Meldung

Google startet Allianz zur Abwehr schadhafter Apps

Immer wieder schleichen sich trotz Kontrollen schadhafte Apps in Google Play ein und werden oft erst nach tausenden Downloads als Malware identifiziert. Nun holt sich Google Unterstützung im Rahmen der "App Defense Alliance" an Bord. Die Antimalware-Anbieter Eset, Lookout und Zimperium sollen Google künftig bei der Suche nach schadhaften Apps helfen.
Eine Sicherheitsempfehlung für Android-Nutzer lautet, Apps ausschließlich aus Google Play zu installieren. Dadurch lässt sich das Infektionsrisiko in der Tat deutlich reduzieren. Doch schaffen es regelmäßig gefährliche Apps auch in den Play-Store, obwohl Google alle neuen Apps überprüft. Die Malware-Autoren haben längst gelernt, wie sie diese Kontrollen austricksen können. Auch schwächelt der hauseigene Malware-Scanner "Google Play Protect" durchgehend in Vergleichstests von AV-Test [1] in Sachen Schutzwirkung, während andere Security-Anbieter hervorragende Erkennungsraten vorweisen.

Nun möchte Google im Rahmen der "App Defense Alliance" [2] mit Hilfe von Eset, Lookout und Zimperium seine Abwehr deutlich verbessern. Hierzu kann Google Apps künftig auch von Scannern der drei Anbieter untersuchen lassen und umgekehrt. Die daraus resultierenden Informationen teilen sich die Alliance-Mitglieder dann. Dadurch dürften die Chancen steigen, potenziell schadhafte Apps noch vor der Veröffentlichung in Google Play zu erkennen. Malware-Autoren sind dann wohl gezwungen, sich neue Vorgehensweisen auszudenken, was sie mit Sicherheit auch tun werden.
7.11.2019/dr

Tipps & Tools

Sicherheitslücke in GRUB2 entdeckt [4.08.2020]

Eclypsium-Forscher haben eine Schwachstelle namens "BootHole" im GRUB2-Bootloader entdeckt. Durch die Sicherheitslücke könne ein Angreifer den UEFI Secure Boot umgehen und eigenen Code ausführen, um Kontrolle über ein Gerät zu erhalten. Fast alle signierten Versionen von GRUB2 seien anfällig, was bedeutet, dass praktisch jede Linux-Distribution betroffen ist. [mehr]

Privacy Shield nicht zulässig [21.07.2020]

Der Europäische Gerichtshof hat die "Privacy Shield"-Vereinbarung zwischen der EU und USA für ungültig erklärt. Damit ist für Unternehmen die Datenübertragung persönlicher Daten ihrer Kunden über den Atlantik in vielen Fällen nicht erlaubt. Dennoch genehmigt das Gericht die Übertragung von Daten auf Grundlage sogenannter Standardvertragsklauseln. [mehr]

Fachartikel

Führungskräfte für IT-Sicherheit sensibilisieren (2) [10.08.2020]

Zuletzt gaben 29 Prozent der Unternehmen an, in den letzten zwei Jahren Opfer von Angriffen auf ihre IT gewesen zu sein. Zwar reagieren Unternehmen zunehmend mit Firewalls und Co. auf die Bedrohungslage, insgesamt steht es mit der Abwehrbereitschaft aber noch immer nicht zum Besten. Einer der Gründe dafür ist die mangelnde Sensibilität auf C-Level-Ebene. Schließlich nützt es nur wenig, wenn die IT-Abteilung zwar eine realistische Einschätzung der tatsächlichen Bedrohungslage hat, die Führungsebene aber nicht die erforderlichen Ressourcen bereitstellt, um diesen Problemen zu begegnen. Die Artikelserie beschreibt daher Methoden zur Sensibilisierung von Führungskräften. In der zweiten Folge geht es darum, wie Sie WLAN-Schwachstellen aufspüren und demonstrieren. [mehr]

Buchbesprechung

Microsoft Office 365

von Markus Widl

Anzeigen