Fachartikel

Im Test: SolarWinds Server & Application Monitor 6.9.1

Vor allem in größeren, heterogenen Umgebungen, die auf Server und Applikationen vor Ort sowie in der Cloud setzen, ist die einheitliche Ende-zu-Ende-Überwachung von geschäftskritischen Anwendungen eine besondere Herausforderung. SolarWinds Server & Application Monitor konzentriert sich auf das Monitoring von Servern sowie Software und liefert zusätzlich Trendanalysen, um nahende Engpässe frühzeitig zu erkennen. IT-Administrator hat sich das umfangreiche Tool genauer angesehen.
Trotz der umfangreichen Installation sind die zugehörigen Abfragen an den Administrator überschaubar und einfach zu beantworten.
SolarWinds hat sich darauf spezialisiert, von Hardwareherstellern unabhängige Managementwerkzeuge für unterschiedliche Aufgaben zu entwickeln, die einen unternehmensweiten, zentralen Zugriff ermöglichen. So hatten wir in früheren Ausgaben schon Produkte wie den Virtualization Manager, den Network Configuration Manager und den Storage Manager getestet. Diesmal haben wir uns den Server & Application Monitor (SAM) genauer angesehen.

Dabei mussten wir gleich zu Anfang feststellen, dass dieses Werkzeug überaus umfangreich ist und es natürlich sehr davon abhängt, welche Server und Applikationen jeweils zum Einsatz kommen. Nachdem unsere Testumgebung vergleichsweise klein war, haben wir den SAM dort installiert, aber parallel dazu auch eine weitaus größere und mit den unterschiedlichsten Komponenten bestückte SolarWinds-Demoumgebung im Internet genutzt.

Fazit
Wie der Name SolarWinds Server & Application Monitor treffend beschreibt, kümmert sich der SAM um die Überwachung der Server sowie der eingesetzten Applikationen. Bei den Servern steht die Betrachtung der einzelnen Serversysteme, sowohl physikalisch als auch virtuell, im Vordergrund mit Überwachung der Ressourcen (CPU, RAM, Plattenkapazität). Recht gut kann der Administrator erkennen, wie die auf dem Server laufenden Prozesse die Ressourcen auslasten und bei Bedarf durch Umverteilung gegensteuern. Auch liefert SAM aufgrund der Historie Prognosen, wie sich die Auslastung entwickeln wird, um zu erkennen, wann etwa zusätzliche Hardware benötigt wird. Nicht inklusive ist der gesamtheitliche Blick auf eine virtuelle (Server)-Umgebung, dies erfordert den Virtualization Manager als weiteren Baustein.

Die Überwachung von Applikationen erfolgt mithilfe von Templates, die verschiedene Abfragen und Skripte enthalten können. Dadurch ist es einfach möglich, zu einer Applikation unterschiedliche Parameter abzufragen und zu bewerten. Mitgeliefert werden über 1200 Templates, einige hundert weitere haben andere Nutzer auf dem THWACK-Forum veröffentlicht und schließlich lassen sich auch eigene Templates erstellen.

Wer sich für den SAM interessiert, sollte außerdem berücksichtigen, dass die Basis von SAM die SolarWinds-Orion-Plattform ist. Diese ist mit einer Vielzahl an weiteren verfügbaren Modulen zur IT-Verwaltung rund um die Bereiche Netzwerkmanagement, Systemmanagement, IT-Sicherheit, Datenbankmanagement, IT-Helpdesk sowie DevOps ausgestattet. SAM wird damit umso interessanter, je mehr Bereiche ein Administrator mit Tools von SolarWinds steuern und überwachen möchte. Wer sich einmal auf der Demoplattform des Herstellers bewegt, wird schnell sehen, dass sich einzelne Module dort kaum abgrenzen lassen und nicht genau ersichtlich ist, wann er von einem Modul zu einem anderen springt.

Den kompletten Test finden Sie in Ausgabe 11/2019 ab Seite 22.
28.10.2019/ln/dr/Jürgen Heyer

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