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Start-up will Internet sicher machen

Das Freiburger Start-up Gardion will mithilfe von Crowdfunding ein VPN entwickeln, das besser vor Tracking und Schadsoftware schützen soll. Am 23. Juni 2020 beginnt das Unternehmen eine Kampagne auf seiner Webseite, um in vier Wochen 15.000 Euro einzusammeln. Mit dem zweiten Fundingziel von 60.000 Euro will der Hersteller das VPN bis Ende des Jahres um verbesserte Filtermöglichkeiten oder das neue Protokoll Wireguard erweitern.
Das VPN von Gardion will das Internet sicher und privat machen und setzt dabei auf Crowdfunding.
Gardion [1] möchte mit seinem VPN dem Treiben der Konzerne einen elektronischen Riegel vorschieben: etwa der Analyse des Surf- und Kaufverhaltens, der Erstellung von Interessenprofilen oder dem kriminellen Missbrauch des eigenen Rechners durch Schadsoftware. Dabei setzt die Firma auf das sichere IPsec/IKEv2-Protokoll, da dieses heute ohne weitere Installation auf allen aktuellen Windows-, macOS- und iOS-Geräten nutzbar ist.

Die wirklich sichere Verbindung will das Start-up durch die Filterung des Netzwerkverkehrs erreichen. Dieser werde verschlüsselt und sicher über einen zusätzlichen Server geleitet, sodass persönliche Aktivitäten für Außenstehende nicht nachvollziehbar seien. Ausländische VPN-Anbieter werden laut dem Unternehmen leider vor allem für dubiose Aktivitäten (zum Beispiel die illegale Verteilung von Ton- und Videodateien) missbraucht. Bei Gardion findet alles in Deutschland statt. Neben der Verschlüsselung der Daten werde der Netzwerkverkehr außerdem gefiltert und unerwünschtes Tracking blockiert.

Bereits im Herbst soll die erste Version des VPN verfügbar sein und für alle persönlichen Geräte des Nutzers monatlich zehn Euro kosten. Wer auf "startnext.com/gardion" [2] am Crowdfunding teilnimmt, erhält laut Gardion einen Unterstützerrabatt. Weiterhin will das Start-up nachhaltig arbeiten. Der Netzwerkverkehr fließe ausschließlich durch Server in einem deutschen Rechenzentrum, das zertifiziert zu 100 Prozent mit Wasserkraft betrieben wird. Außerdem arbeitet das Unternehmen laut Eigenaussage mit Atmosfair, einem deutschen CO2-Kompensationsabieter zusammen, um den darüber hinaus anfallenden Stromverbrauch zu kompensieren.
23.06.2020/jm

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