Fachartikel

Zuverlässige Speicherleistung für das Internet der Dinge

Das Internet of Things ist einer der größten Wachstumsbereiche weltweit. Die entscheidenden Entwicklungen finden dabei oft in Industrie und Landwirtschaft statt. Beim IoT der Industrie sind die Leistungsanforderungen besonders hoch. Diese einzuhalten, wird zur Mammutaufgabe für die Hersteller. Anders als im Consumer-Markt sollen die Produkte nicht kleiner und schneller werden, sondern robuster, zuverlässiger und beständiger sowie zudem eine hohe Sicherheit gewährleisten. Unser Artikel beschreibt, warum das besonders im Storage-Bereich gilt.
Im industriellen IoT sind die Umgebungen oft besonders rau und verlangen nach zuverlässigen IT-Bausteinen.
Einige der größten Durchbrüche des IoT kommen aus der Industrie: Fabriken und Anlagen, aber auch die Landwirtschaft streben nach Optimierung von Produktionsverfahren und einer Steigerung der Energieeffizienz. Ein Beispiel: So schätzen McKinsey & Co, dass weniger als ein Prozent der von ungefähr 30.000 Sensoren gewonnenen Daten auf einer Bohrplattform überhaupt ausgewertet und in wichtige Entscheidungen einbezogen werden.

Die Möglichkeiten, die sich hieraus ergeben, sind allerdings mit großen Herausforderungen verbunden. Sie erfordern spezifische Anwendungen und ein hohes Maß an Kundenorientierung. Hiervon sind die meisten Technologieunternehmen heute noch weit entfernt. Die gute Nachricht: Beim Internet of Things im Industriebereich dreht es sich nicht um die Produktion von einfachen technischen Spielereien, sondern um sehr anspruchsvolle und gut durchdachte Systeme. Die schlechte Nachricht dagegen ist, dass die Leistungsanforderungen an diese besonders hoch sind und es eine Mammut-Aufgabe wird, diese zu erreichen.
Komplexe Systeme und hohe Anforderungen
Industrieanlagen steuern Probleme und Prozesse, zum Beispiel das Bohren von Unterwasserschächten, die Überwachung von großen chemischen Reaktoren oder das Optimieren von fahrenden Maschinen – in Echtzeit. In diesen Bereichen gibt es keinen Spielraum für Fehler. Falls eine Montagelinie zusammenbricht, könnte das zu einem Beschäftigungsrisiko oder einer finanziellen Katastrophe führen. Selbst die Überwachung von Beleuchtungs- und Heizungssystemen kann extrem komplex sein. Kleiner, schneller, besser ist nicht so wichtig wie belastbar, zuverlässig und beständig. Arbeitsschutz und Sicherheit stehen an oberster Stelle.

Zudem können die Produktlebenszyklen unglaublich lang sein. In vielen Ländern liegt das Durchschnittsalter von großen Leistungstransformatoren bei zirka 25 bis 30 Jahren – in den USA sogar bei über 40 Jahren. Daher ist es kein Zufall, dass viele Unternehmen, die sich auf Betriebstechnik spezialisiert haben, ihre Entstehung zu den Anfängen der industriellen Revolution zurückverfolgen können. Das Durchschnittsalter der Server von Rechenzentren beträgt dagegen nur etwa drei Jahre.

Traditionelle Technologieunternehmen, die in das IoT der Industrie einsteigen, werden ihre Technologien erst einmal den erforderlichen Härte-Bedingungen anpassen müssen, damit diese auch unter extremen Temperaturen, bei Feuchtigkeit, Vibration und unter Druck funktionieren. Konnektivität, Speicher und/oder Rechenleistung werden standardmäßig redundant ausgelegt sein. Viele Produkte werden selbstständig funktionieren müssen. In der Landwirtschaft – ein überraschend frühzeitiger Anwender – wird das Internet of Things beispielsweise für die Überwachung von Bewässerungssystemen, die über große Distanzen verteilt sind, eingesetzt. Hochseewindparks brauchen internetfähige Lagersysteme, um die Einsatzhäufigkeit der Techniker auf See zu reduzieren.

Industrielle Speicherlösungen
Um den hohen Datenmengen und Anforderungen der Industrie gerecht zu werden, sind zuverlässige und robuste Speicherprodukte gefragt. Industrial-Speicher bieten auch bei extremen Temperaturschwankungen hohe Leistung und Zuverlässigkeit. Dadurch eignen sie sich für den Einsatz in verschiedenen Bereichen, wie bei Werksanwendungen, im industriellen Computing oder bei digitaler Beschilderung.

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4.05.2016/ln/Christopher Bergey, VP / GM Mobile & Connected Solutions bei SanDisk

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