn ein Cloud-Anbieter virtualisierte Lösungen aus seinem Rechenzentrum anbietet, dann basiert dies in der Regel auf der gleichen Technologie, die wir hier in Kissing einsetzen. Wir haben hier die gleichen Server stehen und setzen die gleiche Software ein. In einem kleineren Rechenzentrum, mit einer kompakteren und flexibleren Mannschaft erbringen wir heute eine kundenorientierte Dienstleistung, die technisch auf der gleichen Grundlage wie die der großen CC-Anbieter steht. Mit einer sauber aufgesetzten, konzentrierten Infrastruktur, mit einer hohen Leistungsdichte und einem hohen Grad an Standardisierung und Zuverlässigkeit ist man als firmeninterner IT-Dienstleister durchaus in der Lage, auch über den Preis gegen Outsourcing-Dienstleister im Bereich des Lösungs-Outsourcing zu konkurrieren – selbst gegen die großen Namen der Branche."

Ein wichtiges Projekt konnten die Kissinger im Sommer 2011 bei den Kollegen in Wien gewinnen. Dort hat man sich für deren Angebot zum Bereitstellen des E-Mail-Servers und Webhostings entschieden. Klaus Holster dazu: "Man muss als interner Dienstleister seine Leistungen zu konkurrenzfähigen Kosten anbieten, erst danach kommen qualitative Argumente  zum Tragen. Es gibt selten den Fall, dass die Qualität von den Auftraggebern hinreichend hoch bewertet wird, um Kosten-Nachteile auszugleichen. Unsere Systeme haben jetzt einen so hohen Qualitätsstandard, dass ich mit großem Selbstvertrauen in Konkurrenz zu den etablierten Anbietern treten kann, auch über den Preis."




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5.12.2012/Jörg Utesch, Sales Director Hardware bei systemzwo group/ln

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