Fachartikel

Seite 2 - MultiPoint-Server einrichten und verwalten (1)

Multipoint installieren
Bevor Sie MultiPoint über den Server-Manager installieren, müssen Sie auf dem Server zunächst das Betriebssystem aufspielen, also Windows Server 2016 Standard oder Enterprise. Danach installieren Sie alle notwendigen Treiber, vor allem den Treiber für die Grafikkarte, da hier alle Monitore angeschlossen werden müssen. Auch Soundund USB-Treiber müssen auf dem Server verfügbar sein. Erst danach installieren Sie die MultiPoint-Services.


Bild 1: Die Installation eines MultiPoint-Servers erfolgt in Windows Server 2016 als Serverrolle.

Die Installation selbst erfolgt über die Serverrolle "MultiPoint Services". Durch die Auswahl werden noch verschiedene andere Features und verschiedene Rollen der Remotedesktopdienste aktiviert. Während der Installation müssen Sie keine weiteren Einstellungen vornehmen. Die Einrichtung von MultiPoint erfolgt erst nach der Installation der Serverrolle.

Achten Sie darauf, dass Sie nach der Installation der MultiPoint Services den Server und das Betriebssystem aktivieren müssen. Außerdem müssen Sie Lizenzen hinzufügen, genauso wie bei den Remotedesktopdiensten. Die Verwaltung der Lizenzen führen Sie im MultiPoint-Manager auf der Registerkarte "Start" über den Menüpunkt "Clientzugriffslizenzen hinzufügen" durch. Hierüber starten Sie aber nur die Lizenzverwaltung der Remotedesktopdienste. Wollen Sie den Server in einer Domäne betreiben, können Sie diesen als Mitgliedsserver genauso aufnehmen wie jeden anderen Server und Computer.


Bild 2: Die Installation der MultiPoint-Rolle setzt weitere Rollen voraus, die der Assistent automatisch einspielt.

Bevor Sie Anwendungen wie Microsoft Office auf einem MultiPoint-Server installieren, aktivieren Sie im MultiPointManager auf der Registerkarte "Start" die Option "In den Konsolenmodus wechseln". Sind die Applikationen aufgebracht, aktivieren Sie die Option "In den Stationsmodus wechseln". Damit die Anwender drucken können, müssen Sie auf dem MultiPoint-Server die Drucker direkt installieren und freigeben. Außerdem sollten Sie in den Eigenschaften der Drucker mit Berechtigungen arbeiten. Die Drucker, für die Anwender berechtigt sind, werden automatisch an den Stationen angezeigt, sobald diese auf dem Server installiert sind.
MultiPoint einrichten
Nun beginnt die eigentliche Einrichtung von MultiPoint. Die Verwaltung der Rolle erfolgt über ein eigenes MultiPoint-Dashboard, über das Sie die angeschlossenen PCs und Clients administrieren. Zusätzlich spielt auch noch der MultiPoint-Manager eine wichtige Rolle bei der Verwaltung des Dienstes, etwa um Benutzer anzulegen. Mit dem MultiPoint-Manager verwalten Sie also den MultiPoint-Server, mit dem MultiPoint-Dashboard managen und steuern Sie die angebundenen Stationen. Sie können hier zum Beispiel Blockierungen einbauen, USB-Geräte sperren, Benutzersupport liefern und Stationen vom Server trennen.

Nachdem Sie MultiPoint Services installiert haben, starten Sie zunächst den MultiPoint-Manager. Die Administration des Servers über den MultiPoint-Manager unterteilt sich in verschiedene Menüpunkte: Im oberen Bereich des Managers finden Sie die Menüpunkt "Start", "Stationen", "Benutzer" und "Virtuelle Desktops". Auf der rechten Seite des Managers legen Sie wiederum Einstellungen des Servers fest. Hier ist der Menüpunkt "Servereinstellungen bearbeiten" interessant, über den Sie zum Beispiel festlegen, ob sich ein Benutzer an mehreren Stationen anmelden darf, ob die Remoteverwaltung möglich ist und einiges mehr.


