Fachartikel

Seite 2 - Enterprise Mobility Management beim Logistikdienstleister

Großes Optimierungspotenzial
Die Aufträge werden ausschließlich digital auf dem Tablet dokumentiert. Erfasst werden beispielsweise die Zeiten, ausgeführte Dienstleistungen und sonstige Tätigkeitsberichte. Ebenfalls vereinfacht sich die Fotodokumentation, da sich bei der Warenübernahme eventuell festgestellte Schäden zusammen mit den Fotos unmittelbar in der App erfassen lassen. Nach Abschluss der Dokumentation lässt sich diese dem Kunden elektronisch bereitstellen.

Das Optimierungsvolumen der komplexen Prozesse verdeutlicht sich anhand der Tatsache, wie konsequent, transparent und schnell dem Kunden nun Status und Rückmeldedaten zur Verfügung gestellt werden können. Zuvor wurden alle Aufträge über eine Transportmanagementsoftware abgewickelt, die aber keine wirklich digitalen Prozesse zuließ. Der Fahrer erhielt die Tourmappe vor dem Tourstart ausschließlich in Papierform. Das eingesetzte Transportmanagementsystem WinSped integriert dabei den Datenaustausch von und zu den Tablets nahtlos in die Transport- und Serviceplanung.

Auch für die EU-Datenschutz-Grundverordnung gerüstet
Zum Einsatz kommen derzeit nur unternehmenseigene Android-Tablets mit Android Enterprise. "Android Enterprise hat sich in diversen Tests als State of the Art für uns etabliert, nicht zuletzt im Hinblick auf die neue Datenschutz-Grundverordnung der Europäischen Union. Das Modul findet seit Januar 2018 auf allen neuen Geräten Verwendung", erläutert Christian Jösch. Sämtliche Geräte sind verschlüsselt und nutzen für die Authentifizierung unterschiedliche Single-Sign-on-Technologien. Die MobileIron-Plattform ist in das Active Directory eingebunden. Die Synchronisation der mobilen und stationären Daten geschieht über ActiveSync und wird von MobileIron Sentry überwacht.

Auch der Zeitaufwand für die Mitarbeiter im Außendienst lässt sich über eine eigenentwickelte App abwickeln, die an das zentrale Zeitmanagement-System des Logistikdienstleisters angebunden ist. Im Innendienst werden die Aufträge durch eine eigenentwickelte App vom Server abgefragt. Die jeweiligen Transportgüter sind mit einem Barcode versehen und werden durch einen Ring-/Fingerscanner per Bluetooth eingelesen, sodass sich der Auftrag weiter abarbeitet lässt.
Gesunkener Papierverbrauch als Bonus
Über die MobileIron-Plattform verfügten die Mitarbeiter von Simon Hegele – im Außen- wie im Innendienst – über alle wichtigen Dokumente und Informationen "Just in Time". Die Außendienstmitarbeiter profitieren jetzt von komplett digitalisierten Arbeitsabläufen: Die einzelnen Aufträge werden zentral erstellt, in Echtzeit auf die Tablets gesendet und dort bearbeitet. Die Aufträge enthalten natürlich auch Zusatzdaten wie etwa spezielle Kundenanforderungen. Nach Auftragsabschluss werden die Arbeitsdokumente den Kunden digital zur Verfügung gestellt und nach Beendigung der Tour wird eine digitale Arbeitsmappe als Arbeitsnachweis serverbasiert abgelegt.

Besonders viel Optimierungs- beziehungsweise Einsparungspotenzial wurde zudem im Backoffice-Bereich freigesetzt. Die Prozesszeiten in der Abwicklung durch Drucken, Tackern, Sortieren und Bereitlegen der Frachtpapiere ließen sich minimiert. Ebenso reduziert sich der Papierverbrauch. Einen großen qualitativen Fortschritt bringt die gesteigerte Dokumentationsqualität zum Beispiel bei Transportschäden mit sich – es entstehen neue Dienstleistungsmöglichkeiten dem Kunden gegenüber. "Der eindeutig größte Pluspunkt für unser Unternehmen ist die gesteigerte Flexibilität bei der Auftragsbearbeitung in sämtlichen Bereichen, also Planung, Durchführung, Dokumentation und Abschluss", freut sich Jösch.

Fazit
Die neue Plattform bringt nicht nur zusätzliche Produktivität, sondern auch zusätzliche Sicherheit. Das gilt nicht zuletzt auch für die Einhaltung der neuen EU-DSGVO. "MobileIron gab uns vom ersten Moment an ein gutes Gefühl. Die Verwaltungsoberfläche ist übersichtlich und gut zu verstehen, der Funktionsumfang ist dennoch immens", sagt Jösch und fährt fort: "Wir waren auf der Suche nach einer Lösung, die die mobilen Endgeräte sicher macht ohne den kompletten Komfort zu verlieren. Wir haben genau diese Lösung gefunden."


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13.03.2019/ln/Peter Machat, Vice President Central EMEA von MobileIron

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