Meldung

Sicherer Dateiaustausch in der Cloud

Viele Unternehmen nutzen nach wie vor SFTP zum Dateiaustausch. Häufig sind diese Server aber schlecht gewartet und stellen ein Sicherheitsrisiko dar. Eine Ablösung der Schnittstelle ist aufgrund der Abstimmung mit der Gegenseite aber häufig aufwändig. Eine sichere Möglichkeit besteht in der Nutzung von "AWS Transfer for SFTP". Dabei handelt es sich um einen vollständig in der Cloud verwalteten Dienst, der die direkte Übertragung von Dateien in und aus Amazon S3 über SFTP ermöglicht.
"AWS Transfer for SFTP" ist ein vollständig in der Cloud verwalteter Dienst für die Übertragung von Dateien in und aus Amazon S3 über SFTP.
Mit "AWS Transfer for SFTP" [1] können Unternehmen ihre vertrauten Authentifizierungssysteme weiter nutzen sowie DNS-Adressen mit Amazon Route 53 selbst verwalten – für Kunden und Partner von AWS-Nutzern ändert sich also nichts. Am einfachsten gelingt die Migration, wenn zusammen mit dem AWSSFTP-Server ein DNS-CNAME-Alias erstellt wird, um auf den Endpunkt des neuen Servers zu zeigen. Dabei können Sie die AWS-SFTP-Konsole nutzen, um den CNAME-Eintrag über einen DNS-Dienst wie "Amazon Route 53" zu erstellen. Auch die Nutzung eines alternativen DNS-Anbieters ist möglich.

Bevor Sie den neuen DNS-Eintrag veröffentlichen, importieren Sie zunächst die Identitäten der Benutzer auf den neuen Server. Die dafür genutzte Methode hängt davon ab, ob Sie den Service-gemanagten oder den benutzerdefinierten Identitätsanbietertyp verwenden. In beiden Fällen müssen Sie eine Ordnerstruktur in den S3-Bereichen einrichten, um die vorhandenen Home-Verzeichnisse zu spiegeln. Wenn Benutzer sich dann mit den gewohnten Hostnamen und Anmeldeinformationen mit ihren SFTP-Clients verbinden, sehen sie die vertraute Umgebung.

In dem Fall, dass sich ein SFTP-Benutzer hinter einer Firewall mit strenger Whitelist befindet, ist die DNS-Adressierung möglicherweise nicht ausreichend. Dann kann eine fixe IP-Adresse mithilfe eines Amazon Network Load Balancers vor die SFTP-Endpunkte in Ihrem Amazon-VPC vorgeschaltet werden. Über die "Bring Your Own IP Address"-(BYOIP)-Funktion von EC2 Networking ist es auch möglich, eigene IPv4-Adressen aus Ihrem Netzwerk in Ihr AWS-Konto zu übertragen.
1.12.2019/jm

Tipps & Tools

Sicherheitslücke in Remote-Desktop-Gateway [7.07.2020]

Sicherheitsforscher von Check Point haben eine riskante Schwachstelle in der Open-Source-Software Apache Guacamole aufgedeckt. Ein Cyberkrimineller könne das Gateway ausnutzen, um ein Firmennetzwerk zu infiltrieren und sogar komplett zu übernehmen. Viele Organisationen verwenden Apache Guacamole, da Mitarbeiter lediglich den Webbrowser benötigen, um sich einzuwählen. [mehr]

Cyberkriminalität durch falsch gesetzte Zugriffsrechte [25.06.2020]

Nicht Wirtschaftsspione, Hacker oder gar Virenprogrammierer – die eigenen Mitarbeiter stellen in einigen Bereichen das größte Sicherheitsrisiko für Unternehmen dar. Einen wirksamen Schutz vor Betrug, Diebstahl und Korruption in den eigenen vier Wänden sehen Experten in der kontrollierten Vergabe von Zugriffsrechten. [mehr]

Fachartikel

Cyberkriminalität durch falsch gesetzte Zugriffsrechte [24.06.2020]

Nicht Wirtschaftsspione, Hacker oder gar Virenprogrammierer – die eigenen Mitarbeiter stellen in einigen Bereichen das größte Sicherheitsrisiko für Unternehmen dar. Einen wirksamen Schutz vor Betrug, Diebstahl und Korruption in den eigenen vier Wänden sehen Experten in der kontrollierten Vergabe von Zugriffsrechten. [mehr]

Buchbesprechung

Microsoft Office 365

von Markus Widl

Anzeigen