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Schwachstellen in IoT-Plattform entdeckt

Experten von Kaspersky Lab haben in der IoT-Plattform ThingsPro Suite sieben neue, bisher unbekannte Schwachstellen entdeckt und geholfen, diese zu schließen. Die im industriellen Umfeld eingesetzte Lösung ermöglicht die Datenerfassung und Remote-Analyse industrieller Kontrollsysteme. Einige der identifizierten Sicherheitslücken hätten Cyberangreifern die Möglichkeit eröffnet, umfassend auf industriell genutzte IoT-Gateways zuzugreifen und für Arbeits- und Produktionsabläufe folgenschwere Befehle auszuführen.
Bei ThingsPro Suite handelt es sich um eine Plattform für das industrielle Internet der Dinge (IIoT; Industrial Internet of Things). Die Lösung sammelt automatisiert Daten von auf einer Industrieanlage laufenden OT-Geräten (Operational Technology; Betriebstechnologie) und übermittelt diese anschließend zur weiteren Analyse in eine IoT-Cloud. Wird eine IIoT-Plattform unzureichend abgesichert, drohen schwerwiegende Sicherheitsfolgen. Der Grund: Die Lösung fungiert als Bindeglied zwischen den Security Domains von IT und OT und kann daher potenziellen Angreifern Zugang zum industriellen Netzwerk ermöglichen.

Während einer Schwachstellenanalyse konnten die Sicherheitsforscher des Kaspersky Lab ICS CERT innerhalb von zwei Wochen sieben Zero-Day-Schwachstellen [1] aufdecken. Die schwerwiegendste hätte einem Angreifer, aus der Ferne Befehle auf einem anvisierten IIoT-Gateway auszuführen ermöglicht. Über eine zweite Lücke hätten Angreifer Root-Berechtigungen erlangen und die die Konfiguration eines Geräts verändern können.

Darüber hinaus hätte der missbräuchliche Zugriff auf die Suite automatisiert erfolgen können; Cyberangreifer hätten dadurch automatisch verschiedene IIoT-Gateways von Moxa ThingsPro in anderen Unternehmen kompromittieren und so Zugang zu industriellen Netzwerken der betroffenen Organisation erhalten können. Alle identifizierten Schwachstellen sind inzwischen von Moxa, dem Entwickler der Plattform, behoben worden.
22.01.2019

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