Fachartikel

Seite 2 - Mit Windows-as-a-Service zum Modern Desktop

Effizienter Rollout dank gezielter Bereitstellungstrategie
Damit der Modern Workplace über WaaS gelingt, braucht die Firmen-IT eine zielgerichtete Bereitstellungsstrategie für Updates. Mit WaaS und Windows 10 werden Aktualisierungen über kleinere und kontinuierliche Update-Pakete verteilt. Aufgrund dieser Änderung benötigen Unternehmen einen neuen Ansatz für die kontinuierliche Wartung von Firmen-PCs. Dieser beginnt mit der Einführung eines einfachen und wiederholbaren Prozesses zum Testen sowie Bereitstellen von Funktions-Updates. Diesen reproduzierbaren Ablauf sollten Firmen gezielt planen.

So sollte die Firmen-IT anfangs Testgeräte konfigurieren, um Funktionsupdates in einem stabilen Umfeld über das Windows-Insider-Programm zu testen, bevor diese ausgerollt werden. Kritische Geräte müssen identifiziert werden, die über Windows 10 Enterprise LTSB Funktionsupdates bis zu zehn Jahre lang aussetzen können. Als Nächstes sollte die IT sich für ein Tool zur Verwaltung von Windows-Updates entscheiden: Hierfür gibt es beispielsweise die Windows Server Update Services (WSUS), den System Center Configuration Manager oder alternativ Windows Update for Business. Der flächendeckende Rollout eines Updates sollte erst erfolgen, nachdem die wichtigsten unternehmenskritischen Anwendungen und Geräte auf ihre Kompatibilität mit dem neuen Windows10-Funktionsupdate überprüft wurden.
Breitstellungsringe vereinfachen Updateprozess
Über sogenannte Bereitstellungsringe können IT-Administratoren gezielt Gruppen von spezifischen Geräten festlegen, um Updates in Phasen auszuliefern. So lassen sich beispielsweise anfänglich Gerätegruppen für Pilotbereitstellungen definieren, um diese bezüglich ihrer Kompatibilität und Funktionalität mit dem neusten Update zu testen. Das Konzept der bei der Verwendung von Bereitstellungsringen sollte dabei stets dasselbe sein: Über eine schrittweise Einführung von Updates in einzelnen Abteilungen kann die IT das Risiko von Problemen durch die Einführung von neuen Funktions-Updates minimieren. Hierfür sollte die IT die Rechner der einzelnen Abteilungen in verschiedene Bereitstellungsringe einteilen.

Die Bereitstellungsringe "Preview" sowie "Gezielt" eignen sich dabei vor allem für Testzwecke, beispielsweise zum Ausprobieren von Builds im Rahmen des Insider Programms (Preview) oder zum Testen eines Feature-Updates auf ausgewählten Geräten in verschiedenen Teams vor dem größeren Rollout (Gezielt). Über den Ring "Umfassend" wird das Funktionsupdate für den Großteil der Organisation ausgeliefert. Geräte, die dem Ring "Kritisch" zugeordnet sind, erhalten Funktionsupdates erst, nachdem diese bereits über einen längeren Zeitraum im Unternehmen überprüft und von der IT als stabil eingeordnet wurden.

Ergänzend hierzu gibt es drei Servicing Channels, mit denen die IT den Rollout von Funktions- und Qualitätsupdates in Windows 10 steuern kann. Das Windows-Insider-Programm bietet Organisationen die Möglichkeit, neue Funktionen künftiger Updates zu testen und Feedback zu geben. Über den Semi-Annual Channel erhalten Geräte zweimal pro Jahr Funktions-Updates. Der Long-Term Servicing Channel ist für die Verwendung mit spezialisierten und hochsensiblen Geräten konzipiert – beispielsweise medizinische Geräte oder Geldautomaten. Diese können Feature-Updates aussetzen und erhalten nur alle zwei bis drei Jahre neue Funktionen.

Einheitliche Lösung für das gesamte Büro
WaaS bietet Unternehmen die Grundlage für den modernen Arbeitsplatz in Punkto Sicherheit und Aktualität. Integriert in ein ganzheitliches IT-Konzept, das neben dem Betriebssystem auch Produktivitäts-Tools sowie intelligente Sicherheits- und Analysefunktionen umfasst, entsteht der Modern Desktop. Zeitgemäße Ansätze wie Microsoft 365 Enterprise ermöglichen der Firmen-IT eine einheitliche Lösung für den gesamten Arbeitsplatz: Hierzu zählen ein verbesserter Zugang zu Informationen, Tools für eine verbesserte Zusammenarbeit in Teams, Angebote für die sichere Verwaltung von mobilen Geräten – und nicht zuletzt höchste Sicherheit durch stetige Updates sowie intelligente Tools. Ganz nach dem Baukastenprinzip erhalten Unternehmen Office 365, Windows 10 und Enterprise Mobility + Security aus einer Hand.

Dank sicherer Cloud-Technologien haben IT-Administratoren über Microsoft 365 einen zentralen Blick auf Nutzer, Applikationen und Daten – das entlastet die umfangreichen Verwaltungsaufgaben, gleichzeitig behalten Unternehmen jederzeit die Kontrolle über ihre Daten. Darüber hinaus bieten Pre-Breach-Funktionen weitere integrierte Abwehrmechanismen, die sich auf Schutzfunktionen beschränken und damit das Eindringen von Angreifern präventiv verhindern sollen. Mit dem Windows Defender Advanced Threat Protection (ATP) erhalten Unternehmenskunden eine ergänzende Post-Breach-Schutzebene für Endpunkte, die sie beim Umgang mit bereits erfolgten Angriffen unterstützt und hilft, diese zu erkennen, zu untersuchen und unmittelbar auf diese zu reagieren. Über Enterprise Mobility + Security (EMS) erhält die IT zudem die Möglichkeit, in On-Premises-Landschaften Identitätskompromittierung über Machine Learning und Verhaltensanalysen frühzeitig zu identifizieren. Zudem wird Geschäftskunden ermöglicht, den Sicherheitsstatus aller Ressourcen, die sie über die Cloud verwalten, auf einen Blick zu erfassen.

Fazit
Die gestiegenen Anforderungen an den modernen Arbeitsplatz, allen voran das Thema Sicherheit, stellt die IT in Unternehmen vor eine große Herausforderung. Mit Software-as-a-Service-Lösungen wie WaaS können sie diesen gerecht werden, müssen jedoch vor allem Prozesse grundlegend neu denken und ein ganzheitliches IT-Konzept für den Modern Workplace entwickeln. Komplettlösungen wie Microsoft 365 bieten dafür vielfältige Tools, mit denen die Bereitstellung von Updates gezielt und vor allem ressourcenschonender geschehen kann. Damit gewinnt die IT mehr Sicherheit, Kontrolle und Effizienz.

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9.01.2019/ln/Jens Kottsieper, Technical Solution Professional Windows Client und Modern Desktop bei Microsoft Deutschland

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Am 14. Januar 2020 endet der erweiterte Support für Windows Server 2008/2008 R2, am 9. Juli 2019 für SQL Server 2008/2008 R2. Microsoft wird für diese Versionen keine regulären Feature- und Security-Updates mehr anbieten. Doch für Unternehmen, die ihre Server nach Azure migrieren, gewährt Microsoft weitere drei Jahre Support. Unternehmen, die Windows- und SQL-Server 2008/2008 R2 lokal weiter betreiben möchten, können Sicherheitsupdates erwerben. [mehr]

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Webcam schnell deaktivieren [18.01.2019]

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Buchbesprechung

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