Bild 3: Der MultiPoint-Manager erlaubt die Steuerung der wichtigsten Einstellungen.

Über den Menüpunkt "Stationen" erreichen Sie alle angebundenen PCs. Sie sind so in der Lage, die Station zu identifizieren – also auf dem Bildschirm der Station eine Meldung mit deren Namen anzuzeigen – und Benutzer von der Station abzumelden. Außerdem können Sie an dieser Stelle alle Stationen anhalten und abmelden. Liegen für Stationen Fehler und Warnungen vor, zeigt das der Manager an dieser Stelle an.

Um zu verhindern, dass Anwender, aber auch Administratoren Änderungen auf dem Server vornehmen, können Sie im MultiPoint-Manager auf der Registerkarte "Start" den Datenträgerschutz aktivieren. So speichert der Server keine Änderungen und alle Anpassungen, die Anwender vornehmen, werden beim Neustart verworfen. Um auf dem Rechner Windows-Updates oder neue Programme zu installieren, müssen Sie den Datenträgerschutz solange deaktivieren, da ansonsten auch diese Änderungen wieder gelöscht werden.

Seite 2: Multipoint installieren und einrichten

Im zweiten Teil des Online-Workshops widmen wir uns der Verwaltung von MultiPoint-Benutzern und erklären, wie Sie den Anwendern eine Virtual Desktop Infrastrcuture zur Verfügung stellen.

<< Vorherige Seite Seite 2 von 2
7.01.2019/jp/ln/Thomas Joos

Nachrichten

Bitkom: Blockchain revolutionär, aber Deutschland Nachzügler [16.01.2019]

Die deutsche Wirtschaft hat offenbar hohe Erwartungen an die Blockchain-Technologie. Gleichzeitig besteht derzeit großer Nachholbedarf hinsichtlich moderner Technologien. Das ist das zentrale Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbands Bitkom. So sehen viele Firmen die deutsche Wirtschaft als Nachzügler in dem Bereich an. [mehr]

Microsoft: Support-Ende für wichtige Server- und Client-Software [15.01.2019]

Am 14. Januar 2020 endet der erweiterte Support für Windows Server 2008/2008 R2, am 9. Juli 2019 für SQL Server 2008/2008 R2. Microsoft wird für diese Versionen keine regulären Feature- und Security-Updates mehr anbieten. Doch für Unternehmen, die ihre Server nach Azure migrieren, gewährt Microsoft weitere drei Jahre Support. Unternehmen, die Windows- und SQL-Server 2008/2008 R2 lokal weiter betreiben möchten, können Sicherheitsupdates erwerben. [mehr]

Tipps & Tools

Webcam schnell deaktivieren [18.01.2019]

Selbst wenn Sie noch keine Erpresser-E-Mail bekommen haben, dass Sie beim Verwalten Ihrer Briefmarkensammlung von Hackern gefilmt wurden, sollten Sie unerlaubten Videomitschnitten einen Riegel vorschieben. Softwareseitig lässt sich die PC-Kamera mit dem kostenfreien Tool 'WebCam On-Off' blenden. Das Tool verhindert zuverlässig, dass Prozesse beziehungsweise von Hackern gesteuerte Vorgänge ohne Ihr Wissen auf die Webcam des Computers zugreifen. [mehr]

Download der Woche: Quick Access Popup [15.01.2019]

Wer viel vor dem Rechner sitzt und dabei nicht unnötig Zeit vergeuden will, sollte auf oft genutzte Anwendungen, Dateien sowie Links und Pfade so schnell wie möglich zugreifen können. Mit der Standardoberfläche von Windows ist ein direkter, gebündelter Zugriff allerdings nicht für alle Quellen möglich, sodass sich ein Blick auf das kostenfreie Tool 'Quick Access Popup' lohnt. Die Desktop-Erweiterung richtet sich im Systemtray ein und stellt beliebige Verknüpfungen für den Schnellzugriff in einem eigenen Fenster zur Verfügung. [mehr]

Ab in den Kerker! [12.01.2019]

Buchbesprechung

IT-Sicherheit

von Prof. Dr. Claudia Eckert

Anzeigen