Fachartikel

Anwenderbericht: Clientmanagement beim Drohnendistributor

Ob für das Düngen von Feldern in der Landwirtschaft oder zur Koordination von Rettungseinsätzen – Drohnen lassen sich in vielen Bereichen einsetzen. Es ist ein Markt mit enormem Wachstumspotenzial, und davon profitieren auch Großhändler wie Solectric, die nach einer globalen Steuerung ihres wachsenden Rechnerparks suchten. Von einer Stelle aus sollte sichergestellt werden, dass alle Virenupdates installiert und Windows, Office, Adobe sowie diverse Runtimes überall auf dem gleichen Stand sind. Ein ideales Einsatzgebiet für effizientes Clientmanagement.
Unter anderem in der Landwirtschaft kommen die von Solectric vertriebenen Drohnen zum Einsatz.
Solectric ist einer der größten europäischen Distributoren des chinesischen Drohnenherstellers DJI und hat es damit auf Platz eins der Focus-Business-Wachstumschampions und auf Platz vier im FT1000-Ranking der Financial Times geschafft. Mit der rasanten Vergrößerung seines Teams wuchsen die Anforderungen an die IT. Deshalb entschied sich Solectric im Herbst 2019 für die Einführung eines neuen Clientmanagement-Systems.

Verteilter Rechnerpark erschwerte Wartung
Über den eigenen Onlineshop können Großhändler bei Solectric Drohnen von DJI und andere Produkte beziehen. Bedient werden außerdem der industrielle und hoheitliche Sektor (Polizei und Behörden) sowie der Consumer-Markt über Media Markt und Co. Darum kümmerten sich bei Solectric Ende 2019 rund 65 Beschäftigte – mit kontinuierlich wachsender Mitarbeiterzahl.

Die PC-Arbeitsplätze im Unternehmen sind im Wesentlichen nach dem gleichen Standard aufgebaut und bis auf geringfügig unterschiedliche Konfiguration von Innen- und Außendienst mit identischen Anwendungen bestückt: Windows, Office, ein ERP-System von Microtech und weitere Standardprogramme. Allerdings befinden sie sich nicht alle am zentralen Firmenstandort, sondern der Rechnerpark ist vernetzt mit den Herstellern beziehungsweise Zulieferern aus China, dem eigenen Endkunden-Store in Frankfurt am Main sowie Serviceniederlassungen.

Die klassische Turnschuh-Administration war für die IT-Abteilung schon allein aufgrund der verteilten Strukturen nicht möglich. Im Prinzip hätte das Unternehmen für jeden Standort jemanden benötigt, der sich um diese Themen kümmert. Hinzu kommt der Sicherheitsaspekt: Als Christoph Kühn, IT-Leiter bei Solectric, Mitte 2018 zum Unternehmen stieß, verfügte beinahe jeder Angestellte über Administrationsrechte und konnte Updates installieren (oder auch nicht).

"So geht das nicht", sagt Kühn. "Wir benötigen eine globale Steuerung von einer Stelle aus, um sicherzustellen, dass alle Virenupdates installiert und Windows, Office, Adobe und diverse Runtimes überall auf dem gleichen Stand sind. Dem Anwender können wir so etwas nicht mehr überlassen." Da dies bislang jeder in Eigenregie vornahm, musste die IT auch viele Wiederholungsfehler stets aufs Neue ausbügeln.

Mehr Softwareunterstützung statt mehr Personal
Mitte 2019 überlegte Solectric, das dreiköpfige IT-Team um eine zusätzliche Kraft zu erweitern, um die Arbeitsstationen zumindest von zentraler Stelle aus administrieren und aktualisieren zu können. "Die Alternative war die Anschaffung eines Tools für das Clientmanagement, das uns bei der Ausstattung und Wartung der Clients unterstützt", sagt Kühn. "Damit hätten wir uns die zusätzliche Arbeitskraft sparen können."

Genauso geschah es dann: Mit dem neuen Clientmanagement-System, der ACMP-Suite von Aagon, entledigte sich Solectric der Probleme des IT-Wildwuchses bereits im Vorfeld. Im ersten Schritt bespielte die IT mit dem ACMP OS Deployment alle Rechner mit einer einheitlichen Windows-Version. Dafür wurde ein Standardimage mit dem neuesten Windows-Release auf einem Master-PC entwickelt und dieses anschließend initial auf die Rechner gespielt. "Das Image haben wir am ersten Consulting-Tag erstellt, und dann begann praktisch bereits der Rollout", erzählt Kühn. "Wir wollen nicht jeden Rechner von Hand aufsetzen, sondern einen Standard etablieren, der in der ganzen Firma gilt."

12.08.2020/ln/Sebastian Weber, Produktmanager bei Aagon

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