Fachartikel

Seite 2 - Leistungsüberwachung von Windows Server 2019 (1)

Indikatorendaten beobachten
Standardmäßig zeigt die Leistungsüberwachung Daten als Liniendiagramms an, das einem Zeitraum von zwei Minuten entspricht und von links nach rechts zu lesen ist. Sie ermitteln Details für einen bestimmten Indikator, indem Sie mit der Maus auf die entsprechende Indikatorlinie zeigen. Mit dem Dropdown-Listenfeld in der Symbolleiste ändern Sie die Anzeige für die aktuelle Datensammlergruppe.

Die Histogrammansicht zeigt die Daten in Echtzeit und Balkenform. Die Berichtansicht enthält die Werte für den ausgewählten Indikator in Textform. Ist eine Zeile in der Legende ausgewählt, lässt sich die zugehörige Indikatorlinie optisch hervorheben, indem Sie auf der Symbolleiste auf die Schaltfläche "Markierung" klicken. Ein erneutes Klicken auf diese Schaltfläche stellt die ursprüngliche Anzeige wieder her.

Um die Eigenschaften für die Anzeige eines Indikators zu ändern, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die entsprechende Zeile in der Legende und wählen im Kontextmenü den Eintrag "Eigenschaften". Passen Sie die Eigenschaften mit den Einträgen in den Listenfeldern an. Mit der Schaltfläche "Anzeige fixieren" auf der Symbolleiste frieren Sie die Anzeige ein, um die aktuelle Aktivität zu überprüfen. Wenn Sie die Anzeige wieder aktivieren möchten, klicken Sie auf die Schaltfläche "Fixierung der Anzeige aufheben". Die Schaltfläche "Daten aktualisieren" erlaubt, die Anzeige schrittweise zu durchlaufen.
Sammlungssätze nutzen
Die Echtzeitanzeige ist nur eine Möglichkeit, die Leistungsüberwachung zu nutzen. Nachdem Sie eine Kombination aus Indikatoren zusammengestellt haben, können Sie diese als Sammlungssätze (auch Datensammlergruppe genannt) speichern. Um einen Sammlungssatz zu erstellen, beginnen Sie mit der Anzeige der Leistungsindikatoren, dann erweitern Sie in der Konsole die Hierarchiestruktur, klicken mit der rechten Maustaste auf "Leistungsüberwachung" und rufen im Kontextmenü "Neu / Datensammlersatz" auf.


Bild 1: Der Ressourcenmonitor liefert zahlreiche Hinweise bei Performanceproblemen von CPU, Datenträgern und mehr.

Anschließend startet der Assistent für die Erstellung einer neuen Datensammlergruppe. Das DCS enthält alle Indikatoren, die in der aktuellen Ansicht ausgewählt sind. Der Sammlungssatz muss unter dem Konto eines Benutzers mit Administratorrechten ausgeführt werden. Über das Kontextmenü starten Sie einen Datensammlersatz. Nach dem Beenden erstellt der Satz einen Bericht. Diesen können Sie sich nach dem Beenden über den Bereich "Datensammlersätze / Benutzerdefiniert" aufrufen.

Für jeden Satz lassen sich Optionen konfigurieren, indem Sie in der Liste des Fensters mit der rechten Maustaste auf den Namen des Sammlungssatzes klicken und im Kontextmenü den Eintrag "Eigenschaften" wählen. Auf der Registerkarte "Allgemein" geben Sie eine Beschreibung oder Schlüsselwörter für die Datensammlergruppe ein. Über die Registerkarte "Verzeichnis" ist der Stammordner als Standardordner festgelegt, in dem alle Protokolldateien für die Datensammlergruppe gespeichert sind. Mit "Zeitplan" geben Sie an, wann mit der Datensammlung begonnen wird. Auf der Registerkarte "Stoppbedingung" bestimmen Sie Bedingungen, bei denen die Datensammlung angehalten wird. Diese Bedingung hat auch Vorrang vor dem von Ihnen auf der Registerkarte "Zeitplan" festgelegtem Ablaufdatum.

Speicherengpässe beheben
Im Ressourcenmonitor sehen Sie auf der Registerkarte "Arbeitsspeicher" die laufenden Prozesse und deren genutzten Arbeitsspeicher. Mit einem Klick auf die Spalte "Arbeitssatz" lassen Sie sich den Arbeitsspeicherverbrauch der Prozesse sortiert anzeigen. Die Überwachung des Arbeitsspeichers erledigen Sie am besten ebenfalls mit der Leistungsüberwachung. Auf Servern bieten sich folgende Leistungsindikatoren an:

  • Arbeitsspeicher Verfügbare Bytes: Gibt an, wie viele Bytes an Arbeitsspeicher derzeit für die Verwendung durch Prozesse verfügbar sind. Niedrige Werte können ein Anzeichen dafür sein, dass insgesamt zu wenig Arbeitsspeicher auf dem Server vorhanden ist oder dass eine Anwendung keinen Arbeitsspeicher freigibt.
  • Arbeitsspeicher Seiten/s: Gibt die Anzahl der Seiten an, die wegen Seitenfehlern vom Datenträger gelesen oder auf den Datenträger geschrieben wurden, um Speicherplatz aufgrund von Seitenfehlern freizugeben. Ein hoher Wert kann auf überhöhte Auslagerungen hindeuten. Überwachen Sie "Seitenfehler/s", um sicherzustellen, dass die Datenträgeraktivität nicht durch Auslagern verursacht wird.
Seite 1: Leistungsüberwachung einrichten
Seite 2: Sammlungssätze nutzen, Speicherenpässe beheben


Im zweiten Teil des Workshops beschäftigen wir uns damit, wie Sie das Active Directory mit der Leistungsüberwachung diagnostizieren und wie Sie Laufwerke, Datenträger und Arbeitsspeicher stets im Blick behalten. Im dritten und letzten Teil zeigen wir auf, wie Sie die Prozessorauslastung optimieren und dass auch der gute alte Task-Manager bei der Performance-Analsyse noch nicht ausgedient hat.

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2.08.2021/jp/ln/Thomas Joos

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