Meldung

Browser-Erweiterungen verbreiten Malware

Sicherheitsforscher bei Avast haben Malware bei mindestens 28 Browser-Erweiterungen von Drittanbietern für Google Chrome und Microsoft Edge entdeckt. Die Schadsoftware könne den Datenverkehr der Nutzer auf Werbung und Phishing-Seiten umleiten sowie persönliche Daten wie Geburtsdatum, E-Mail-Adressen und Geräteinformationen extrahieren. Weltweit seien bereits etwa drei Millionen Anwender betroffen.
Zu den Erweiterungen gehören Video Downloader for Facebook, Vimeo Video Downloader, Instagram Story Downloader, VK Unblock sowie weitere Browsererweiterungen für Google Chrome und einige Add-ons für Microsoft Edge. Das Avast-Team konnte nach eigenen Angaben [1] bösartige Codezeilen in den Erweiterungen identifizieren.

Anwender berichteten laut Avast, dass die betroffenen Add-ons sie auf andere Webseiten umleiteten. Jedes Mal, wenn ein Benutzer auf einen Link klickt, senden die Erweiterungen Informationen an den Kontrollserver des Angreifers. Dieser kann einen Befehl geben, das Opfer vom eigentlichen Ziel zu einer gekaperten URL umzuleiten, ehe die erwartete und gewünschte Website erscheint.

Die Akteure sammeln laut den Sicherheitsforschern Geburtsdaten, E-Mail-Adressen und Geräteinformationen des Nutzers. Die betroffenen Anwenderinformationen schließen die Zeit der ersten und letzten Anmeldung, den Gerätenamen, das Betriebssystem, den verwendeten Browser sowie seine Versionsnummer und die IP-Adressen ein. Mit diesen Informationen könnten böswillige Angreifer den ungefähren geografischen Standortverlauf des Benutzers ermitteln.

Die Forscher gehen davon aus, dass die Malware darauf abzielt, den Datenverkehr selbst zu monetarisieren. Für jede Weiterleitung zu einer fremden Domain erhalten die Cyberkriminellen vermutlich eine Zahlung. Dennoch hat die Erweiterung auch die grundlegende Möglichkeit, die Nutzer auf Werbung oder Phishing-Seiten umzuleiten.
18.12.2020/jm

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