Fachartikel

Seite 2 - Storage-Management in hyperkonvergenten Infrastrukturen

Anwendungsmix dank Rackscale
Um hier Abhilfe zu schaffen und trotzdem die Vorteile der Hyperkonvergenz zu nutzen, gibt es seit kurzer Zeit sogenannte Rackscale-Systeme als Fertigprodukte auf dem Markt. Sowohl die Vielfalt an Knotentypen als auch die Skalierbarkeit des Gesamtsystems erlauben hier den Einsatz für sehr hohe Performanceanforderungen, große Datenmengen und den Mix verschiedenster Anwendungen auf einem System – ein großer Vorteil, denn die Verwaltung großer Datenmengen ist heute sowohl für mittelständische als auch große Unternehmen essenziell.


Über eine zentralisierte Software lassen sich eines oder mehrere
vollintegrierbare konvergente Infrastruktursystemeinheiten im Rechenzentrum steuern.


Wichtig ist hierbei, dass sich IT-Entscheider über Nutzungs- und Wachstumsszenarien bereits frühzeitig Gedanken machen müssen. Die Entscheidung sollte für eine Gesamtlösung ausfallen, wenn Kosteneinsparung, Risikosenkung, Modernisierung und Transformation wichtige Punkte auf der Agenda sind. Ganzheitliche konvergente Lösungen erlauben einen Mix aus Konvergenz und Hyperkonvergenz in Kombination mit Spezialmodulen für bestimmte Einsatzzwecke.

Die Rolle des Storage-Managements
Grundsätzlich werden ehemalige IT-Silos über konvergente und hyperkonvergente Infrastrukturen aufgelöst. Es entsteht ein zentraler Pool bestehend aus diversen Segmenten, aus denen sich ein IT-Administrator bedienen kann. Die wichtige Rolle des Storage-Managements wird in derartigen Umgebungen beileibe nicht aussterben, sondern ein wichtiger Baustein im zunehmend digitalisierten Unternehmen sein.

Gerade weil viele Unternehmen vermehrt auf Cloud-Storage und Cloud-Backup-Services setzen, kommt der Remote-Speicherung von Daten auf Servern und auf Speichergeräten über öffentliche oder private Datennetzwerke eine besondere Rolle zu. Hohe Verfügbarkeit sowie Datenreplikation auf verschiedene physikalische Maschinen und Orte ermöglichen kontinuierliche Verfügbarkeit.

Zudem sind auch hier alle möglichen Skalierungsoptionen sowie die Einhaltung von Datenschutzrichtlinien möglich. Storage-Komponenten können beliebig hinzugefügt werden. Ferner lassen sich innerhalb von konvergenten Infrastruktursystemen groß angelegte Nutzerdaten ("Large-Scale User Data") für VDI-Umgebungen integrieren, Modernisierungsmaßnamen durchführen, Unternehmensumgebungen für Big-Data schaffen sowie Hadoop-Datenanalysen und NAS-Scale-Outs integrieren.

Die Speicherarchitektur entpuppt sich also auch innerhalb von konvergenten und hyperkonvergenten Infrastrukturen zu einem Mittel, mit dem sich Datenmedien im Unternehmen (SDDS, Flash, klassische Medien) mit minimalem Verwaltungsaufwand schnell bereitstellen lassen. Der Trend, Storage als konvergenten Teil von Netzwerk- und Computing-Technologien zu begreifen, schafft Storage und dessen Verwaltbarkeit also nicht ab, sondern ermöglicht dem Administrator neben Storage weitere Dienste im Unternehmen leichter und schneller zur Verfügung zu stellen und zu verwalten.

Fazit
Eine aktuelle IDC-Studie des Unternehmens VCE, Anbieter für konvergente und hyperkonvergente Infrastrukturen, zeigt: Unternehmen, die vorher 78 Prozent ihrer Zeit und ihres Budgets für die Systemwartung aufgebracht haben, müssen seit dem Einsatz einer konvergenten Infrastruktur nur noch 46 Prozent ihrer Zeit dafür verwenden. Der Bereitstellung von innovativen, kundenzentrierten, kontextabhängigen IT Services, die von Netzwerklösungen im und über Unternehmensgrenzen hinausgehend unterstützt werden, gehört die Zukunft.

Storage-Management wird nicht aussterben – auch wenn IT-Systeme zunehmend  konvergent und ehemalige Silos zu einem Gesamtsystem werden. Allerdings wird sich die Rolle des IT-Administrators innerhalb des Unternehmens wandeln. Er wird nicht nur als Verwalter bestimmter Infrastrukturbereiche, sondern mehr denn je als Förderer von bisher noch ungenutzten Unternehmensressourcen gefragt sein.

   
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28.10.2015/ln/Volker Wenzel, Manager Presales Germany bei VCE

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