Meldung

30 Jahre Ransomware

In den letzten Jahren hat es Ransomware immer wieder in die Schlagzeilen geschafft – dabei waren es tatsächlich nur die wenigsten Angriffe der erpresserischen Software, die tatsächlich öffentlich wurden. Die Mehrzahl der Attacken verlief im Verborgenen. So wundert es laut dem Antimalware-Anbieter Sophos kaum, dass es die Schadsoftware beinahe klammheimlich bereits zu einem runden Geburtstag geschafft hat: Sie wird 30.
Längst kein Spaß mehr: Professionelle Ransomware legt regelmäßig ganze Organisationen lahm.
1989 erblickte der Schädling "AIDS TROJAN DISK" die kriminelle Welt. Der Trojaner infizierte Computer via Diskette: Eine Lizenz sei abgelaufen, hieß es damals seitens der Kriminellen, der Schlüssel bei Firma xy käuflich zu erwerben. Damals noch eine geschickte Story statt plumper Erpressung. Der Vater des Trojaners, Joseph Popp, wurde ausfindig gemacht und zu einer Haftstrafe verurteilt. Allerdings konnte er diese wegen einer psychischen Krankheit nicht antreten. Das erpresste Geld wollte er an die AIDS-Forschung spenden.

Richtig kraftvoll wurde Ransomware laut Sophos [1] dann mit der Verbreitung via Internet: Der Trojaner TROJ_PGPCODER.A forderte bereits ein paar Hundert US-Dollar Lösegeld. Und der "soziale" Anstrich, den sich Joseph Popp gegeben hatte, war einem großen kriminellen Erpressergeschäft gewichen. Das heutige Design von Ransomware ist professionell, wenn auch im kriminellen Sinne.

High-Tech seitens der Angreifer ist auch gefragt, um die immer leistungsstärkeren IT-Sicherheitsprodukte auszutricksen. Da dies die Fähigkeiten vieler Cyberkrimineller inzwischen jedoch übersteigt, hat sich ein neuer Markt entwickelt: Mittlerweile können sich Interessierte mit halbwegs guten Computerkenntnissen ihre eigene Ransomware mithilfe von Baukästen zusammenbasteln. Ein lukratives Geschäft, das im Dark Web abgewickelt wird.
2.05.2019/dr

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