Meldung

Home Office im Visier

Cyberkriminelle haben es in Deutschland, Österreich und der Schweiz massiv auf Unternehmen und deren Arbeitnehmer im Home Office abgesehen. Allein im Dezember 2020 registrierte der europäische IT-Sicherheitshersteller ESET in diesen drei Ländern täglich durchschnittlich 14,3 Millionen Angriffe auf das Remote-Desktop-Protocol. Von Januar 2020 (310.000 Angriffe) bis Dezember 2020 ist das eine Zunahme von 4516 Prozent.
Dass sich die Angriffe für die Kriminellen gelohnt hätten, zeige auch die Steigerung um 873 Prozent von März vergangenen Jahres (1,5 Millionen Angriffe) – mit den ersten Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie – bis Dezember. Insbesondere mit dem zweiten Lockdown infolge der Pandemie und den Bestrebungen der Politik, so viele Arbeitnehmer wie möglich ins Home Office zu schicken, hätten diese Angriffe erneut um 110 Prozent zugenommen [1].

Ergattern Kriminelle diese Zugänge, haben sie weitreichenden Zugriff auf das Unternehmensnetzwerk und können so Daten stehlen oder Schadprogramme wie Ransomware einschleusen. Gerade einmal 44 Prozent der Unternehmen ließen ihre Mitarbeiter über ein VPN zugreifen. Firmen sollten daher ihre Zugänge durch starke Passwörter, Zweifaktor-Authentifizierung und den deutlich stärkeren Einsatz von VPNs schützen.
30.03.2021/dr/jm

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