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Wintermute wird Wirklichkeit

Sicherheitsanbieter genua entwickelt in einem neuen Forschungsprojekt Methoden zur verbesserten Kontrolle und Abschirmung komplexer Kommunikationsnetze gegen Cyberangriffe. Im Fokus von Wintermute – der Name nimmt Anleihe bei einem bekannten Science-Fiction-Roman – steht nicht nur die Erkennung von Gefahren, sondern die KI-gestützte Lagebeurteilung zur Durchsetzung von Sicherheit.
Zumindest der Titel des Forschungsprojekts "Wintermute" klingt futuristisch.
Im Jahr 1984 erschien der Science-Fiction-Klassiker "Neuromancer" von William Gibson und machte den Autor zu einem der literarischen Väter des Cyberspace. In der virtuellen Realität tummeln sich Cyberpunks zusammen mit künstlichen Intelligenzen, die ihre ganz eigenen Ziele verfolgen. Wintermute ist eine solche KI, die eine Gruppe Menschen dirigiert, um sich mit ihrem Zwilling Neuromancer vereinigen zu können und so die Grenzen ihrer programmierten Parameter zu sprengen.

Auch die genua GmbH will mit dem Forschungsprojekt "Wintermute" [1] Grenzen sprengen und mehr als nur die Erkennung von Schadsoftware bieten. Dazu setzt der Anbieter KI-Methoden ein, die das Systemverhalten klassifizieren und den Administratoren Rückmeldung über Auffälligkeiten geben sollen. Neben der KI-gestützen Lagebeurteilung soll es auch möglich sein, Feedback von Nutzern einzuarbeiten, um die entstehenden Regeln individuell auf Bedürfnisse anzupassen.

Zusätzlich konzentriert sich das System laut genau auch auf die Benutzerfreundlichkeit, um es Unternehmen zu ermöglichen, hochgradig vernetzte Systeme zu verstehen und somit für Risikoanalyse und -management zugänglich zu machen. Qualifiziertes Fachpersonal, das in diesem Bereich oftmals rar oder nicht verfügbar ist, soll dabei aber nicht ersetzt werden. Stattdessen ist es das Ziel von Wintermute, diese Fachkräfte hinsichtlich ihrer Entscheidungen bestmöglich zu unterstützen.
3.06.2020/ln

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