Fachartikel

Anwenderbericht: Dedicated Server treiben Jobbörse an

Ausschlaggebend für den Erfolg einer Online-Recruiting-Plattform ist, dass Interessenten und Unternehmen ohne großen Zeit- und Kostenaufwand eine neue Stelle oder den perfekten Kandidaten finden. Technologien wie Geolokalisierung, Targeting und umfassende Marketing-Tools unterstützen diese Zielsetzung. Dabei ist eine Server-Plattform mit hoher Ausfallsicherheit, intelligentem Load-Balancing und effizienten Sicherheits-Features unabdingbar. Unser Anwenderbericht schildert, wie Jobrapido mit Dedicated Servern eine passende Infrastruktur-Lösung fand.
Besucher der Webseite von Jobrapido sollen automatisch auf den verfügbaren Server mit der besten Performance umgeleitet werden.
Der Recruiting-Spezialist Jobrapido wurde 2006 gegründet und ist aktuell in 58 Ländern aktiv. Seit April 2014 ist er Teil der US-amerikanischen Symphony Technology Group (STG) und veröffentlicht monatlich rund 20 Millionen Stellenangebote, bei einem Zugriff von durchschnittlich 35 Millionen Unique Users pro Monat. Derzeit sind mehr als 60 Millionen Nutzer registriert. Im Mailänder Firmensitz arbeiten etwa 150 Mitarbeiter aus 14 verschiedenen Nationen. Damit gehört Jobrapido zu einem der größten und erfolgreichsten Online-Recruitment-Anbieter.

Jobrapido arbeitet an einer neuen Methode für das Online-Recruitment und möchte die Art und Weise revolutionieren, wie Interessenten eine neue Stelle und Firmen den perfekten Kandidaten finden – und zwar ohne großen Zeit- und Kostenaufwand. Dafür entwickelt das Unternehmen nicht nur immer fortschrittlichere Technologien wie Geolokalisierung und Targeting, sondern auch anspruchsvolle Software-Lösungen und Marketing-Tools. Mit diesen Maßnahmen sollen Profile einzelner Kandidaten und Positionen miteinander abgeglichen werden.
Hierfür setzt Jobrapido auf eigene Communities, Google sowie verschiedene Social-Recruiting-Plattformen. So entsteht ein effizienter Recruiting-Kanal, bei dem Firmen nicht mehr für die Klicks auf ihre Anzeige zahlen, sondern nur für die tatsächlich eingegangenen Bewerbungen. Auf diese Weise wird ein Teil des Recruitment-Prozesses bereits im Vorfeld durchgeführt – und das schneller und wirtschaftlicher bisher.

Jobrapido möchte jedoch nicht nur an den neuesten Digitalisierungstrends der Branche partizipieren, sondern sie mit neuen Denkanstößen aktiv mitgestalten. Doch ein verbessertes Job-Recruiting und damit steigende Nutzerzahlen verlangen auch mehr IT-Leistung. Die IT-Infrastruktur muss insbesondere in der Lage sein, auch bei Anfragen von mehreren hundert oder tausend Besuchern gleichzeitig stabil zu bleiben.

Neue Ideen brauchen neue IT-Strukturen
Aktuell generiert Jobrapido ein Datenaufkommen von ungefähr 50 GByte pro Tag und das bei über 2 Millionen Nutzern täglich. Tendenz steigend. Das war und ist für die IT-Infrastruktur des Unternehmens eine Herausforderung. Nicht unbedingt in puncto Disaster Recovery, sondern vielmehr hinsichtlich der optimalen Lastverteilung und des damit einhergehenden potenziellen Performance-Gewinns. Eine Analyse der IT-Struktur offenbarte die Schwächen einer Verteilung auf unterschiedliche Rechenzentren. Die technologische und finanzielle Herausforderung war es, ein performantes Load-Balancing mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis zu etablieren. Die Lösung war schließlich, alle Server in ein einziges Datacenter zu verlagern. Jobrapido entschied sich dabei für den Internet-Dienstleister OVH und dessen Dedicated Server-Lösungen.

