Meldung

Google startet Allianz zur Abwehr schadhafter Apps

Immer wieder schleichen sich trotz Kontrollen schadhafte Apps in Google Play ein und werden oft erst nach tausenden Downloads als Malware identifiziert. Nun holt sich Google Unterstützung im Rahmen der "App Defense Alliance" an Bord. Die Antimalware-Anbieter Eset, Lookout und Zimperium sollen Google künftig bei der Suche nach schadhaften Apps helfen.
Eine Sicherheitsempfehlung für Android-Nutzer lautet, Apps ausschließlich aus Google Play zu installieren. Dadurch lässt sich das Infektionsrisiko in der Tat deutlich reduzieren. Doch schaffen es regelmäßig gefährliche Apps auch in den Play-Store, obwohl Google alle neuen Apps überprüft. Die Malware-Autoren haben längst gelernt, wie sie diese Kontrollen austricksen können. Auch schwächelt der hauseigene Malware-Scanner "Google Play Protect" durchgehend in Vergleichstests von AV-Test [1] in Sachen Schutzwirkung, während andere Security-Anbieter hervorragende Erkennungsraten vorweisen.

Nun möchte Google im Rahmen der "App Defense Alliance" [2] mit Hilfe von Eset, Lookout und Zimperium seine Abwehr deutlich verbessern. Hierzu kann Google Apps künftig auch von Scannern der drei Anbieter untersuchen lassen und umgekehrt. Die daraus resultierenden Informationen teilen sich die Alliance-Mitglieder dann. Dadurch dürften die Chancen steigen, potenziell schadhafte Apps noch vor der Veröffentlichung in Google Play zu erkennen. Malware-Autoren sind dann wohl gezwungen, sich neue Vorgehensweisen auszudenken, was sie mit Sicherheit auch tun werden.
7.11.2019/dr

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