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DDoS-Angriffe in Echtzeit betrachten

Mit dem "Cyber Threat Horizon" stellt NetScout System ein kostenloses Informationsportal zur Verfügung, das Netzwerk- und Sicherheitsbetreibern einen Einblick in DDoS-Angriffe in Echtzeit bietet. Die Webseite sammelt, analysiert, priorisiert und veröffentlicht Daten über bisher beobachtete und neue DDoS-Bedrohungen im Internet.
Das Portal "Cyber Threat Horizon" bietet verschiedene Filter an, um die Suche nach DDoS-Bedrohungen besser einzugrenzen.
Als Folge des aktuellen COVID-19-Ausbruchs führen zahlreiche Organisationen weltweit das Arbeiten und Lernen von zu Hause aus ein. Mehr denn je müssen deshalb kritische Infrastrukturen wie Internetleitungen, Router, VPN-Gateways und Firewalls verfügbar bleiben, um den Fernzugriff auf interne Ressourcen und Dienste zu gewährleisten. DDoS-Angriffe stellen eine erhebliche Bedrohung für die Verfügbarkeit dieser kritischen Infrastrukturen und Dienste dar.

Unterstützt durch das Active Threat Level Analysis System (ATLAS), das etwa ein Drittel des weltweiten Internetverkehrs erfasst, sammelt "Cyber Threat Horizon" [1] Daten aus einer Vielzahl unterschiedlicher Quellen, die weltweit erfasst werden. Informationen zum Dark-Web- und Botnet-Verkehr gewährleisten laut NetScout zusätzlich ein umfassendes Verständnis der globalen Bedrohungslandschaft.

Mit dem Angebot möchte der Hersteller den Kontext liefern, der zum Verständnis der Bedrohung durch DDoS-Angriffe, ihrer Entstehung, Entwicklung und ihrer Ziele erforderlich ist. Der Dienst nutzt dabei die visuelle Darstellung von Daten, die nach DDoS-Angriffsquelle, Zielland, Angriffsgröße, Dauer, Branche und Angriffstyp kategorisiert werden. Die aktuell wichtigsten DDoS-Bedrohungen zeigt der Dienst über dem unteren Teil der dargestellten Bedrohungslandschaft an, um Benutzer in Echtzeit zu alarmieren.

Für erweiterte Recherchen und Analysen können Nutzer einen kostenlosen Account erstellen, der Zugang zu historischen Daten bis zurück ins Jahr 2003 bietet. Das Einloggen in das Portal bietet zusätzlich die Möglichkeit, benutzerdefinierte Umgebungen zu erstellen, was mithilfe der Filterung nach unterschiedlichen Kriterien, wie geografische Lage, Industriesektor, Quell- und Zielland sowie Auslöser- oder Ereignistypen erfolgt. Durch die Erstellung von benutzerdefinierten Umgebungen können Berichte über verschiedene Regionen der Welt, Branchen und Zeitintervalle Aufschlüsse liefern, um zu verstehen, wie sich DDoS-Angriffe auf ihre Netzwerke auswirken könnten.

31.03.2020/jm

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