Fachartikel

Seite 2 - Monitoring der SAP-Performance

Sprachprobleme mit ABAP
SAP besitzt eine proprietäre Programmiersprache: Advanced Business Application Programming (ABAP). Nicht jede der existierenden Monitoringwerkzeuge ist in der Lage, Tools effizient zu analysieren und zu überwachen, die auf dieser Sprache basieren. Die Folge: Unternehmen implementieren mehrere verschiedene Produkte, um unterschiedliche Aspekte abzudecken. So kommt es vor, dass das eine Tool für ABAP-basierte SAP-Anwendungen zuständig ist, ein anderes kümmert sich um das Monitoring von nicht-SAP-Applikationen. Dies wiederum steigert die bereits vorherrschende Komplexität der betriebsinternen IT-Landschaft. Durch eine solche Vorgehensweise laufen IT-Teams Gefahr, Prozesse nicht angemessen in ihrer Gesamtheit abbilden zu können – sie erhalten nur einen eingeschränkten Einblick darin, wie die Performance einer Anwendung die Leistung einer anderen bedingt.

Echte Bedrohungen gehen unter
Angenommen, in einer solch fragmentierten IT-Umgebung – bestehend aus SAP- und nicht-SAP-Anwendungen – wird eine Flut an Meldungen ausgelöst, deren Ursachen die SAP-Performance potenziell beeinflussen könnten. Diese Undurchsichtigkeit führt dazu, dass IT-Mitarbeiter sich vor allem mit Troubleshooting beschäftigen, um aus all diesen Meldungen die relevantesten und bedrohlichsten herauszufiltern und zu priorisieren. Die Suche nach der Ursache und dessen Behebung würden wesentlich mehr Zeit in Anspruch nehmen als sie sollten. Dadurch können sich langfristige, negative Konsequenzen für den Geschäftsbetrieb ergeben.
Performance immer im Blick mit ZAP-Tool
APM-Werkzeuge (Application Performance Management) mit der Fähigkeit, auf dem ABAP-Code-Level zu agieren, sind in der Lage, komplexer SAP-Umgebungen Herr zu werden. Es bedarf eines Werkzeugs, das

  • das Komplexität der IT-Landschaft stemmen kann
  • das das Monitoring für ABAP-basierte Anwendungen übernimmt
  • das die nötige Transparenz des IT-Stacks schafft, um Problemmeldungen effizient zu managen und das Reaktionsmaßnahmen des IT-Teams hinsichtlich des Einflusses auf das Geschäft zu priorisieren
Derartige Tools verschaffen IT-Teams einen umfassenden Überblick über den gesamten Stack, setzen die einzelnen Komponenten in einen Geschäftskontext und zeigen auf, wie sich Performanceschwierigkeiten innerhalb der IT-Umgebung auf die übergreifende Geschäftsprozesse auswirkt.

Sollte es zu relevanten Vorfällen kommen, verschaffen intelligente APM-Tools IT-Teams mit Transparenz und den nötigen Informationen zum Ereignis selbst sowie über die Ursachen von Performanceproblemen. Dabei greifen sie als Grundlage auf vorher festgelegte Regeln zurück, die sie mit aktuellen Daten abgleichen und IT-Mitarbeiter alarmiert, sobald es zu kritischen Vorfällen kommt. Dadurch sind diese fähig, Problem und Ursache identifizieren, priorisieren und beheben zu können, bevor Nutzer und Kunden davon betroffen sind.

Fazit
Die Performance von SAP- und Nicht-SAP-Anwendungen beeinflussen sich gegenseitig im Rahmen vieler Geschäftsprozesse. Leidet diese, so kann sich dies sowohl auf die übergreifende Business Performance als auch auf die Kundenzufriedenheit auswirken. Das liegt zum einen daran, dass SAP im Zentrum einer Vielzahl von Geschäftsprozessen sitzt. Zum anderen ist es über Kunden und Händlern gleichermaßen mit wichtigen Funktionen und Workflows über das gesamte Unternehmen hinweg – und darüber hinaus – verbunden. Aufgrund eines solch weitreichenden Einflusses ist SAP-Monitoring von essenzieller Bedeutung, um kostspielige Ausfälle zu vermeiden und die Business Performance an erster Stelle zu setzen. APM-Tools helfen dabei, einen reibungslosen Prozessablauf zu gewährleisten, indem sie die nötige Transparenz zwischen diesen Zusammenhängen schaffen und IT-Teams auf kritische Performanceprobleme und deren Ursache hinweisen.


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17.02.2021/ln/Fabian Gampfer, Sales Engineering Manager bei AppDynamics

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