Fachartikel

Im Test: Aagon ACMP 6.3

Cloud hin und SaaS her – in den meisten Firmen arbeiten nach wie vor abertausende Fat Clients, die IT-Administratoren professionell und sicher betreiben und warten müssen. Mit ACMP steht hierzu ein ausgereiftes Programm zur Verfügung, das Clients mit Betriebssystem, Software und Updates versorgt und auch ein Auge auf ihre Security hat. Daneben überzeugt es durch umfangreiche Automatisierung im Client-Lebenszyklus.
Herzstück der Automatisierung sind bei ACMP die Client Commands – hier im eigens dafür entwickelten Editor.
Aagon bietet seit rund drei Dekaden Client Lifecycle Management (CLM) an, das sich an den Anforderungen kleiner und mittelständischer Unternehmen orientiert. Aber auch größere Unternehmen mit verteilten IT-Umgebungen an verschiedenen Standorten, können Nutzen aus der Aagon Client Management Platform (ACMP) ziehen.

ACMP ist modular aufgebaut und für den IT-Verantwortlichen besteht somit grundsätzlich die Möglichkeit, den Leistungsumfang den eigenen Anforderungen anzupassen. Wer beispielsweise ein eigenes Help-Desk-System bereits etabliert hat und kein Problem darin sieht, dass die Ticketverarbeitung losgelöst vom CLM erfolgt, ist nicht gezwungen, die entsprechende Funktion in ACMP zu verwenden. Die gemeinsame Grundlage, quasi das Kernsystem von ACMP, nennt sich "Core" und umfasst alle Basisbereiche wie die Oberfläche, das Inventarsystem, die Berichterstellung, die gemeinsame Dateiablage oder die Benutzerverwaltung. Alle Erweiterung zum Core-Modul nennt Aagon "Solution". Diese reichen von der Betriebssystemverteilung über die Desktopautomatisierung mit Softwareverteilung bis hin zu erweiterten Inventarisierungs- und Sicherheitsfunktionen.

Einrichtung mit neuer Hilfefunktion
Die Installation und die Grundkonfiguration von ACMP ist glücklicherweise eine rechte einfache Sache, zumindest haben wir im Rahmen unserer Betrachtungen von CLM-Systemen schon aufwendigere Einrichtungen erlebt. Letztendlich ist ein SQL-Server entweder vor der Installation des ACMP-Servers selbst oder im Zuge der Installation einzuspielen. Der sogenannte "Native Client" war auf dem Server ebenfalls zu installieren, da er für die Kommunikation zwischen SQL und dem ACMP-Server erforderlich ist. Anschließend spielten wir den ACMP-Server, den Network Boot Service und die ACMP-Konsole ein. In der neuen XWiki-basierten Onlinehilfe fanden wir eine genaue Schritt-für Schritt-Anleitung.

ACMP kann, muss aber nicht notwendigerweise in einer Active-Directory-Umgebung zum Einsatz kommen. Im Zuge der Installation erwartete der ACMP-Assistent die Eingabe eines Benutzerkontos für die ACMP-Agenteninstallation auf den PCs und für das Netzwerkerkennungskonto, das auf allen aktuellen Windows-Versionen der Identifikation dient. Das bei der Installation vergebene Passwort für den ACMP-Administrator kommt bei der Anmeldung an die ACMP-Konsole zum Einsatz.

Fazit
Unser Urteil in Bezug auf ACMP fällt insgesamt positiv aus, auch wenn wir für diesen Test nur einen Teil der Funktionen näher betrachten konnten. Das Das Produkt wurde schon häufiger von uns gesichtet und wir sehen von Version zu Version eine immer weiter voranschreitende Entwicklung – und dies in zweierlei Hinsicht: Einmal dahingehend, dass der Leistungsumfang stets deutlich erweitert wird und andererseits, dass sich der Bedienungskomfort für den Administrator und den IT-Support gleichermaßen verbessert. Die Qualität der unterstützenden Assistenten, das neue Design der Konsole und die überarbeitete Onlinehilfe runden ein bereits insgesamt positives Gesamtbild noch einmal ab.

Den kompletten Test finden Sie in Ausgabe 12/2022 ab Seite 30.
28.11.2022/ln/jp/Thomas Bär

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