Meldung

Vielseitige Angreifer treffen auf menschliches Versagen

Mimecast hat die neueste Ausgabe seines vierteljährlichen "Threat Intelligence Report: Risk and Resilience Insights" veröffentlicht. Laut der aktuellen Untersuchung sind der Transport-, Justiz- und Bankensektor am stärksten von Cyberangriffen betroffen. Die Angreifer versuchen dabei, auf zahlreichen Wegen in die Unternehmen einzudringen
Der Mimecast Threat Intelligence Report [1] basiert auf der Analyse von 207 Milliarden verarbeiteten E-Mails, von denen 99 Milliarden abgewiesen wurden. Der Bericht will Unternehmen über die Gefahren für ihren Sektor informieren, damit sie sich besser auf Bedrohungen vorbereiten und vor ihnen schützen können – am Perimeter ebenso wie innerhalb und außerhalb des Perimeters.

Gezielte Angriffe über Tage hinweg

Die Untersuchung beleuchtet die vier Hauptkategorien von Angriffen, die im letzten Quartal entdeckt wurden: Spam, Identitätsmissbrauch, opportunistische und gezielte Angriffe. Wie der Bericht zeigt, steigt die Zahl der Angriffe mit gefälschter Identität: Sie machten insgesamt 26 Prozent der ermittelten Angriffe aus. Diese Kategorie beinhaltet mittlerweile auch Voice Phishing oder "Vishing", eine hochentwickelte Angriffsform, die in diesem Quartal beobachtet wurde: Dabei setzen die Angreifer Social Engineering ein, um sich über das Telefonsystem des Opfers Zugang zu persönlichen und Finanzdaten zu verschaffen.

Neben einfachen, aufwandsarmen und kostengünstigen Angriffen auf Mimecast-Kunden, die der Bericht aufzeigt, zeugen die Daten auch von komplexen, zielgerichteten Kampagnen, die eine Reihe von Vektoren nutzen und sich über mehrere Tage erstrecken. Diese komplexen Angriffe werden vermutlich von organisierten und zielstrebigen Bedrohungsakteuren durchgeführt, die mit Verschleierung, verschiedenen Angriffsebenen, Exploits und Verschlüsselung arbeiten, um der Entdeckung zu entgehen.

Darüber hinaus macht die Untersuchung deutlich, dass durchgehend drei Bereiche am stärksten von Cyberangriffen betroffen waren: der Bank- und der Justizsektor – wo es viele sensible Informationen zu holen gibt, die für Angreifer interessant sein können – sowie der Transportsektor, wo staatlich sanktionierte Angreifer versuchen, die Logistik und Lieferfähigkeit von Unternehmen in konkurrierenden Staaten zu unterminieren.

Menschliches Versagen bedeutender Risikofaktor

"Die Angreifer versuchen auf zahlreichen Wegen, in Unternehmen einzudringen – das Spektrum reicht von ausgeklügelten Taktiken wie Voice Phishing und Domain-Spoofing bis hin zu simplen Angriffen wie Spam", erklärt Josh Douglas, Vice President of Threat Intelligence bei Mimecast. "Unsere Untersuchungen in diesem Quartal ergaben, dass die meisten Bedrohungen einfacher Natur waren und auf schiere Masse setzten. Einfach auszuführen, aber gar nicht so einfach abzuwehren, weil hier menschliches Versagen ins Spiel kommt – ein bedeutender Risikofaktor für Unternehmen.

Die Unternehmen müssen einen umfassenden Ansatz für E-Mail-Sicherheit verfolgen. Dieser muss geeignete Sicherheitstools integrieren, die eine bessere Sichtbarkeit am Perimeter, innerhalb des Perimeters und darüber hinaus ermöglichen. Dabei müssen auch diejenigen aufgeklärt werden, die die letzte Verteidigungslinie bilden – die Mitarbeiter. Die Technologie in Verbindung mit aufmerksamen, gut geschulten Mitarbeitern wird Unternehmen helfen, ihre Sicherheitsabwehr zu verstärken, um sich sowohl gegen einfach strukturierte als auch komplexe Bedrohungen zu schützen."

Unter den 160 Milliarden verarbeiteten E-Mails in diesem Quartal wurden 19 gravierende Malware-Kampagnen ausgemacht, darunter Azorult, Hawkeye, Nanocore, Netwired, Lokibot, Locky und Remcos. Die beobachteten Kampagnen reichen von einfachen Phishing-Kampagnen bis hin zu Multi-Vektor-Kampagnen mit wechselnden Dateitypen und Angriffsvektoren, Malware-Typen und Schwachstellen. Mimecast nutzt alle in dem Bericht dargestellten Analysen, um seine cloudbasierten Sicherheitsdienste weiter zu optimieren. So hilft Mimecast den Kunden, ihre Cyber-Resilienz zu verstärken und Geschäftsunterbrechungen zu vermeiden.
25.11.2019/dr

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