Fachartikel

Seite 2 - Mehr Möglichkeiten durch hybride IT

Komplexität reduzieren
Wenn in Zukunft alles schneller, besser und billiger abgewickelt werden soll, dann kommen IT-Verantwortliche um die Automatisierung und reibungslose Integration von Funktionen und Prozessen nicht herum. Das ist leichter gesagt als getan, aber eine auf die IT-Wertschöpfungskette ausgerichtete Automatisierung kann die Komplexität, das Risiko und die Kosten für die IT-Organisation reduzieren und die hybride IT besser beherrschbar machen. Traditionell sind Wertschöpfungsketten eher die Domäne der MBAs, jedoch kann die IT mit der Ausrichtung ihres Betriebsmodells entlang der IT-Wertkette die Grundlage für die Serviceorientierung legen.

Eine serviceorientierte IT bietet Dienstleistung, keine technischen Einzelkomponenten und sozusagen eine Antwort auf das sich, bedingt durch die Digitalisierung, veränderte Nutzerverhalten, denn sowohl Entwickler als auch IT-Anwender erwarten, dass IT- Services einfach und intuitiv bereitstehen. IT-Dienstleistungen sollten in einem Business-Servicekatalog, beispielweise über ein Self-Service-Portal, zur Verfügung stehen – denn die Nutzer müssen nicht wissen, ob ein Service oder eine Infrastruktur aus der Cloud oder aus dem Unternehmens-Datacenter bereitgestellt wird.
IT-Wertschöpfungskette durchsetzen
Die Open Group hat hierzu mit IT4IT einen neuen IT-Management-Standard auf den Markt gebracht. Die hersteller- und branchenunabhängige Referenzarchitektur ist dabei nicht einfach ein neues Prozessmodell, das versucht, die etablierten und mehr oder weniger gut implementierten Frameworks wie ITIL oder COBIT zu verdrängen. Es ist vielmehr eine Ergänzung zu den bekannten Frameworks mit ausführlich beschreibenden Anleitungen für ein integriertes IT-Betriebsmodell wie die notwendige IT-Funktionalität designt, beschafft und implementiert werden soll. Die IT4IT-Architektur verfolgt einen Business-Function-Ansatz und kombiniert dies mit Lean-Manufacturing-Value-Stream-Konzepten zur Identifizierung von Anwendungsfällen und zur Identifikation von Service-Endpunkten, um auf das Wesentliche konzentriert zu bleiben: die Geschäftsergebnisse.

IT4IT entstand aus den Bedürfnissen, die von Unternehmensarchitekten und IT-Managern identifiziert wurden, um Geschäftsanforderungen über vier IT-Wertströme zu erfüllen:

  • Strategy to Portfolio (S2P): Damit werden durch das IT-Portfolio die Business Innovationen gefördert.
  • Requirement to Deploy (R2D): Hier wird gebaut, was das Business bracht – zum Zeitpunkt wenn es benötigt wird.
  • Request to Fulfill (R2F): Hier wird der Service-Katalog bereit gestellt, Services ausgeliefert und die Service-Nutzung gemanagt.
  • Detect to Correct (D2C): Behandeln und Lösen von Produktions-Problemen.
Die IT4IT-Referenzarchitektur bietet eine vorschriftsmäßige Anleitung für Automatisierungsmöglichkeiten entlang der IT-Wertschöpfungskette in einer hybriden IT-Umgebung. Obwohl nicht jede IT-Aktivität eine Automatisierung erfordert, ist eine angemessene Automatisierung der Zusammenarbeit mit Kunden von IT-Services unerlässlich, um die IT-Organisation von Verwaltern älterer Services in agile Broker von Multi-Speed- und Multi-Cloud-Services zu verwandeln. Richtig ausgeführt, sind die Möglichkeiten groß:

  • Ermöglichung des abstrahierten Konsums von IT-Services, die von mehreren Providern stammen – von Mainframe zu Mobile, Corporate Datacenter zu Cloud.
  • Beschleunigung von Anwendungsversionen durch Bereitstellung von Services, die Entwickler für CI / CD in der Cloud- und Unternehmensinfrastruktur benötigen.
  • Kontrolle über Kosten und Sicherheit über die verschiedenen Plattformen hinweg, aus denen die Hybridumgebung besteht.
  • Zusammenführung von Dienstleistungen in einem Katalog, der Angebote aus internen und externen Quellen umfasst und deren Erfüllung automatisiert, um den Anforderungen des Geschäfts an Flexibilität gerecht zu werden.
Fazit
Die Komplexität im Management der Hybrid-IT nimmt im gleichen Maße zu, in der die herkömmlichen traditionellen IT-Services nicht mehr mit der Geschwindigkeit des digitalen Business Schritt halten können. Um Erfolge zu erzielen, muss sich ihre IT an die Geschwindigkeit von DevOps anpassen und sich zu einem fortlaufenden Betrieb weiterentwickeln, der von drei Kernanforderungen vorangetrieben wird: einfacher, schneller und transformativ. Moderne Tools, für den Bereich IT-Operations-Management, wie zum Beispiel Container Deployment Foundation, Microservices und Big-Data-Analysen, dienen dabei als direkte Brücke zwischen der herkömmlichen IT, dem neuen digitalen Unternehmen und neuen, schnelllebigen Geschäftsinitiativen.

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11.07.2018/ln/Mark Levy, Director of Strategy bei Micro Focus

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