"Aus Performancegründen kamen virtuelle Server für uns kaum in Frage. Die Technologie hinter unserem Online-Recruitment ist wirklich komplex und genau auf unseren Bedarf abgestimmt; deshalb brauchen wir immer die volle Kontrolle über die Hosting-Lösung. Nur so ist sichergestellt, dass wir nicht nur eine optimale Performance haben, sondern die Infrastruktur auch an unsere Bedürfnisse anpassen können. Die Entscheidung für OVH fiel, da hier professionelle Lösungen in Verbindung mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis angeboten werden. In erster Linie waren für Jobrapido die Total Cost of Ownership (TCO) von besonderer Bedeutung", so Giuseppe Pasceri, Chief Operations Officer und CTO bei Jobrapido, zur Entscheidung für OVH.

Intelligentes Load-Balancing als "Must have"
Eine stabile und performante Webseite ist einer der wichtigstem Faktoren eines jeden E-Commerce-Angebots.Anbieter internetbasierter Dienste wie Jobrapido sind daher auf eine intelligente Lastverteilung und den damit einhergehenden Performance-Gewinn angewiesen. Sie müssen gewährleisten, dass der angebotene Service 24 Stunden, sieben Tage die Woche erreichbar ist.

E-Commerce-Unternehmen sehen sich daher mit vielfältigen Herausforderungen in Bezug auf das Design und Management der Web- und Anwendungsinfrastruktur konfrontiert. Besonders technologische Defizite, wie nicht ausreichende Server-Kapazität und mangelnde Skalierbarkeit, setzen E-Commerce-Unternehmen stark unter Druck – bis hin zur Gefährdung des Geschäftsbetriebs. Damit genau dies nicht passiert, legte Jobrapido im Rahmen der Zentralisierung der IT vor allem Wert auf ein leistungsfähiges und intelligentes Load-Balancing.

OVHs intelligente Load-Balancer für Dedicated Server bieten die Möglichkeit, Besucher automatisch auf den verfügbaren Server mit der besten Performance umzuleiten. Geschieht es – aus welchen Gründen auch immer – dass einer der Server offline geht, werden die Nutzer ohne spürbaren Zeitverlust auf andere Server geswitcht. Zudem verfügen die angebotenen Load-Balancer über spezielle Algorithmen im Bereich des Lastausgleichs. Damit stellt OVH sicher, dass Nutzern von Jobrapido stets die maximale Performance der Server zur Verfügung steht. Dies gewährleistet eine Vielzahl an Funktionen, die rund um die Uhr die Anzahl gleichzeitiger Verbindungen sowie die CPU- und Arbeitsspeicherauslastung jedes Rechners analysieren.

"Es ist erstaunlich. Im Moment haben wir im Schnitt um die 30 Prozent mehr Leistungsreserven, als wir während der Lastspitzen bräuchten. Die positiven Erfahrungen mit OVH und der stets ansteigende Datenverkehr auf unseren Servern veranlassen uns dazu, unsere Infrastruktur im kommenden Jahr deutlich auszubauen. Und der Ausbau ist auch dringend notwendig. Derzeit arbeiten wir noch an der Refaktorierung der ganzen Applikation, um sie zu einer umfassenden Konstellation von Mikroservices zu machen. Ist diese Phase erst einmal abgeschlossen, prüfen wir eine cloudbasierte Lösung, um bei Bedarf horizontal skalieren zu können und so die TCO außerhalb von Spitzenlastzeiten zu reduzieren", resümiert Pasceri.

Fazit
Die Portierung der bestehenden Serverinfrastruktur geschah innerhalb von drei Monaten und ohne Schwierigkeiten. Derzeit hat Jobrapido etwa 150 Server im Rechenzentrum von OVH. Auf sechs davon betreibt Jobrapido 40 VMs für die Frontends kleinerer Länder. Mit den Server-Lösungen sieht sich Jobrapido bestens für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet.
21.09.2016/ln/Jens Zeyer, Marketing und PR Executive bei OVH Germany

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