Fachartikel

Mobiles Arbeiten im Unternehmen ermöglichen

Fast immer online sein zu können, remote auf geschäftliche Daten zuzugreifen oder kurz mit den Kollegen zu chatten, ist für viele dank digitaler Tools längst selbstverständlich. Das kann sich auch für Unternehmen auszahlen. Denn im Idealfall wird die Zusammenarbeit effizienter, der einzelne Mitarbeiter zufriedener und das Team erfolgreicher. Der Fachartikel zeigt anhand von sieben Trendprognosen, wie Organisationen jetzt die Weichen für eine erfolgreiche Einbindung Ihrer Satelliten-Mitarbeiter stellen können.
Remote von fast überall arbeiten – das dürfte 2020 immer mehr Wirklichkeit werden.
Wo lesen Sie diese Zeilen? Im Büro, unterwegs oder zu Hause? Für 2020 könnte ein Paradigmenwechsel anstehen: Remotezugriffe verlässt die Nische von Home Office und Ausnahmeerlaubnis, damit Teams weltweit ortsungebunden zusammenarbeiten können. Remote arbeitende Kollegen agieren als Erweiterung des Unternehmens, quasi als virtuelle Satelliten. Das zahlt sich besonders dann aus, wenn der Kulturwandel gelebt und entsprechend begleitet wird.

Remote wird zur Regel
Im Management ist der Wandel jetzt angekommen: Entscheider, die zuvor noch skeptisch waren, wenn ein Mitarbeiter außer Haus arbeiten wollte, haben erkannt, dass remote nicht nur die Produktivität, sondern auch die Bindung an das Unternehmen steigern kann. Die Zahl der Mitarbeiter, die das Angebot annehmen, nicht mehr (nur) am Schreibtisch im Firmenbüro zu arbeiten, steigt: Die Studie "Arbeitsplatz der Zukunft 2018" von IDG bezeugt, dass die Themen Mobilität (58 Prozent), flexible Arbeitszeiten und Remote-Arbeit (54 Prozent) und neue Formen der Zusammenarbeit (48 Prozent) für den Arbeitsplatz der Zukunft unter Mitarbeitern in Unternehmen die wichtigsten Kriterien sind. Und wer weiterhin dauerhaft im Büro tätig ist, wird die eigene Arbeitsroutine erweitern und Neues ausprobieren, um sich mit Remote-Kollegen an unterschiedlichen Orten auszutauschen – zum Beispiel durch kollaborative Tools, Protokolle, Chats und virtuelle Events zum Teambuilding.

Neue Arbeitskultur verändert Anforderungen an Unternehmens-IT
Lassen sich Arbeit und Privates immer weniger trennen, wächst auch der Einfluss von Mitarbeitern darauf, mit welchen Tools sie produktiv arbeiten können. Sie wollen keinen Bruch und komplett umdenken müssen, wenn neue Systeme eingeführt werden, sondern Funktionen nutzen, die sie aus ihrem Alltag kennen – zum Beispiel via Video zu kommunizieren oder Anwendungen über Sprache zu steuern. Gefordert sind anwenderfreundliche Produkte für Unternehmen, die den Nutzer ansprechen und gleichzeitig die hohen Anforderungen an Sicherheit, Kosten und Skalierbarkeit erfüllen. IT-Entscheidungen werden im Jahr 2020 einen ganz neuen Ansatz verfolgen und die Anwendererfahrung der Mitarbeiter in den Fokus rücken.

Geschäftsreisen werden neu bewertet
Wenn jeder mit Kollegen an anderen Orten zusammenarbeiten und Meetings in aller Welt beiwohnen kann, ohne den Raum zu verlassen, bekommt Reisen eine neue Bedeutung. In den kommenden fünf bis zehn Jahren werden Geschäftsreisen andere Ziele verfolgen, als nur einen Termin wahrzunehmen. Und auch die Zahl der Trips wird sich verändern. Statt ins Flugzeug zu steigen, um einen Kunden zu besuchen, erwartet das Management, dass eine Reise gleich mehrere Zwecke erfüllt. Mitarbeiter verbinden den Kundentermin mit der Chance, sich mit Kollegen vor Ort auszutauschen, eine Konferenz zu besuchen oder auf einem Event zu sprechen, Außerdem werden sie geschäftliche mit privaten Interessen verknüpfen, länger unterwegs sein – und zwischendurch remote arbeiten.
Weiterbildung als Unternehmensaufgabe
Viele Mitarbeiter befürchten trotz anders lautender Thesen nicht, dass Roboter ihnen den Arbeitsplatz streitig machen könnten, sondern dass sie von besser ausgebildeten Kollegen verdrängt werden, die gut mit innovativer Technologie umgehen können. Dafür, dass sie Schritt halten und ihre Kenntnisse weiterentwickeln, müssen sowohl die Arbeitnehmer selbst als auch ihre Führungskräfte sorgen. Deren Aufgabe ist es, ein erfolgreiches Team aufzustellen, das optimal geschult ist. Manche Positionen erfordern nun technische Trainings, die bisher noch nicht mit diesen Tätigkeiten in Verbindung gebracht wurden.

Arbeitsplatz ist Thema der Chefetage
Zu wenig Ruhe im Großraumbüro, zu viele Tools, um noch konzentriert arbeiten zu können – derartige Kritik macht die Rahmenbedingungen moderner Arbeit auch zum Thema der Unternehmensleitung. An welchem Ort Angestellte konkret arbeiten und welche Hilfsmittel sie einsetzen, haben bisher HR-Abteilungen oder die Verwaltung entschieden. Das ändert sich, wenn Führungskräfte darauf achten, ob ihr Team produktiv zusammenarbeiten kann – bis hoch ins C-Level. Denn wenn die Rahmenbedingungen nicht passen, spüren die Unternehmen den Effekt deutlich: Schon 2020 dürften die Unternehmenskultur und speziell die Strukturen der Arbeitsplätze herangezogen werden, um gescheiterte Initiativen zu erklären.

Ein neues Profil entsteht: Remote Site Leader
Fast jeder Standort hat einen Leiter, der die Abläufe vor Ort organisiert, Veranstaltungen plant, Tools auswählt oder für die Ausstattung zuständig ist. 2020 werden moderne Unternehmen Remote-Arbeit wie ein weiteres virtuelles Büro betrachten – und dafür eine neue Funktion schaffen. Als Remote-Leiter wird eine Position etabliert, die eine Kultur für die nicht physisch vor Ort arbeitende Belegschaft begründet – mit virtuellen Teamevents, Wettbewerben, Buchclubs oder einfach Chats mit lustigen GIFs.

Fazit
Remote arbeitende Kollegen fungieren als Erweiterung des Unternehmens und daher bedürfen effizienter Mittel. Gute Collaboration-Tools etwa benötigen leistungsstarke und verlässliche Videofunktionen, branchenführende Audioqualität, einen Meeting Hub, eine umfassende Meeting-Diagnostik sowie zusätzliche KI-basierte Übertragungsfunktionen. Features für die Verwaltung, Bereitstellung und Sicherheit helfen darüber hinaus, die Zusammenarbeit im Unternehmen zu optimieren. Das gilt sowohl über Webbrowser als auch für Desktop- und mobile Anwendungen.
26.02.2020/ln/Mark Strassmann, Senior Vice President und General Manager bei LogMeIn

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